Alice Brandt (* 19. Dezember 1911 als Alice Agnes Maria Hochschartner in Wien; † 20. Dezember 1986 in Münster) war eine österreichische Schauspielerin.
Leben Die Tochter des akademischen Malers Ernst Hochschartner und seiner Frau Romana, geb. Werner,Geburts- und Taufbuch der Pfarre Wien-St. Karl Borromäus, Nr. 65/1911 (online). hatte zunächst eine Lehrerinnenbildungsanstalt durchlaufen, ehe sie begann, u. a. am Reinhardtseminar Schauspielunterricht zu nehmen.Bundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Alice Brandt, R 9361-V/108704 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). Ihr Leinwanddebüt gab sie 1936 unter ihrem Künstlernamen Alice Brandt in der Nestroy-Adaption Lumpacivagabundus als Signorina Palpiti an der Seite von Paul Hörbiger und Heinz Rühmann. Kurz darauf war sie im Krimi Der Hund von Baskerville in der weiblichen Hauptrolle der Beryl Vendeleure zu sehen, in die sich der neuangekommene Lord Henry Baskerville verliebt.John T. Soister, Henry Nicolella: Der Hund Von Baskerville. In: Down from the Attic. Rare Thrillers of the Silent Era through the 1950s. McFarland & Company, Jefferson, North Carolina 2016, ISBN 978-0-7864-9831-4, S. 208. Ihr Part war dabei gegenüber der literarischen Vorlage deutlich aufgewertet worden.John Howard Reid: Der Hund von Baskervilles. In: Science-Fiction & Fantasy Cinema. Classic Films of Horror, Sci-Fi & the Supernatural. 2007, ISBN 978-1-4303-0113-4, S. 99 f.
Weitere Auftritte hatte sie in Ihr Leibhusar (1938), Der anonyme Brief (1939) und Ein Mann auf Abwegen (1940, Hauptrolle: Hans Albers). Vom Cigaretten-Bilderdienst Dresden wurden damals in der Sammelreihe „Bunte Filmbilder“ Zigarettenbilder mit Fotos von Alice Brandt veröffentlicht.
1940 heiratete Alice Brandt den Spediteur Eberhard KnauerLandesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Wilmersdorf von Berlin, Nr. 1676/1940 (vgl. Namensverzeichnis zum Heiratsregister 1939–1940; PDF; 114 MB). und lebte mit ihm später in Münster in Westfalen. Sie starb einen Tag nach ihrem 75. Geburtstag.Stadtarchiv Münster, Sterberegister Standesamt Münster, Nr. 2931/1986.
Ihre Tochter Jolanda Knauer war als Fotografin und Plastikerin tätig.
Filmografie 1936: Lumpacivagabundus 1937: Der Hund von Baskerville 1938: Wie einst im Mai 1938: Ihr Leibhusar 1938: Um Kopf und Kragen (Kurzfilm) 1939: Der anonyme Brief (Kurzfilm) 1940: Ein Mann auf Abwegen
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A–Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, , S. 176.
Weblinks
Rollenfoto als Signorina Palpiti in Lumpacivagabundus. In: Jugend. Jg. 42, Nr. 1, 1937, S. 1.
Einzelnachweise
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