Paul Friedrich „Fred“ Köster (auch Koester; * 30. Dezember 1888 in Köln; † 1. März 1943 in Benninghausen) war ein deutscher Schauspieler.
Leben Der gebürtige Kölner spielte zunächst Theater, ehe er als Kleindarsteller zum Stummfilm kam. Aus diesen frühen Jahren seiner Tätigkeit sind viele seiner Neben- bis Kleinstrollen heute nicht mehr dokumentiert. Erst mit dem Aufkommen des Filmnachweises bei der Reichsfilmkammer lassen sich ab 1936 regelmäßige Verpflichtungen feststellen. Darunter befanden sich 1938 die Abenteuerfilme Der Tiger von Eschnapur und Das indische Grabmal von Richard Eichberg mit Frits van Dongen, La Jana, Alexander Golling, Theo Lingen und Gisela Schlüter und in demselben Jahr der Kriminalfilm Mordsache Holm von Erich Engels mit Walter Steinbeck, Harald Paulsen und Hans Leibelt. In dem Historienfilm Das unsterbliche Herz von Veit Harlan mit Kristina Söderbaum, Heinrich George und Paul Wegener verkörperte Köster die Figur von Kaiser Maximilian von Habsburg. Als letzte Filmarbeit von Fred Köster ist 1942 eine Mitwirkung in Meine Frau Teresa nachweisbar.Meine Frau Teresa auf Murnau Stiftung online; abgerufen am 23. Oktober 2020.
Fred Köster war ab 1933 mit der Dänin Johanne Hvilsted verheiratetLandesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin III, Nr. 535/1933 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). und hatte mit ihr zwei Söhne. Nach der Scheidung 1938 heiratete er Margarete Petersen. In seinen letzten Lebensjahren litt er an einer offenen Lungentuberkulose und suchte Heilung in verschiedenen Sanatorien. Aufgrund seiner prekären finanziellen Lage wurde er regelmäßig von der NS-Stiftung Künstlerdank unterstützt.Bundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Fred Köster, R 9361-V/117373 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). Zuletzt war Köster in der Heilanstalt Benninghausen in der Nähe von Lippstadt zwangsasyliert und verstarb dort Anfang März 1943 im Alter von 54 Jahren.Stadtarchiv Lippstadt, Sterberegister Standesamt Benninghausen, Nr. 20/1943.
Filmografie (Auswahl) 1924: Mädchen, die man nicht heiratet 1936: Mädchenräuber 1936: Der Abenteurer von Paris 1936: Glückskinder 1936: Die un-erhörte Frau 1937: Ball im Metropol 1937: Land der Liebe 1937: Mein Sohn, der Herr Minister 1938: Der Tiger von Eschnapur 1938: Das indische Grabmal 1938: Wie einst im Mai 1938: Mordsache Holm 1938: Geheimzeichen LB 17 1938: Fracht von Baltimore 1938: Tanz auf dem Vulkan 1939: Im Namen des Volkes 1939: Das unsterbliche Herz 1939: Hochzeit mit Hindernissen 1939: Robert Koch, der Bekämpfer des Todes 1939: Wir tanzen um die Welt 1940: Falschmünzer 1942: Meine Frau Teresa
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 871. Frank Arnau (Hrsg.): Universal Filmlexikon 1932. Universal Filmlexikon G.m.b.H., Berlin 1932, S. 147 ().
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