Nanortalik ist seit 2009 ein grönländischer Distrikt in Westgrönland. Er ist deckungsgleich mit der von 1950 bis 2008 bestehenden Gemeinde Nanortalik.
Lage Der Distrikt Nanortalik ist der südlichste Grönlands. Im Nordwesten grenzt er an den Distrikt Qaqortoq, im Nordosten an den Distrikt Ammassalik, der jedoch im Süden auf einer Länge von 700 km unbewohnt ist.
Geschichte Die Gemeinde Nanortalik entstand 1950 durch die Dekolonialisierung des Kolonialdistrikts Julianehaab, aus dessen südlichen Teil sie bestand. 1960 wuchs die Gemeinde um die beiden Udsteder Narsarmijit und Tasiusaq. Bei der Verwaltungsreform 2009 wurde die Gemeinde Qaqortoq in die Kommune Kujalleq eingegliedert und zu einem Distrikt.
Orte Neben der Stadt Nanortalik befinden sich folgende Dörfer und Schäfersiedlungen (kursiv) im Distrikt Nanortalik: Aappilattoq Alluitsup Paa Ammassivik Narsarmijit Nuugaarsuk Qallimiut Qorlortorsuaq Saputit Saputit Tasiat Tasiusaq
Daneben befanden sich die folgenden mittlerweile verlassenen Siedlungen und Schäfersiedlungen (kursiv) in der damaligen Gemeinde bzw. im heutigen Distrikt: Akuliaruseq Alluitsoq Illorpaat Ippik Nalasut Nalunaq (Mine) Narsarsuaq Niaqornaarsuk Nuuk Papikatsuk Qunnermiut Sermilik Tuapaat
Wappen Das Wappen zeigt drei Eisbären auf rotem Grund. Die Eisbären sind eine Anspielung auf den Stadtnamen („Ort der Eisbären“). Der rote Grund dient Vermutlich der Abgrenzung zum Landeswappen. Das Wappen wurde 1970 angenommen.
Bevölkerungsentwicklung Die Einwohnerzahl des Distrikts ist stark rückläufig und hat sich seit 1982 etwa halbiert.Einwohnerzahlen Kommunen und Distrikte seit 1977. Grønlands Statistik.
Literatur
Einzelnachweise
Nanortalik Nanortalik