Ance Féas ist seit dem 1. Januar 2017 eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Oloron-Sainte-Marie-1 (bis 2015: Kanton Aramits). Die Bewohner werden Ançais oder Féasiens genannt.

Die Gemeinde entstand mit Wirkung vom am 1. Januar 2017 als Commune nouvelle durch die Fusion der früher selbstständigen Gemeinden Ance und Féas, die seither die Funktion von Communes déléguées ausüben.

Geographie Ance-Féas liegt etwa zehn Kilometer südwestlich von Oloron-Sainte-Marie im Vallée de Barétous im Béarn.

Umgeben wird Ance Féas von den Nachbargemeinden: Esquiule im Norden und Westen, Oloron-Sainte-Marie im Nordosten, Agnos und Asasp-Arros im Osten sowie Aramits im Süden.

Ance Féas liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour und wird durchquert von zwei Zuflüssen des Gave d’Oloron, der Mielle, die im Ortsgebiet entspringt, und dem Vert und seinen Zuflüssen, den Bächen: Aurone und seinem Zufluss Treilt Littos, Bélandre, der im Ortsgebiet entspringt, und seinen Zuflüssen: Sarrabasse und Saucy, welche ebenfalls im Ortsgebiet entspringen, Labo und Lousère.

Geschichte Féas wurde bereits unter dem Namen Héas im Jahre 1343 in den Akten vermerkt. Paul Raymond, Archivar und Historiker des 19. Jahrhunderts, notierte die Erwähnungen der Siedlungen Ance und Féas unter dem Namen Ansse bzw. Feaas im Jahre 1385 anlässlich einer Volkszählung. Es wurden 23 Haushalte bei Ance und 21 Haushalte bei Féas gezählt und vermerkt, dass die Siedlungen in der Bailliage von Oloron liegen. Féas war in jener Epoche ein Wallfahrtsort mit einer Kapelle Sainte-Vigne, deren Standort heute unbekannt ist. Während des Mittelalters behielt Féas eine Erdhügelburg und ein Schloss auf einem höher gelegenen Felsen. Seit dem 15. Jahrhundert ist Féas mit einer Schule ausgestattet.

In der Folge des Edikts von Nantes war Féas einer der ersten acht Gemeinden im Béarn, die die katholische Religion wieder einführen musste. Der französische König Heinrich IV., der Unterzeichner des Edikts im Jahre 1598, war bereits seit 1572 gleichzeitig König von Navarra und selbst Anführer der Hugenotten in den Hugenottenkriegen, die mit dem Edikt allerdings beendet wurden.

Bevölkerungsverteilung und -fortschreibung Ortsteil ehemaligerINSEE-Code Fläche(km²) Höhenlage (m) Einwohnerzahlen (Census) 1851 1901 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2008 2013 2016 Ance 6402010,12 244 – 581434305202186186166183226215238244230224 Féas 6422513,71 211 – 475659440380357327312299404373381421412395 Ance Féas 6422523,83 211 – 5811.093745582543513478482630588619665642619

Sehenswürdigkeiten Kirche von Ance, gewidmet dem heiligen Stephanus. Die ältesten Teile der heutigen Kirche sind der Kirchturm und die beiden Weihwasserbecken am Fuß der Emporen, früher als im 18. Jahrhundert errichtet. Die restlichen Teile des Gebäudes sind im 18. Jahrhundert erbaut oder restauriert, wie die Inschrift 1766 auf dem Schlussstein des Westportals belegt. Im 19. Jahrhundert wurden die Seitenkapelle und die Sakristei hinzugefügt. Die heutigen Glasfenster wurden 1885 von den Glasmalern G.P. Dagrant aus Bordeaux und Auguste Montaut aus Oloron ausgeführt., abgerufen am 25. April 2026 Kirche von Féas, geweiht dem Apostel Bartholomäus, wurde vermutlich vor dem 17. Jahrhundert erbaut. Sie beherbergt eine reiche Ausstattung, u. a. mit einer Marienstatue und einem verzierten und vergoldeten Pult aus dem 17. Jahrhundert sowie acht Kerzenleuchtern, verziert und vergoldet aus Holz, und einem Prozessionskreuz aus dem 18. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur Ance Féas liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.

Verkehr Ance Féas ist angeschlossen an die Routes départementales 159, 359 und 919 (ehemalige Route nationale 648a) und ist über Linien des Busnetzes Transports 64 mit anderen Gemeinden des Départements verbunden.

Persönlichkeiten Robert Paparemborde (5. Juli 1948 – 18. April 2001), Rugby-Spieler und Trainer, geboren in Féas. Er hat in seiner aktiven Zeit 55 Mal in der französischen Nationalmannschaft gespielt und mit seinem Team dreimal das Six-Nations-Turnier, vergleichbar mit der Europameisterschaft, gewonnen.

Weblinks

Linienbusse „Transports 64“ des Départements Website des Interessenverbands AOP Ossau-Iraty (französisch) Website der Filière de l’AOC Porc Basque (französisch)

Einzelnachweise

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