Gerschon ist im Tanach der erstgeborene Sohn Levis und Stammvater der Gerschoniter.

Etymologie

Die Etymologie des Personennamens , Nebenform ist nicht eindeutig geklärt. Martin Noth vermutete eine Beziehung zu arabisch ǧaras „Schelle, Klingel“.Martin Noth: Die israelitischen Personennamen im Rahmen der gemeinsemitischen Namengebung. Kohlhammer, Stuttgart 1928, Nr. 363. Die von Hans Rechenmacher, Viktor Golinets und Annemarie Frank herausgegebene Datenbank Althebräische Personennamen leitet den Namen Geršôn dagegen von der Verbalwurzel g-r-š „vertreiben, verstoßen“ ab.Datenbank Althebräische Personennamen: גֵּרשׁוֹן

Vergleichbare Namen finden sich in anderen semitischen Onomastika: punisch יגרש JGRŠ (Zuordnung unsicher), ägyptisch-aramäisch גרשא GRŠ’ und nabatäisch גרשו GRŠW und אלגרשו ’LGRŠW. Der Samaritanische Pentateuch vokalisiert den Namen als Giršon. Die Septuaginta transkribiert ihn als , , und , die Vulgata als Gersam und Gersom.

Biblische Erzählung Gerschon An mehreren Stellen wird Gerschon als erstgeborener Sohn Levis genannt (so z. B. und ). Seine Brüder heißen Kehat und Merari, seine Schwester Jochebed . Die Söhne Gerschons sind nach Libni und Schimi. Gerschon ist nach der Stammvater der Gerschoniter, von seinen Söhnen stammen die Libniter und die Schimiter ab.

Gerschoniter Die Gerschoniter sind neben den Kehatitern und Meraritern eine der drei levitischen Familien. Als Leviten haben die Gerschoniter Dienst am Offenbarungszelt zu verrichten. Nach gehörte zu ihren Aufgaben: „Sorge für die Wohnstätte und das Zelt, für seine Decke und den Vorhang am Eingang des Offenbarungszeltes, für die Behänge des Vorhofs, für den Vorhang am Eingang des Vorhofs, der ringsum die Wohnstätte und den Altar umgibt, und für die Zeltstricke.“ Nach beträgt die Anzahl der männlichen Gerschoniter 7500. Von den Weihegaben der Stammesführer zur Einweihung des Offenbarungszeltes erhalten die Gerschoniter nach zur Erfüllung ihrer Aufgaben zwei Wagen und vier Rinder.

Im Land Kanaan erhalten die Leviten keinen eigenen Landbesitz. Stattdessen werden ihnen Städte zugewiesen, in denen sie wohnen können. Die Gerschoniter erhalten nach vier Städte vom Stamm Issachar (Kischjon, Daberat, Jarmut, En-Gannim), vier Städte vom Stamm Ascher (Mischal, Abdon, Helkat, Rehob), drei Städte vom Stamm Naftali (die Asylstadt Kedesch in Galiläa, Hammot-Dor, Kartan) und zwei Städte vom Stamm Manasse (die Asylstadt Golan im Baschan, Aschtarot).

Siehe auch Gershom bzw. Gerschom

Literatur

Art. גֵּרְשׁוֹן, In: Gesenius, 18. Aufl. 2013, S. 231f. Martin Noth: Die israelitischen Personennamen im Rahmen der gemeinsemitischen Namengebung. Kohlhammer, Stuttgart 1928, S. 38.223.240. Hans Rechenmacher: Althebräische Personennamen. Münster 2012, S. 202.

Einzelnachweise

Kategorie:Person im Buch Genesis Kategorie:Person im Buch Exodus Kategorie:Person im Buch Numeri Kategorie:Person im Buch Josua Kategorie:Person im 1. Buch der Chronik Kategorie:Person im 2. Buch der Chronik Kategorie:Volk in der Bibel