mini|Alte Gondel der Seefelder Jochbahn mit Blick Richtung Seefelder Plateau und Oberinntal mini|Bergstation im Jahr 2021 Die Seefelder Jochbahn ist eine Luftseilbahn (Pendelseilbahn) in Seefeld im österreichischen Bundesland Tirol, welche nach rund 60 Jahren im Dienst im März und April 2018 abgerissen und im selben Jahr neu errichtet wurde.

Sie führt von der Rosshütte (), zu der eine Standseilbahn von Seefeld führt, auf das Seefelder Joch (). Die Anlage befindet sich im Besitz der Bergbahnen Rosshütte Seefeld-Tirol-Reith AG in Seefeld in Tirol.Die Bergbahnen umfassen die Standseilbahn Seefeld-Rosshütte (–), die Härmelekopfbahn (–) und die Seefelder Jochbahn (–).

Name Der Name der Seilbahn leitet sich vom Seefelder Joch ab, auf dessen Spitze die Bahn führt. Joch bedeutet im Karwendel oft nicht eine Scharte, sondern einen Berggipfel.

Geschichte mini|Bergstation gegen das Wettersteingebirge, um 1960 Die erste Seilbahnanlage an dieser Stelle wurde 1957/1958 nach den Plänen des Seilbahnkonstrukteurs Karl Peter errichtet. Es wurde bei dieser Anlage eine vollautomatische Seilbahn ohne Wagenbegleiter errichtet, nachdem Karl Peter eine Demonstrations- und Versuchsanlage in Batschuns zuvor errichtet hatte und bei der Seilbahn Bergbahn Lech–Oberlech in praktischen Versuchen die Betriebssicherheit nachgewiesen hatte. Die Seilbahn wurde am 26. Juni 1958 eröffnet.

1981/1982 folgte ein Umbau der Seefelder Jochbahn. Auch die neuen Kabinen hatten eine Kapazität von 12 Personen.

2012 war die Seilbahn mit 14 Fahrgäste kurzfristig außer Betrieb, weil eine der Tragseilbremsen eingefallen war. Verletzt wurde niemand.Jochbahn: 14 Gäste in Gondel eingeschlossen, ORF.at vom 11. April 2012.

Technische Daten Neue Anlage (2018) mini|hochkant|Kabine der neuen Bahn Die neue Anlage der Seefelder Jochbahn nutzt die Stationsgebäude der alten Anlage mit verschiebbaren Bahnsteigen. Die Anlage wurde am 5. Dezember 2018 ohne weitere Auflage die Betriebsbewilligung erteilt.Seefelder Jochbahn ist betriebsbereit, Webseite der Fa. Steurer. Hersteller der seilbahntechnischen Anlage war die Firma Ludwig Steurer Maschinen und Seilbahnbau aus Doren in Vorarlberg.Angaben zu den technischen Daten: lift-world.info. Seilhöhe in der Talstation: Seilhöhe in der Bergstation: Höhenunterschied: 301 m Betriebslänge (schräge Länge): 849 m Fahrbetriebsmittel (Kabinen): 2 Fassungsvermögen Fahrbetriebsmittel: 25 Personen Höchstfahrgeschwindigkeit 6 m/s Fahrtzeit: ca. 2,4 Minuten größte Förderleistung je Stunde und Richtung: 400 Personen. Die neue Anlage wurde um mehr als 1 Million Euro teurer als geplant.Denise Daum: Neue Seefelder Jochbahn wird teurer als geplant, Tiroler Tageszeitung vom 6. September 2018.

Alte Anlage Die Seilbahnanlage konnte je zwölf Personen / Kabine transportieren. Seit längerer Zeit war eine umfassende Erneuerung der Seefelder Jochbahn in Gespräch. Die Förderleistung galt seit Jahren als ungenügend, um dem Fahrgastaufkommen zu entsprechen. Durch den Umbau der Anlage um etwa vier Millionen Euro soll die Gesamtkapazität der Förderleistung der Anlage im Vergleich zur jetzigen Anlage gesteigert werden.Daten siehe: lift-world.info. Seilhöhe in der Talstation: Seilhöhe in der Bergstation: Höhenunterschied: 302 m Betriebslänge (schräge Länge): 905 m Stützen: 1 Antriebsstation: Talstation Elektrische Steuerung von: Seilbahntechnik Graz mittlere Neigung: 35,60 % größte Neigung: 51 % Fahrbetriebsmittel (Kabinen): 2 Fassungsvermögen Fahrbetriebsmittel: 12 Personen Höchstfahrgeschwindigkeit 5 m/s Fahrtzeit: ca. 3,2 Minuten größte Förderleistung je Stunde und Richtung: 180 Personen.

Wandern Die Seefelder Jochbahn endete beim Seefelder Joch. Von dort sind mehrere Wandertouren möglich. Ein Panorama-Höhenweg führt zur Seefelder Spitze () und weiter zur Reither Spitze () und Nördlinger Hütte (). Ebenso ist der Abstieg ins Tal nach Seefeld möglich.

Anmerkungen und Einzelnachweise

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Kategorie:Erbaut in den 2010er Jahren