mini|Porträt des Wiener Universitätsrektors Johannes Adam Edler von Nettinghofen Johannes Adam Edler von Nettinghofen (Nettekoven) (* um 1680 in Rheinbach; † 2. November 1738 in Wien) war ein deutscher Jurist (Dr. jur. utr.), der als Rektor der Universität Wien in den böhmischen Ritterstand aufgenommen wurde und den Titel Niederösterreichischer Regimentsrat trug. Leben Nettinghofen wurde in Rheinbach geborenLaut Heiratsurkunde: Trauungsbuch der Pfarre Unsere Liebe Frau zu den Schotten, Wien, 02-23 (1721-1725), fol. 182v. und wuchs im benachbarten Meckenheim als Sohn einer Halfenfamilie auf.Ergibt sich aus: Kurt Mühlberger: „Die Matrikel der Universität Wien“, VII. Band 1715/16–1745/46, Böhlau Verlag Wien, 2011; Universitätsarchiv Wien, CA VA Fasz. 69 Nr. 1, fol. 2-13 (Testament des Johannes Adam von Nettinghofen) sowie Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abt. Rheinland, Herrschaft Meckenheim, Band 2e, Blatt 105 ff. Obwohl sein Vater als Pächter des kurfürstlichen Kölnhofs zu MeckenheimLandesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abt. Rheinland, Kurköln IV, Hofkammer, Akten Nr. 1374, Verpachtung des Kölnhofs zu Meckenheim, Pachtbrief vom 6. Februar 1683, Seite 14 ff. durchaus Ansehen genoss und über einen gewissen Wohlstand verfügte, verlief die Karriere Nettinghofens – gemessen an den sozialen Verhältnissen seiner Zeit – für einen jungen Mann bäuerlicher Herkunft dennoch ungewöhnlich.
Nach der AufnahmePublikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde VIII: „Die Matrikel der Universität Köln“, Band V, Hermann Keussen u. a., Droste Verlag GmbH, Düsseldorf, 1981. Siehe: 775 Rektorat, Nr. 117, 1694. an der Artesfakultät der Universität Köln und einem weiterführenden juristischen Studium an einer bis dato nicht bekannten Hochschule kam er 1705 an die juristische Fakultät der Universität Wien. 1728 wurde er Dekan dieser Fakultät und 1731 Rektor der Universität.Kurt Mühlberger: „Die Matrikel der Universität Wien“, VII. Band 1715/16–1745/46, Böhlau Verlag Wien, 2011.
Am 4. Juni 1732 wurde Johannes Adam Nettinghofen in den böhmischen Ritterstand erhoben.August von Doerr: "Der Adel der Böhmischen Kronländer", Band Nr. 163, 35, Prag, 1900. Zudem trug er den Titel Niederösterreichischer Regimentsrat.Albert Starzer: "Beiträge zur Geschichte der niederösterreichischen Statthalterei", Seite 456, K.K. Niederösterreichische Statthalterei, Wien, 1897.
Seiner Heimatstadt Meckenheim blieb er zeitlebens eng verbunden. Der dortigen Kirche stiftete er unter anderem im Jahre 1730 eine neue Orgel.Dr. Wilhelm Stüwer: „Aus der Vergangenheit Meckenheims“, Seite 75, in: „Heimatbuch der Stadt Meckenheim“, herausgegeben von der Stadt Meckenheim, 1954.
Einzelnachweise
Kategorie:Jurist in der Frühen Neuzeit Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien) Kategorie:Rektor (Universität Wien) Kategorie:Nobilitierter (Böhmen) Kategorie:Person (Rheinland) Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 17. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1738 Kategorie:Mann