mini|250px|Treffen Wladimir Putin mit Scheichülislam Allahşükür Paşazadə (Allahschükür Paschazade) in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku (10. Januar 2001) miniatur|Die Tezepir-Moschee in Baku auf einer aserbaidschanischen Briefmarke von 1997 Die Verwaltung der Muslime des Kaukasus (aserbaidschanisch Qafqaz Müsəlmanları İdarəsi; ; wiss. Transliteration: ) ist die oberste geistliche Verwaltungsbehörde der Muslime in der (trans)kaukasischen Region. Ihr Hauptsitz befindet sich in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku auf dem Gelände der Tezepir-Moschee. Sie wird von ihrem Vorsteher, Scheichülislam Allahşükür Paşazadə (Allahschükür Paschazade; geb. 1949), seit 1980 verwaltet. Adresse: Baku, M. F. Axundov-Straße 7. – abgerufen am 1. Januar 2017 Zweck der Institution ist die Unterstützung und Organisation aller Muslime (Sunniten und Schiiten) im Süd- und im Nordkaukasus. Ihr untersteht die Islamische Universität Baku. Es bestehen Niederlassungen in Georgien, Tschetschenien, Dagestan, Karatschai, Kalmückien, Kabardino-Balkarien, Adygeja, Inguschetien und Ossetien.taghribnews.com: Verwaltung der Muslime des Kaukasus eröffnet eine Repräsentanz in Georgien (abgerufen am 2. Januar 2017)

Geschichte Die Geschichte der Institution beginnt in der Zarenzeit in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts: 1823 wurde erstmals eine Organisation mit vergleichsweise kleinem Einflussbereich errichtet, unter der Leitung des Schiiten Achund Scheich Mahammadali Huseinzadeh, der bis 1846 als Scheichülislam tätig war; 1832 wurde zudem in Tiflis ein sunnitisches Muftiat gegründet. (archiviert bei archive.is) - abgerufen am 1. Januar 2017 & news.az: Caucasus Muslims Department brings archive documents to Baku – abgerufen am 1. Januar 2017 Ab 1872/1873 gab es die Geistliche Verwaltung der Muslime Transkaukasiens, „die jedoch als „Stellvertreter“ der Kolonialmacht wahrgenommen wurdeEva-Maria Auch, S. 24.“. In der Zeit der Sowjetunion wurde 1944 die Geistliche Verwaltung der Muslime des Kaukasus eingerichtet, wobei diese Bezeichnung bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion beibehalten wurde. (archiviert bei archive.is) - abgerufen am 1. Januar 2017 1992 erhielt die Institution ihren heutigen Namen.boell.de: Baku zwischen Orient und Okzident (16. Feb. 2016, Sevil Huseynova)http://www.azerbaijan.az/_GeneralInfo/_TraditionReligion/traditionReligion_02_r.html azerbaijan.az: Religionen im heutigen Aserbaidschan (russisch) – abgerufen am 1. Januar 2017 Im selben Jahr wurde Scheichülislam Allahşükür Paşazadə (Allahshukur Pashazade) von den religiösen Führern aus Aserbaidschan, Georgien, Dagestan, Kabardino-Balkarien, Inguschetien, Tschetschenien, Karatschai-Tscherkessien und Adygeja zum Vorsitzenden des Obersten Religiösen Rates der Kaukasusvölker gewählt.trend.az: Глава Управления мусульман Кавказа отмечает 60-летний юбилей (26. August 2009) - abgerufen am 1. Januar 2017 2003 wurde er dann auf dem XI. Kongress der Muslime des Kaukasus zum Scheichülislam auf Lebenszeit ernannt. Größere Moscheen sind die Tezepir-Moschee, die Ajdarbay-Moschee und die Heydar-Moschee, alle in Baku.vgl. qafqazislam.com – abgerufen am 2. Januar 2017

Siehe auch Oberster Religiöser Rat der Kaukasusvölker (Mitglieder)

Literatur Christine Hunner-Kreise: Erziehung zum "wahren" Muslim: islamische Bildung in den Institutionen Aserbaidschans. 2008 (Online-Teilansicht) Werner Ende, Udo Steinbach, Renate Laut (Hrsg.): Der Islam in der Gegenwart. 2005 (Online-Teilansicht) Eva-Maria Auch: „Zwischen Identitätsstiftung und Politisierung. Islam in Aserbaidschan.“ In: Bulletin der Schweizerischen Gesellschaft Mittlerer Osten und Islamische Kulturen, 39 (2015), S. 21–26. (Online)

Weblinks qafqazislam.com: Qafqaz Müsəlmanları İdarəsi – Offizielle Website der Verwaltung der Muslime des Kaukasus azertag.az: GROZNY APPELL an die Gläubigen von Aserbaidschan und an das ganze aserbaidschanische Volk – 28. August 2013 aserbaidschantourismus.de: Religion diyanet.gov.tr: Diyanet İşleri Başkanlığı ve Kafkas Müslümanları İdaresi arasinda “İşbirliği Protokolü” imzalandı (Unterzeichnung eines "Zusammenarbeitsprotokolls" zwischen der türkischen Abteilung für religiöse Angelegenheiten (unter Mehmet Görmez) und der Verwaltung der Muslime des Kaukasus)

Einzelnachweise und Fußnoten

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