Nacken ist eine Hofschaft in der bergischen Großstadt Solingen.

Lage und Beschreibung Nacken befindet sich am Ufer des Nacker Baches im äußersten Südwesten des Solinger Stadtbezirks Mitte an der Grenze zu Höhscheid und Merscheid. Der nach dem Ort benannte Nacker Bach entspringt im II. Heidberg, verläuft in südwestlicher Richtung in einem bewaldeten Bachtal über Nacken und Brücke, ehe er schließlich bei Haasenmühle in die Wupper mündet. Die im Talgrund befindliche Hofschaft ist über den Nacker Weg zu erreichen, der im Norden von der Mangenberger Straße und im Süden von der Hossenhauser Straße abzweigt. Im Ort sind noch mehrere historische Fachwerkbauten erhalten, die heute unter Denkmalschutz stehen.

Benachbarte Orte sind bzw. waren (von Nord nach West): Hoffnung, Waardt, Jakobshäuschen, Geilenberg, Kotter Hammer, Hossenhaus, Obenkatternberg, Schaafenmühle, Schmalzgrube und Hübben.

Etymologie Laut Dittmaier ist Nacken ein Formwort für Bodenerhebungen. Das Wort kommt auch in Vossnacken bei Velbert-Langenberg sowie Scharpenacken bei Wuppertal-Ronsdorf vor.

Geschichte Nacken war bereits im 15. Jahrhundert vorhanden. Der Ort wird erstmals urkundlich im Zehntregister des Klosters Altenberg aus dem Jahre 1488 als zom Nacken erwähnt.Hans Brangs: Erklärungen und Erläuterungen zu den Flur-, Orts-, Hof- und Straßennamen in der Stadt Solingen. Solingen 1936 Im Jahre 1639 findet der Ort im reformierten Taufbuch Wald als Auf dem Nacken Erwähnung.

Im Jahre 1715 ist der Ort in dem Kartenwerk Topographia Ducatus Montani, Blatt Amt Solingen, von Erich Philipp Ploennies mit einer Hofstelle verzeichnet und als a. Nacken benannt. Er gehörte zur Honschaft Katternberg innerhalb des Amtes Solingen. Die Topographische Aufnahme der Rheinlande von 1824 verzeichnet den Ort als Nacken und die Preußische Uraufnahme von 1844 erneut als Nacken. In der Topographischen Karte des Regierungsbezirks Düsseldorf von 1871 ist der Ort ebenfalls als Nacken verzeichnet.Topographische Karte des Regierungsbezirks Düsseldorf. Entworfen und ausgeführt nach den Katastral-Aufnahmen und den denselben zum Grunde liegenden und sonstigen trigonometrischen Arbeiten durch den kgl. Regierungssekretär W. Werner. Hrsg. von dem kgl. Regierungssekretär F. W. Grube. 4. rev. Auflage / Verlag von A. Bagel in Wesel, 1859 / Ddf., 17. Dez. 1870. J. Emmerich, Landbaumeister. - Nach den ministeriellen Abänderungen berichtigt. Ddf. d. 1. Sept. 1871. Bruns.

Nach Gründung der Mairien und späteren Bürgermeistereien Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte Nacken zur Bürgermeisterei Höhscheid. 1815/16 lebten 49, im Jahr 1830 59 Menschen im als Weiler bezeichneten Nacken.Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf, 1836Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830 1832 war der Ort weiterhin Teil der Honschaft Katternberg innerhalb der Bürgermeisterei Höhscheid. Der nach der Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf als Hofstadt kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit zehn Wohnhäuser und zehn landwirtschaftliche Gebäude. Zu dieser Zeit lebten 68 Einwohner im Ort, davon 15 katholischen und 53 evangelischen Bekenntnisses. Die Gemeinde- und Gutbezirksstatistik der Rheinprovinz führt den Ort 1871 mit acht Wohnhäusern und 80 Einwohnern auf. Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland von 1888 werden für Nacken 14 Wohnhäuser mit 84 Einwohnern angegeben.Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888. 1895 besitzt der Ortsteil 12 Wohnhäuser mit 75 Einwohnern und gehörte kirchlich zum katholischen Kirchspiel Solingen,Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897. 1905 werden elf Wohnhäuser und 89 Einwohner angegeben.Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1909.

Mit der Städtevereinigung zu Groß-Solingen im Jahre 1929 wurde Nacken ein Ortsteil Solingens. Seit den Jahren 1984/1986 stehen von den historischen Fachwerkhäusern in Nacken die Gebäude Nacken 1, 1a, 3, 5, 9 sowie das Gebäude Nacker Weg 47 unter Denkmalschutz.. Stadt Solingen, 1. Juli 2015, abgerufen am 1. Januar 2017 (PDF, Größe: 129 kB).

Weblinks

Marina Alice Mutz: Hofschaft Nacken in: Zeitspurensuche.de

Quellen

Kategorie:Ortsteil von Solingen Kategorie:Ersterwähnung 1488