Ellen Waldeck (* 7. August 1901 als Ellen Karla Klara Eichelmann in Hannover; † 4. Oktober 1998 in Hamburg) war eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.
Leben und Wirken Die Tochter des Kaufmanns Paul Eichelmann und seiner Frau Emilie, geb. Backs,Stadtarchiv Hannover, Geburtsregister Standesamt Hannover, Nr. 4463/1901. erhielt eine Ausbildung bei Max Reinhardt an der Schauspielschule des Deutschen Theaters in Berlin. 1926 heiratete sie Axel Krohn-Waldeck, den Direktor des Neuen Schauspielhauses in Königsberg,Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Königsberg i. Pr. I, Nr. 312/1926 (online bei Ancestry, kostenpflichtig). doch sind Theatertätigkeiten erst nach dem Jahr 1945 nachweisbar. So hatte sie unter anderem in der Spielzeit 1948/1949 Auftritte an den Städtischen Bühnen in Kiel und von 1951 bis 1955 ein Engagement am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Dort konnte man sie 1953 als Mutter in Jean Anouilhs Jeanne oder Die Lerche und 1954 als Zigeunerin in Tennessee Williams Camino Real sehen. Es folgte von 1955 bis 1967 eine Verpflichtung an das Theater der freien Hansestadt Bremen und von 1966 bis 1969 erneut in Hamburg an das Deutsche Schauspielhaus und anschließend für die Spielzeit 1970/1971 an das Junge Theater. Von 1971 bis 1980 war sie Ensemblemitglied an den Hamburger Kammerspielen.
Ab den 1950er-Jahren wirkte Ellen Waldeck auch in einigen Film- und Fernsehproduktionen mit. Darunter befand sich der Spielfilm Das Sonntagskind von Kurt Meisel mit Heinz Rühmann, Hannelore Bollmann, Werner Peters und Günther Lüders.
Ellen Waldeck war ab 1950 auch in sehr vielen Hörspielen als Sprecherin tätig. So sprach sie in Axel Eggebrechts Einer zahlt seine Schuld unter der Regie von Fritz Schröder-Jahn neben Cay Dietrich Voss, Alexander Hunzinger und Inge Meysel.Einer zahlt seine Schuld auf ARD-Hörspieldatenbank online; abgerufen am 29. Dezember 2016.
Hochbetagt starb Ellen Waldeck 1998 in ihrer Hamburger Wahlheimat.Standesamt Hamburg-Nord, Sterbebuch Standesamt Hamburg-Barmbek/Uhlenhorst, Nr. 2087/1998, zitiert nach dem amtlichen Vermerk im Geburtsregister.
Filmografie (Auswahl) 1954: Der Briefträger ging vorbei (Fernsehfilm) 1956: Das Sonntagskind 1966: Frühlings Erwachen (Fernsehfilm) 1967: Egmont (Fernsehfilm) 1968: Septembergewitter (Fernsehfilm) 1969: Der Hausfreund (Fernsehfilm) 1978/79: Vorsicht Falle! (Fernsehreihe, mehrere Folgen)
Hörspiele (Auswahl)
Literatur Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theaterlexikon. Band V, Uber – Weisbach. De Gruyter, Berlin [u. a.] 2000, ISBN 978-3-907820-40-7, S. 2935 (abgerufen über De Gruyter Online). Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 781. Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1818.
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