mini|Arman T. Riahi am red carpet der Romyverleihung 2018 in der Hofburg in Wien, Österreich.
Arman T. Riahi (; kurz für Arman Tajmir-Riahi; * 1981 in IranInteressengemeinschaft Österreichischer Dokumentarfilm: Arman T. Riahi. Abgerufen am 28. Dezember 2016.) ist ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor.
Leben Arman T. Riahi wurde in der 1979 gegründeten Islamischen Republik Iran geboren. Seine Familie, darunter sein Bruder, der Filmregisseur Arash T. Riahi, flüchtete um 1983/84 nach Österreich.derStandard.at: Film-Regisseur Arman T. Riahi: „Wir sind die Quotentschuschen“. Artikel vom 5. August 2018, abgerufen am 5. August 2018.Peter Angerer: „Die Migrantigen“: Fatale Rollenspiele mit Fremden. In: Tiroler Tageszeitung, 3. Juni 2017. Arman Riahi wuchs in Wien auf und machte bereits als Schüler Kurzfilme. An der Fachhochschule St. Pölten studierte er Medientechnik, ein Praktikumssemester absolvierte er als Grafik- und Screendesigner in London. Das Studium schloss er 2004 als Dipl.-Ing. (FH) ab.
Seit 2005 arbeitet Riahi als freier Regisseur und Autor. 2005 wurde er für seinen Kurzfilm Elektronikschrott mit dem ORF-Kurzfilmpreis Shorts on Screen 05 ausgezeichnet. Für den ORF gestaltete als Regisseur im Rahmen der Programmschiene Donnerstag Nacht unter anderem Episoden von Sunshine Airlines und der Sendung ohne Namen. Sein erster Kinodokumentarfilm Schwarzkopf über den Rapper Nazar, bei dem Arman Riahi Regie führte und für das Drehbuch verantwortlich zeichnete, wurde 2011 auf der Diagonale mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Gemeinsam mit seinem Bruder Arash drehte er 2013 den Kinodokumentarfilm Everyday Rebellion, zu dem die beiden auch das Drehbuch entwickelten. 2016 folgte deren Dokumentarfilm Kinders.Verband Filmregie Österreich: Arman T. Riahi, abgerufen am 28. Dezember 2016.
Ebenfalls 2016 drehte Arman T. Riahi mit Die Migrantigen seinen ersten Spielfilm, zu dem er gemeinsam mit Aleksandar Petrović und Faris Endris Rahoma das Drehbuch entwickelte.Die ROMY-Gala als Filmset. In: „Kurier“, 21. April 2016. Die Uraufführung der Bühnenfassung erfolgte im September 2019 an den Wiener Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt.Wiener Zeitung: Die Josefstadt lädt zu Nestroy und Peymann. Artikel vom 15. Mai 2019, abgerufen am 28. Mai 2019.Kammerspiele der Josefstadt: Arman T. Riahi, Aleksandar Petrović und Faris Rahoma: Die Migrantigen: Uraufführung. Abgerufen am 28. Mai 2019. Sein im Oktober 2020 am Internationalen Filmfestival Warschau uraufgeführter Spielfilm Fuchs im Bau wurde im Juni 2021 als Eröffnungsfilm der Diagonale in Graz gezeigt. Beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2021 wurde der Film mit dem Regiepreis, Fritz-Raff-Drehbuchpreis und Preis der Jugendjury ausgezeichnet.
Mit Siebenundfünfzig schrieb er sein erstes Theaterstück, das er 2025 am Landestheater Niederösterreich inszenierte.
Arman T. Riahi ist Mitglied der Akademie des Österreichischen Films und im Verband Filmregie Österreich., hrsg. von der Akademie des Österreichischen Films, abgerufen am 28. Dezember 2016.
Filmografie (Auswahl) 2005: Elektronikschrott (Kurzfilm, Regie und Drehbuch) 2006–2007: Sunshine Airlines (Fernsehserie, Regie, zwei Episoden) 2006–2007: Sendung ohne Namen (Fernsehserie, Regie, fünf Episoden) 2009–2011: Momentum – What drives you (Dokumentarfilmreihe, Regie) 2011: Schwarzkopf (Dokumentation, Regie und Drehbuch) 2013: Everyday Rebellion (Dokumentation, Regie und Drehbuch) 2016: Kinders (Dokumentation, Regie und Drehbuch) 2017: Die Migrantigen (Regie und Drehbuch) 2020: Fuchs im Bau (Regie und Drehbuch) 2022: Schrille Nacht (Regie und Drehbuch) 2023: Landkrimi – Dunkle Wasser (Fernsehreihe)
Auszeichnungen und Nominierungen 2005: ORF-Kurzfilmpreis Shorts on Screen 05 für Elektronikschrott 2011: Diagonale-Publikumspreis für Schwarzkopf 2013: B3 BEN Award "Transmedial" der B3 Biennale des bewegten Bildes für Everyday Rebellion 2016: Diagonale-Publikumspreis für Kinders, gemeinsam mit Arash T. Riahi 2017: Österreichischer Filmpreis 2017 – Nominierung in der Kategorie Bester Dokumentarfilm für KindersÖsterreichischer Filmpreis: "Thank You For Bombing" meistnominiert. In: „Kurier“, 14. Dezember 2016. 2017: Filmfestival Max Ophüls Preis – Publikumspreis Spielfilm für Die Migrantigen. Abgerufen am 29. Jänner 2017. 2018: Österreichischer Filmpreis 2018 – Nominierung in den Kategorien Bester Spielfilm und Bestes Drehbuch für Die Migrantigen. Abgerufen am 6. Dezember 2017. 2018: Romyverleihung 2018 – Auszeichnung in der Kategorie Bestes Buch Kinofilm, Nominierung in der Kategorie Bester Kinofilm für Die MigrantigenKurier: ROMY-Akademie: Es geht um die Besten der Besten. Artikel vom 3. März 2018, abgerufen am 3. März 2018.Kurier: Die Gewinner der Akademie-Romy 2018. Artikel vom 5. April 2018, abgerufen am 6. April 2018. 2020: MigAwards – Persönlichkeit des Jahres 2021: Filmfestival Max Ophüls Preis – Beste Regie, Fritz-Raff-Drehbuchpreis und Preis der Jugendjury für Fuchs im Bau 2021: Preis der Saarland Medien GmbH des Günter-Rohrbach-Filmpreises für die Regie von Fuchs im Bau 2022: Österreichischer Filmpreis 2022 – Nominierung in den Kategorien Bester Spielfilm, Beste Regie und Bestes Drehbuch für Fuchs im Bau 2022: Romyverleihung 2022 – Nominierung in der Kategorie Bestes Drehbuch Kino für Fuchs im Bau 2023: 7. Drehbuchwettbewerb If She Can See It, She Can Be It – Auszeichnung mit dem Hauptpreis für Riot/Girl 2025: Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2025: Nominierung in der Kategorie Beste Bundesländer-Aufführung für Siebenundfünfzig am Landestheater Niederösterreich
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Romy-Preisträger Kategorie:Mitglied der Akademie des Österreichischen Films Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1981 Kategorie:Mann