mini|Jelisaweta Glinka (Dezember 2016) Jelisaweta Petrowna Glinka (, bekannt auch als Dr. Lisa, ; * 20. Februar 1962 in Moskau; † 25. Dezember 2016 in der Nähe von Sotschi, Russland) war eine russische Ärztin. Sie war die Leiterin der Hilfsorganisation Gerechte Hilfe und kam beim Absturz einer Tupolew Tu-154 ums Leben.
Leben Glinka absolvierte 1986 ein Studium am 2. Moskauer Medizinischen Institut (MOLGMI) in Moskau. Sie heiratete in den USA und erhielt 1991 eine zweite medizinische Ausbildung als Palliativmedizinerin an der Dartmouth Medical School der Universität Dartmouth College. Sie arbeitete fünf Jahre lang in verschiedenen Spezialkliniken. Als ihre Mutter erkrankte, kehrte sie nach Russland zurück. Glinka gründete 2007 die Hilfsorganisation Gerechte Hilfe. Diese hilft kostenlos Krebskranken, materiell schwächeren Menschen und Obdachlosen. Sie hat nach Überschwemmungen und nach Waldbränden Hilfe organisiert. Seit November 2012 war Glinka Mitglied des Rates des Präsidenten der Russischen Föderation für die Entwicklung der Zivilgesellschaft und der Menschenrechte. Glinka wird in Russland einfach nur „Dr. Lisa“ genannt.„Einfach nur Dr. Lisa“ goethe.de, Juni 2011, abgerufen am 27. Dezember 2016. Glinka hatte zahlreiche schwerkranke Kinder aus den international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk nach Russland gebracht, um sie medizinisch zu versorgen. Sie brachte Medikamente nach Syrien und organisierte dort medizinische Hilfe. Bei der feierlichen Zeremonie Anfang Dezember 2016 im Kreml nach Übergabe einer Auszeichnung von Wladimir Putin für ihr Engagement hatte Glinka gesagt: Tränen, aber auch Häme nach dem Flugzeugabsturz von Sotschi heise.de, 27. Dezember 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016.
Glinka starb beim Absturz eines Flugzeugs des russischen Verteidigungsministeriums, das von Moskau auf dem Weg nach Syrien war. Sie wollte persönlich Medikamente im Spital in Aleppo abgeben. Sie war Mutter dreier Kinder. Das Kinderspital in Grosny trägt ihren Namen.Kadyrov names children’s hospital in Grozny after late Dr. Lisa rbth.com, englisch, 27. Dezember 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016.
Auszeichnungen Orden der Freundschaft – 2012
Dokumentarfilm Мой друг доктор Лиза (Meine Freundin Dr. Lisa) – 2009
Weblinks
Einzelnachweise
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