Die Chronik des Eisernen Druiden (Originaltitel: The Iron Druid Chronicles) ist eine neunbändige Urban Fantasy-Romanreihe des US-amerikanischen Autors Kevin Hearne. In den Vereinigten Staaten wurde sie durch Del Rey Books veröffentlicht, die deutschsprachigen Ausgaben erschienen durch die Hobbit Presse, übersetzt von Alexander Wagner und Friedrich Mader. Alle deutschsprachigen Bände wurden zudem als Hörbuch vertont. Der aus der Ich-Perspektive erzählende Protagonist ist der rund zweitausendeinhundert Jahre alte irische Druide Siodhachan Ó Suileabháin, genannt Atticus O’Sullivan. Dieser bestreitet als letzter lebender Druide etliche Abenteuer, in denen er auf Gestalten aus verschiedenen Mythologien trifft, unter anderem der griechischen, nordischen und keltischen.
Die Bücher Gehetzt OriginaltitelHoundedErschienen 3. Mai 2011 (USA) 2013 (Deutschland)ÜbersetzerAlexander Wagner
Der Ire Atticus O’Sullivan lebt seit zehn Jahren in Arizona und betreibt dort einen Buchladen mit pharmazeutischer Theke. Doch in Wirklichkeit ist er ein uralter Druide, der schon seit über 2000 Jahren lebt. Durch die Kräuterkunde Airmeds bleibt sein Körper der eines 21-Jährigen und erlaubt es ihm, sein tatsächliches Alter von zweitausendeinhundert Jahren zu verbergen. Seit die Römer alle Druiden außer ihm töteten, versteckt sich Atticus als letzter Druide vor seinen zahlreichen Feinden aus der Götter- und Feenwelt. Besonders Aenghus Óg, der keltische Gott der Liebe, hegt einen großen Hass gegen ihn. Atticus hatte vor Jahrhunderten bei der Schlacht gegen Conn Cétchathach das Schwert Fragarach erbeutet und Aenghus als angeblich rechtmäßigem Besitzer die Rückgabe verweigert. Nachdem er sich lange Zeit verstecken konnte, spürte ihn Aenghus schließlich doch in Arizona auf. Nachdem zwei Attentatsversuche auf ihn scheitern, bei denen unter anderem Bres von Atticus getötet wird, begibt sich dessen Frau Brighid zu ihm. Die Göttin erklärt ihm, dass Aenghus sich nicht nur rächen will, sondern Fragarach gegen sie richten und sie als Oberhaupt der Túatha Dé Danann verdrängen will. Da sie ihren Mann als Verräter sieht und auch ihren Bruder Aenghus nicht unterstützt, hilft sie stattdessen Atticus. Sie warnt ihn davor, dass Aenghus die menschliche Polizei gegen ihn manipuliert und Pakte mit einem polnischen Hexenzirkel, den Fomori und einigen weiteren Kreaturen geschlossen hat. Tatsächlich wird er kurz darauf von einem durch Aenghus kontrollierten Polizisten angeschossen, was ihn dazu bringt, in die Offensive zu gehen. Jedoch wird er mit einem neuen Problem konfrontiert, als eine alte indische Hexe namens Laksha, deren Geist in der hübschen Barkeeperin Granuaile lebt, seine Dienste fordert. Sie verspricht ihm, den Hexenzirkel auszuschalten, wenn er ihr ein Amulett beschafft, dass sich im Besitz der Hexen befindet und ihre eigenen Kräfte verstärkt. Gleichzeitig möchte die echte Granuaile, die durch Laksha von der magischen Welt erfahren hat, Lehrling von Atticus werden. Atticus willigt ein unter der Bedingung, dass Laksha, wenn sie ihr Amulett zurückbekommen und einen neuen Körper gefunden hat, außerhalb seines Territoriums bleibt. Kaum ist die Abmachung getroffen, erfährt Atticus, dass sein Hund Oberon und sein Werwolf-Anwalt Hal Hauk durch den Hexenzirkel entführt wurden. Sie verlangen, dass Atticus das Schwert Aenghus Óg zurückgeben soll, wenn seine Freunde weiterleben sollen. Mit der Hilfe des Rudels von Hal und Laksha begibt er sich in eine abgelegene Wüste, wo der Hexenzirkel und Aenghus warten. Der Gott hat eine Pforte zur Hölle geöffnet, wodurch Dutzende von Dämonen auf die Erde gelangen. Im anschließenden Kampf kann Laksha die Hexenanführerin Randomila töten, die restlichen werden durch das Werwolf-Rudel getötet. Atticus schafft es, Aenghus Óg zu erschlagen und mit ihm die meisten Dämonen. Jedoch werden einige Werwölfe durch den Angriff verletzt und einer getötet, während Atticus die Kraft der mit ihm verbündeten Morrígan annehmen muss, um zu gewinnen. Kurz darauf offenbart ihm Flidais, dass sie Hal und Oberon im Auftrag von Brighid entführt hat, um Atticus einen Grund zu geben, sich dem Kampf zu stellen und nicht mehr zu fliehen. Atticus kehrt mit Aenghus' Schwert Moralltach als Trophäe nach Hause zurück, um sich von dem Kampf zu erholen.
Verhext OriginaltitelHexedErschienen 7. Juni 2011 (USA) 2014 (Deutschland)ÜbersetzerAlexander Wagner
Durch das Erschlagen von Aenghus Óg und Bres hat Atticus die ihm gewidmete Aufmerksamkeit um ein Vielfaches gesteigert. Etliche Götter wollen ihn als Söldner für eigene Feldzüge gewinnen, die meisten wollen jedoch nur nicht selbst von ihm heimgesucht werden. Während sein Vampir-Anwalt Leif Helgarson versucht, ihn zu einem Rachefeldzug gegen den nordischen Donnergott Thor zu bewegen, gerät Atticus’ Wohnsitz ins Fadenkreuz einiger Bacchantinnen, die durch die von ihm vernichteten Hexen nicht mehr in Schach gehalten werden. Die von Atticus’ Feldzug übriggebliebenen Hexen, nun unter der Führung von Malina Sokolowski, haben sich ihm zwar angeschlossen, sind aber nicht stark genug für eine Verteidigung ihres Territoriums. Da Atticus’ Magie gegen diese Kreaturen machtlos ist, muss er erneut auf die Hilfe von Laksha, die inzwischen einen neuen Körper gefunden hat, zurückgreifen. Als Gegenleistung fordert sie, dass er ihr einen von Iduns goldenen Äpfeln aus Asgard bringt, die ihren Körper jung halten sollen. Da Malina ihm jedoch die falsche Anzahl von Bacchantinnen genannt hatte, tötet Laksha nur die ausgemachte Anzahl und verschwindet anschließend. Atticus gelingt es zwar, zwei der übrigen Bacchantinnen zu töten, doch eine entkommt, um ihrem Herrn Bacchus Bericht zu erstatten. Unterdessen sieht sich Atticus bereits neuen Gefahren gegenüber. Ein Zirkel von deutschen Hexen, mit denen er bereits im Zweiten Weltkrieg zu schaffen hatte, ist im Begriff, die unterlegenen polnischen Hexen von Malina anzugreifen und ihr Territorium zu beschlagnahmen. Gleichzeitig tauchen zwei mysteriöse Kabbalisten auf, die in Atticus eine Gefahr sehen, da er mit dunklen Kreaturen wie Werwölfen, Vampiren und Hexen verkehrt. Nachdem mehrere Attentatsversuche der deutschen Hexen scheitern, versucht Atticus, seine Schülerin Granuaile, seinen Hund Oberon und die mit ihm eng befreundete Witwe MacDonagh zu schützen. Letztlich sieht er sich jedoch gezwungen, Leif um Hilfe zu bitten, während er ihm verspricht, bei seiner Jagd auf Thor zu helfen. Gemeinsam mit den übrigen polnischen Hexen gelingt es ihnen, den deutschen Zirkel und die mit ihnen im Bunde stehenden Dämonen zu vernichten, wobei eine von Malinas Hexen stirbt, als sich einer der Kabbalisten einmischt. Fälschlicherweise hält er Atticus und seine Verbündeten für die dunklen Mächte, was diese ihm nach der Schlacht zu beweisen versuchen. Sie lassen ihn trotz des Mordes gehen, da sie sonst mit einer viel größeren Zahl seiner Sorte zu rechnen haben. Nachdem die Schlacht geschlagen ist, sieht Atticus die Zeit für gekommen, sich um das verwüstete Land zu kümmern, das Aenghus Óg bei der Öffnung des Höllentors hinterlassen hat.
Gehämmert OriginaltitelHammeredErschienen 5. Juli 2011 (USA) 2015 (Deutschland)Übersetzer Friedrich Mader Alexander Wagner
Atticus muss nun Laksha für ihre Hilfe bei der Vernichtung der Bacchantinnen entschädigen. Er reist nach Asgard, um einen von Iduns goldenen Äpfel zu stehlen. Dabei wird er jedoch von den Nornen entdeckt, die er in Notwehr erschlagen muss. Zwar gelingt es ihm, einen Apfel zu entwenden, wird nun jedoch von Odin und den Walküren verfolgt. Indem er Odins Pferd Sleipnir zu Fall bringt, gelingt ihm jedoch die Flucht. Zurück in der Heimat konfrontieren ihn erneut eine Gruppe von Kabbalisten. Allein das Auftauchen von Jesus Christus selbst verhindert, dass sie ihn ermorden, indem er ihnen versucht beizubringen, dass Atticus kein Dämonenanhänger ist. Da Atticus auch bei Leif Helgarson eine Schuld zu begleichen hat, muss er kurz darauf erneut nach Asgard und dem Vampir helfen, Thor zu töten. Da der Gott mehrere Feinde hat, sammelt Leif noch weitere Verbündete; Gunnar Magnusson, Leifs Anwaltspartner, den slawischen Donnergott Perun, den Unsterblichen Zhang Guo Lao und den finnischen Helden Väinämöinen. Atticus, der als Druide die mythischen Gefilde wechseln kann, soll die Gruppe nach Asgard bringen. Dafür muss er jedoch einen Einblick in das Leben der Fremden bekommen, da er außer Gunnar und Leif keinen der Gruppe kennt. Daher erzählen sie sich die jeweiligen Geschichten, warum sie Thor tot sehen wollen. Nachdem die mentale Verbindung der Gruppe stark genug ist, schafft es Atticus, alle nach Jötunheim zu bringen. Dort gelingt es ihnen, die Frost-Jötunnen als Verbündete zu gewinnen, um die Asen anzugreifen. Tatsächlich gelingt es ihnen, als sie Asgard erreichen, den Gott Heimdall zu töten und Thor aus der Reserve zu locken. Allerdings flüchtet er, als er die Übermacht gegen sich erfasst und kehrt mit seinem Vater Odin und einigen anderen Göttern zurück. Im anschließenden Gefecht werden fünfzehn der zwanzig Jötunnen getötet, ebenso Väinämöinen und Gunnar Magnusson. Im Gegenzug lassen die Götter Uller, Freyr und die Walküren ihr Leben. Leif gelingt es, Thor im Zweikampf zu besiegen, allerdings wird er selbst dabei enthauptet. Atticus, selbst schwer verletzt, versucht den von Thors Hammer zerschmetterten Kopf wieder zusammenzusetzen, damit Leifs Vampirheilkräfte ihm möglicherweise wieder untotes Leben einhauchen können. Nachdem sich Atticus selbst weitestgehend heilen kann, kehrt er mit Perun und Zhang Guo Lao zurück zur Erde, wo sie Väinämöinen begraben. Kurze Zeit später trennen sich die drei Überlebenden. Atticus nimmt Gunnars Leichnam mit, um dem Wehrwolfrudel sein Alpha zurückzubringen, ebenso Leif. Hal Hauk, bisher der zweite in der Rangfolge und nun Alphatier, ermöglicht Atticus und Granuaile mit neuen Ausweisen die Flucht, da nun etliche Götter und magische Wesen Jagd auf sie machen werden, und sie sich nun einen neuen Rückzugsort suchen müssen.
Getrickst OriginaltitelTrickedErschienen 24. April 2012 (USA) 2016 (Deutschland)ÜbersetzerFriedrich Mader
Nach seinem Raubzug in Asgard sieht Atticus keine andere Möglichkeit, sich vor den ihn jagenden Göttern zu verstecken, als zu sterben. Daher bittet er den Trickster-Gott Coyote der Diné, seine Gestalt anzunehmen und sich töten zu lassen. Die List gelingt, und da der gestaltwandelnde Coyote nicht zu töten ist, erscheint er kurze Zeit später wieder in neuer Form. Im Gegenzug verlangt der verschlagene Gott, dass Atticus ihm bei einem Projekt helfen soll. Wie dieses aussieht, erfährt Atticus erst später: er soll mithilfe des hiesigen Elementargeistes auf dem Colorado-Plateau ein Goldvorkommen erzeugen, welches als Startkapital dienen soll, um erneuerbare Energien zu etablieren. Was Coyote verschweigt: Nahe dem Bauplatz für das Dorf, von wo aus das Gold geschürft werden soll, leben zwei Skinwalker, von mächtigen Geistern besessene Hautwechsler. Coyotes Plan ist, dass Atticus diese für ihn erledigen soll, da er auch seine Schülerin Granuaile beschützen muss, die er für ihre Ausbildung mitgenommen hat. Hel, die Göttin des Todes aus dem nordischen Pantheon, gelingt es Atticus aufzuspüren und fordert ihn auf, sich ihr bei der Umschreibung von Ragnarök anzuschließen. Als er sich weigert, belegt sie die Skinwalker und ihren Hund Garm mit einem Bann, der sie dazu zwingt, Atticus umzubringen. Erneut muss Coyote als Beute herhalten, damit dieser Bann gebrochen wird, doch nun verteidigen die Skinwalker ihr Revier, wie es vor Hels Auftreten von Coyote vorgesehen war. Unterdes macht Atticus mit Granuaile Fortschritte und täuscht auch ihren Tod vor, sodass sie als Lehrer und Schüler ein neues Leben beginnen können.