(8993) Ingstad ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 30. Oktober 1980 von dem dänischen Astronomen Richard Martin West am La-Silla-Observatorium der Europäischen Südsternwarte in Chile (IAU-Code 809) entdeckt wurde.

Mittlere Sonnenentfernung (große Halbachse), Exzentrizität und Neigung der Bahnebene des Asteroiden entsprechen grob der Phocaea-Familie, einer Gruppe von Asteroiden, die nach (25) Phocaea benannt ist. Die Sonnenumlaufbahn von (8993) Ingstad ist mit mehr als 23° stark gegenüber der Ekliptik des Sonnensystems geneigt, was charakteristisch für Phocaea-Asteroiden ist.

(8993) Ingstad wurde am 24. Juni 2002 nach dem norwegischen Archäologen, Schriftsteller und Abenteurer Helge Ingstad (1899–2001) benannt. Die Benennung erfolgte nach Vorschlägen aus einem Wettbewerb, den die Radiosendung Nitimen des norwegischen Radiosenders NRK P1 in Zusammenarbeit mit dem Astrofestival 2001 durchgeführt hatte.Nitime-asteroidene endelig "døpt". Artikel des Astrophysikers Knut Jørgen Røed Ødegaard und des Moderators Olav Viksmo Slettan vom 19. September 2002 auf der Website des norwegischen Rundfunks (Norsk rikskringkasting)

Siehe auch Liste der Asteroiden

Weblinks

(8993) Ingstad in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory der NASA am California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena, Kalifornien (englisch) Discovery Circumstances von (8993) Ingstad gemäß dem Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union beim Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge, Massachusetts (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Hauptgürtelasteroid unter 50 km Durchmesser Kategorie:Asteroid ohne zugewiesene Asteroidenfamilie