Ellen Kositza (verh. Ellen Kubitschek, vormals verh. Ellen Schenke;Andreas Speit: „Political Correctness“ unerwünscht. In: die tageszeitung, 6. Februar 2016, S. 3. * 1. Dezember 1973 in Offenbach am Main) ist eine deutsche Journalistin und Publizistin der Neuen Rechten.

Leben Ellen Kositza stammt aus dem hessischen Offenbach am Main. Mit ihrem Ehemann Götz Kubitschek, einem maßgeblichen Akteur der Neuen Rechten, hat sie fünf Kinder. Zwei Kinder wurden während ihres Studiums in ihrer ersten Ehe geboren. Kositza lebt mit ihrer Familie auf einem ehemaligen Rittergut im sachsen-anhaltischen Schnellroda.

Sie studierte in den 1990er-Jahren Lehramt.Michael Klonovsky: . In: Focus, 9. Oktober 1995, Ausgabe 41, S. 78–80. Noch während ihres Studiums 1993 wurde sie Stammautorin der Zeitung Junge Freiheit. Dort war sie u. a. für den Bereich Dark Wave zuständig.Stefan Lindke: Der Tabubruch von heute ist der Mainstream von morgen. Die ›Neue Deutsche Härte‹ als ästhetisches Spiegelbild der wiedererstarkten Nation. In: Andreas Speit (Hrsg.): Ästhetische Mobilmachung. Dark-Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien. Unrast, Hamburg u. a. 2002, ISBN 3-89771-804-9, S. 264. Außerdem setzte sie sich in der JF für die „Rehabilitation eines traditionellen Frauenbildes“ (Helmut Kellershohn) ein.Helmut Kellershohn: Volk, Staat und Nation. Konturen des völkischen Nationalismus in der „Jungen Freiheit“. In: Stephan Braun, Ute Vogt (Hrsg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit.“ Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15421-3, S. 139. Nach der Analyse Kellershohns wurde Kositza zu einer der wichtigsten Autorinnen der Wochenzeitung.Helmut Kellershohn: Volk, Staat und Nation. Konturen des völkischen Nationalismus in der „Jungen Freiheit“. In: Stephan Braun, Ute Vogt (Hrsg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit.“ Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15421-3, S. 141.

Kositza wird der Neuen Rechten zugerechnet;Siehe u. a.: Helga Druxes: Manipulating the Media. The German New Right's Virtual and Violent Identities. In: Patricia Anne Simpson, Helga Druxes (Hrsg.): Digital Media Strategies of the Far Right in Europe and the United States. Lexington Books, London 2015, ISBN 978-0-7391-9881-0, S. 132 f. sie ist dem Fachjournalisten Andreas Speit zufolge „die einzige Frau mit Gewicht innerhalb der Neuen Rechten“.Andreas Speit: Bürgerliche Scharfmacher. Deutschlands neue rechte Mitte – von AfD bis Pegida. Orell Füssli Verlag, Zürich 2016, ISBN 978-3-280-05632-5, S. 325. Sie veröffentlichte u. a. in den Zeitschriften Criticón, wir selbstChristian Dornbusch, Jan Raabe, Andreas Speit: Synergie-Effekte - Bewegungen zwischen Schwarzer Szene und braunem Spektrum. In: Andreas Speit (Hrsg.): Ästhetische Mobilmachung. Dark-Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien. Unrast, Hamburg u. a. 2002, ISBN 3-89771-804-9, S. 225. und eigentümlich frei.Julian Bruns, Kathrin Glösel, Natascha Strobl: Die Identitären. Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa. Unrast, Münster 2014, ISBN 978-3-89771-549-3, S. 144. Wie auch andere JF-Autoren nahm sie an Veranstaltungen der neurechten Denkfabrik Institut für Staatspolitik (IfS) teil;Anton Maegerle: Blätter gegen den Zeitgeist und Dekadenz. Profile und Beziehungen neurechter Periodika an Beispielen. In: Wolfgang Gessenharter, Thomas Pfeiffer (Hrsg.): Die Neue Rechte – eine Gefahr für die Demokratie?. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 3-8100-4162-9, S. 203. so war sie 2000 Referentin bei einer Sommerakademie. Sie ersetzte dann den Philosophen Erik Lehnert, der als Geschäftsführer an das IfS wechselte, als Autorin bei der durch ihren Mann zu verantwortenden Zeitschrift Sezession.Helmut Kellershohn: Widerstand und Provokation. Strategische Optionen im Umkreis des „Instituts für Staatspolitik“. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten. Hintergründe - Analysen - Antworten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-15911-9, S. 266. Im Jahre 2010 nahm sie mit anderen Neurechten an einem laut dem Publizisten Volker Weiß „von Neonazis dominierten ‚Gedenkmarsch‘ für die Bombenopfer von Dresden“ teil.Volker Weiß: Die „Konservative Revolution“. Geistiger Erinnerungsort der „Neuen Rechten“. In: Martin Langebach, Michael Sturm (Hrsg.): Erinnerungsorte der extremen Rechten (= Edition Rechtsextremismus. Bd. 101). Springer VS, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-00130-8, S. 114. Anfang 2015 gehörte sie in Rom zu den Teilnehmern eines Kongresses der rechtspopulistisch-fremdenfeindlichen Partei Lega Nord, bei dem ihr Mann Götz Kubitschek einen Vortrag hielt.Helmut Kellershohn, Es geht um Einfluss auf die Köpfe" – Das Institut für Staatspolitik, Bundeszentrale für politische Bildung, 7. Juli 2016.

Im Editorial von Christ und Welt bezeichnete die Politikwissenschaftlerin und Publizistin Christiane Florin das Schrifttum der Familie Kubitschek-Kositza als rechtsradikal.Christiane Florin: . In: ZEIT/Christ und Welt, Ausgabe 32/2015, S. 2. 2000 brachte Kositza gemeinsam mit ihrem Mann anlässlich des 80. Geburtstages Armin Mohlers bei der Edition Antaios eine Festschrift heraus. Wissenschaftlichen Publikationen zufolge vertritt sie antifeministische und antiemanzipatorische Positionen.Vgl. Samuel Salzborn: Rechtsextremismus: Erscheinungsformen und Erklärungsansätze. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, Nomos (UTB), Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8252-4476-7, S. 84; Renate Bitzan: Geschlechterkonstruktionen und Geschlechterverhältnissein der extremen Rechten. In: Fabian Virchow, Martin Langebach, Alexander Häusler (Hrsg.): Handbuch Rechtsextremismus (= Edition Rechtsextremismus). Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-531-18502-6, S. 358. In einem Sammelbandbeitrag von 1995 plädierte sie für die Todesstrafe für Kinderschänder, Vergewaltiger und Dealer. Laut den Publizisten Stephan Braun, Alexander Geisler und Martin Gerster gibt es bei Kositzas Aussagen zur Migration eine Anschlussfähigkeit an das „rechtsextremistische Parteienspektrum“.Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster: Die „Junge Freiheit“ der „Neuen Rechten“. Bundes- und landespolitische Perspektiven zur „Jungen Freiheit“ und den Medien der „Neuen Rechten“. In: Stephan Braun, Ute Vogt (Hrsg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit.“ Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15421-3, S. 33 f. Am 23. Oktober 2024 war Kositza Livestream-Gast beim damaligen Bundesvorsitzenden der rechtsextremen Partei Die Heimat, Frank Franz.

Auszeichnungen 2008: Gerhard-Löwenthal-Preis, ein Journalistenpreis der Jungen Freiheit und der Förderstiftung Konservative Bildung und ForschungAndreas Speit: Bürgerliche Scharfmacher. Deutschlands neue rechte Mitte – von AfD bis Pegida. Orell Füssli Verlag, Zürich 2016, ISBN 978-3-280-05632-5, S. 132.

Schriften (Auswahl) Monografien Gender ohne Ende oder was vom Manne übrigblieb (= Kaplaken. 7). Edition Antaios, Schnellroda 2008, ISBN 978-3-935063-77-7. Die Einzelfalle. Warum der Feminismus ständig die Straßenseite wechselt. Verlag Antaios, Schnellroda 2016, ISBN 978-3-944422-17-6. Das war’s – Diesmal mit Kindern, Küche, Kritik. Verlag Antaios, Schnellroda 2017, ISBN 978-3-944422-18-3. mit Caroline Sommerfeld: Vorlesen. Verlag Antaios, Schnellroda 2019, ISBN 978-3-944422-76-3. Geschlecht und Politik (= Kaplaken. 94). Edition Antaios, Schnellroda 2025, ISBN 978-3-949041-94-5.

Herausgeberschaften mit Karlheinz Weißmann, Götz Kubitschek (Hrsg./Bearb.): Lauter Dritte Wege. Armin Mohler zum Achtzigsten. Edition Antaios, Bad Vilbel 2000, ISBN 3-935063-00-8. mit Götz Kubitschek (Hrsg.): Tristesse Droite. Die Abende von Schnellroda. Verlag Antaios, Schnellroda 2015, ISBN 978-3-944422-21-3. mit Götz Kubitschek (Hrsg.): Das Buch im Haus nebenan. Verlag Antaios, Steigra 2020, ISBN 978-3-944422-10-7.

Beiträge in Sammelbänden Grenzgänge. In: Roland Bubik (Hrsg.): Wir ’89er. Wer wir sind – was wir wollen. Ullstein, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-548-36643-0, S. 87–105.

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