Rudi Heinz Gerhard Schlundt (* 12. Juli 1920 in Luckau, Brandenburg; † 14. August 1994 in Köln)Sterbeurkunde Nr. 6720 vom 16. August 1994, Standesamt Köln war ein deutscher Mittelstreckenläufer, Leichtathletiktrainer und Sportfotograf.
Leben Schlundt trat zum 1. November 1938 der SS bei.Bundesarchiv R 9361-III/177529 Zum 20. April 1943 wurde er zum SS-Hauptscharführer befördert, er gehörte der Leibstandarte Adolf Hitler und bei Kriegsende einer „Panzer-Abwehr-Abteilung“ an. 1943 und 1944 wurde er Deutscher Meister für die SS-Sportgemeinschaft Berlin.
Nach Krieg und französischer Kriegsgefangenschaft wurde er 1948 erst Läufer, dann erfolgreicher Trainer in Iserlohn. Er entdeckte und trainierte unter anderem Werner Lueg. Durch seine Erfolge wurde der ASV Köln auf ihn aufmerksam und engagierte ihn 1959. Hier war er ein erfolgreicher Hürdentrainer, u. a. von Günther Nickel, dem Heimtrainer von Jutta Heine. Bei Bayer Leverkusen trainierte er die Mittelstreckenläufer (u. a. Arnd Krüger) und beriet Kurt Bendlin. Er stand dem Ausdauertraining Ernst van Aakens nahe. Als (Sport-)Fotograf wurden seine Bilder auf Ausstellungen mit Preisen ausgezeichnet. Er gehörte dem Fachausschuss Sport der Bundes-CDU an.
Schlundt starb 1994 im Alter von 74 Jahren in seiner Wohnung in Köln-Seeberg. Er war seit 1942 mit der Hebamme Therese Schlundt geb. Frings verheiratet.vgl. ihre Autobiografie Therese Schlundt, Astrid Roth (Hrsg.): Geschichten einer Kölner Hebamme. Köln: Bachem Verlag 2003. Seine Tochter Ingrid Schlundt war eine erfolgreiche Hürdenläuferin, sein Enkel Jussi Udelhoven wie der Großvater Deutscher Meister über 800 Meter.
Einzelnachweise
Kategorie:800-Meter-Läufer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Meister (Leichtathletik) Kategorie:SS-Mitglied Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener von Frankreich Kategorie:Person (Iserlohn) Kategorie:Person (Köln) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1920 Kategorie:Gestorben 1994 Kategorie:Mann