Dieser Artikel hat den FC Winterthur in der Saison 2014/15 zum Thema. Der FC Winterthur erreichte in dieser Saison in der Challenge League den 4. Platz und schied im Schweizer Cup in der 2. Runde gegen den amtierenden Schweizer Meister FC Basel aus.

Saisonverlauf

mini|Neuzugang Sead Hajrović im September bei einem Spiel der U21-Nationalmannschaft Bosnien und Herzegowinas

Vorbereitung

Das wichtigste Ereignis in der Vorbereitung stand erst zwei Wochen vor dem Meisterschaftsstart fest, obwohl sich der Trainerwechsel schon länger angekündigt hatte: Nach fünf Jahren und der schlecht gelaufenen Vorsaison wurde Trainer Boro Kuzmanovic entlassen und mit Jürgen Seeberger ein neuer Trainer eingestellt. Der Deutsche führte bei seiner letzten Anstellung in der Schweiz den FC Schaffhausen von der dritthöchsten Liga in die Super League. Zuletzt war er arbeitslos, nachdem sich der SV Darmstadt 98 im Dezember 2012 nach einem halben Jahr von ihm getrennt hatte.

An der Transferfront stand bereits im Mai fest, dass beispielsweise Innenverteidiger Sead Hajrović, Bruder von Izet Hajrović, von GC zum FCW wechseln wird. Weitere wichtige Verpflichtungen waren João Paiva, der in der letzten Saisons Wohlens bester Torschütze war und als zweiter Innenverteidiger Dennis Iapichino vom FC Basel. Bei den Torhüter kam es quasi zu einem Tausch zwischen dem FCW und dem FC Thun: Während Christian Leite den FCW in Richtung der Berner Oberländer verlässt, kommt dafür der bisherige zweite Torhüter David Moser auf Leihbasis zu Winterthur. Der bekannteste Abgang ist jener des 33-jährigen Sawas Exouzidis, der im verjüngten Team Seebergers keinen Platz mehr fand. Ebenfalls verliess Kristian Kuzmanovic den Verein Richtung Vaduz, nachdem sein Vater entlassen worden war. Bei den Vorbereitungsspielen konnte der FC Winterthur keine schlechte Bilanz gegen durchaus starke Gegner vorweisen: Drei Siege gegen den Grasshopper Club Zürich, den FC Tuggen und SC Freiburg, zwei Niederlagen gegen den FC Luzern, die BSC Young Boys sowie zwei Remis gegen den SSV Jahn Regensburg und den FC Zürich.

Hinrunde

Die Hinrunde startete für Winterthur am 21. Juli im aufgrund des Gegentribünen-Umbaus aus Sicherheitsgründen nur rund 5'000 Zuschauer fassenden Schützenwiese gegen den FC Wil. Der 4:0-Sieg gegen die Wiler war der Beginn eines ersten guten Meisterschaftsdrittel des FC Winterthur: Bis Ende September konnten von zehn Spielen sechs gewonnen werden und nur dreimal resultierte eine Niederlage. Damit lag der FC Winterthur zu dieser Zeit auf dem zweiten Platz mit fünf Punkten Rückstand auf den überraschenden Leader FC Wohlen. Danach liess die Mannschaft jedoch leicht nach und aus den restlichen acht Spielen der Hinrunden konnte nur noch zweimal die maximale Punktzahl verbucht werden, wodurch der Abstand zur Spitze bis zur Halbzeitpause auf 9 Zähler anwuchs, der Verein überwinterte damit auf dem 4. Platz, ein Aufstiegskandidat waren die Winterthur nach der zweiten Hälfte der Hinrunde jedoch auch nicht mehr. Trotz allem lässt sich eine stärkere Vorrunde als letztes Jahr bilanzieren und ein guter erster Eindruck des Trainers, in der Einzelkritik des Landboten trat Captain Patrick Bengondo hervor, der an jedem zweiten Tor beteiligt war.

Rückrunde

Die Rückrundenvorbereitung begann für den FCW wie jedes Jahr mit einem Auftritt an den Hallenmasters, wo er das Finale gegen den FC Schaffhausen mit 3:7 verlor. Die restliche Vorbereitung verlief ruhig mit Siegen gegen YF Juventus Zürich, FC Tuggen und TSV Havelse, Niederlagen gegen den FC St. Gallen und FC St. Pauli (in Belek, Türkei) sowie Unentschieden gegen die Grasshoppers und Ruch Chorzów aus Polen. Bemerkenswert war dabei das erste Tor von St. Pauli gegen Winterthur, dass nach gerade einmal 5 Sekunden durch einen Fernschuss ab der Mittellinie fiel. Zudem konnte der FCW mit Christian Fassnacht vom FC Tuggen und Marco Trachsel zwei Neuzuzüge verzeichnen, Abgänge gab es keine in der Winterpause. Ausserdem kam mit Urs Wolfensberger ein neuer Assistenztrainer auf die Schützenwiese.

In die Rückrunde startete der FCW weniger rund als noch zur Hinrunde. Die ersten sieben Spiele waren ein Auf und Ab mit drei Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden. Danach brach der FCW jedoch ein und er holte in den folgenden sechs Spielen gerade einmal einen einzigen Punkt – eine schlechtere Ausbeute holten die Winterthurer zuletzt in der Saison 2003/04. Obwohl der FCW trotz dieser sieglosen Phase den Platz sogar halten konnte, wuchs der Abstand zum Führenden von 11 auf 33 Punkte an und er verlor damit den Anschluss an die erweiterte Spitzengruppe. Da halfen dann auch die 14 Punkte aus den letzten sechs Spielen nicht mehr um diesen Einbruch zu korrigieren.

Der FCW beendete die Saison schliesslich mit 53 Punkten auf dem 4. Platz – 21 Zähler hinter Aufsteiger Lugano. Der Landbote bilanzierte dem FCW letztendlich eine «ordentliche Saison», vermisste jedoch ein weiteres Mal die «nötige Winnermentalität». Bemerkenswert an der Saison war 2014/15 war auch die Heimstärke und gleichzeitig Auswärtsschwäche des FCW: Während er in der Heimtabelle das zweitbeste Team vier Punkte hinter Aufsteiger Lugano war, war er auswärts gegenteilig das zweitschlechteste Team der Liga, gerade mal mit einem Punkt mehr als der Tabellenletzte FC Biel, der dank eines Lizenzentzugs von Servette Genf jedoch nicht absteigen muss.

Kader Saison 2014/15

Kader, basierend auf Angaben der Webseite der Swiss Football League (SFL), abgerufen am 29. Dezember 2016

NummerSpielerGeburtstagNationalitätIm Team seitLetzter Verein Tor 1 Matthias Minder 3. Februar 1993 2012 eigene Jugend David Moser 24. März 1989 2014 FC Thun18 Yannick Bünzli 31. Dezember 1994 2014 eigene Jugend Abwehr 3 Paulinho 14. Juli 1982 2013 FC Lugano4 Sead Hajrović 4. Juni 1993 2014 Grasshopper Club Zürich5 Stefan Iten 5. Februar 1985 2009 FC Vaduz14 Patrik Schuler 14. März 1990 2009 eigene Jugend15 Dennis Iapichino 27. Juli 1990 2014 D.C. United (USA)17 Marco Köfler 14. November 1990 2014 SV Kapfenberg (AUT)21 Patrik Baumann 29. Juli 1986 2013 vereinslos23 Jan Elvedi 30. September 1996 2014 eigene Jugend25 Manuel Akanji 19. Juli 1995 2015 eigene Jugend27 Tobias Schättin 5. Juni 1997 2014 eigene Jugend Mittelfeld 7 Kristian Nushi 21. Juli 1982 2014 FC St. Gallen8 Antonio Marchesano 18. Januar 1991 2013 AC Bellinzona10 Amin Tighazoui 20. April 1989 2014 FC Vaduz13 Gianluca D’Angelo 13. März 1991 2013 AC Bellinzona19 Mario Budimir 25. Januar 1995 2012 eigene Jugend20 Sandro Foschini 7. Februar 1988 2014 FC Aarau22 Stefano Milani 13. Januar 1991 2014 FC Wohlen29 Tunahan Çiçek 12. Mai 1992 2013 FC St. Gallen U21 Angriff 9 Patrick Bengondo 27. September 1981 2011 FC Winterthur11 João Paiva 8. Februar 1983 2013 FC Wohlen16 Christian Fassnacht 11. November 1993 2015 FC Tuggen24 Genc Krasniqi 12. Februar 1994 2014 Grasshopper Club Zürich U2131 Simon Mesonero 10. Juni 1995 2013 eigene Jugend

Transfers

Transfers, basierend unter anderem auf Angaben der Webseite der Swiss Football League (SFL), abgerufen am 29. Dezember 2016

Zugänge Name abgebender Verein Transferart Transferperiode Yannick Bünzli FC Winterthur U21 eigene Jugend Sommer 2014 Jan Elvedi FC Winterthur U18 eigene Jugend Sandro Foschini FC Aarau Leihe Sead Hajrović Grasshopper Club Zürich Transfer Dennis Iapichino D.C. United ablösefrei Marco Köfler SV Kapfenberg ablösefrei Stefano Milani FC Wohlen Leihe David Moser FC Thun Leihe Kristian Nushi FC St. Gallen ablösefrei João Paiva FC Wohlen ablösefrei Christian Fassnacht FC Tuggen ? Winter 2015 Marco Trachsel Grasshopper Club Zürich U21 Leihe Abgänge Name aufnehmender Verein Transferart Transferperiode Marco Aratore FC St. Gallen Leihende (FC Basel) Sommer 2014 Davide D’Acunto FC Tuggen ablösefrei Jonas Elmer FC Biel ? Sawwas Exouzidis FC Wohlen ablösefrei Simon Grether FC Wohlen Leihende (FC Basel) Kevin Hediger FC Thalwil ablösefrei Kristian Kuzmanovic FC Vaduz Transfer Christian Leite FC Thun ablösefrei Janko Pacar FC Chiasso ? Fabian Ritter vereinslos Leihende (FC Basel) Daniel Sereinig FC Schwarzach ablösefrei Denis Simijonovic FC Schwamendingen ablösefrei Sascha Studer Mansfield Town ablösefrei Nicola Zuffi YF Juventus Zürich ?

Ausserdem war der vom FC Locarno kommende Aleksandar Zarkovic im Sommer noch kurz bei Winterthur, löste den Vertrag aber gleich wieder auf und wechselte weiter zum FC Schaffhausen.

Resultate

Challenge League

Hinrunde

Rückrunde

Schweizer Cup

1. Runde

2. Runde

Statistik

Teamstatistik

Wettbewerb Punkte daheim auswärts Total Tordifferenz Sp G U N TV Sp G U N TV Sp G U N TV Challenge League 53 18 12 2 4 40:19 18 3 6 9 25:30 36 15 8 13 65:49 +16 Schweizer Cup – 1 0 0 1 0:4 1 1 0 0 3:1 2 1 0 1 3:5 −2 Total – 19 12 2 5 40:23 19 4 6 9 28:31 38 16 8 14 68:54 +14

Saisonverlauf

Spielerstatistik

Weblinks

Offizielle Website des FC Winterthur

Einzelnachweise

Kategorie:FC Winterthur Kategorie:Fußballverein nach Saison 2014/15