Rostki Bajtkowskie () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck).

Geographische Lage Rostki Bajtkowskie liegt im südlichen Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, neun Kilometer südwestlich der Kreisstadt Ełk (Lyck).

Geschichte Das bis nach 1871 Rostken (Ksp. Lyck), bis 1938 Rostken (Ksp. Baitkowen) genannte DorfZur Unterscheidung von dem nahegelegenen Dorf Rostken (Ksp. Klaussen) () wurde im Jahre 1483 gegründetDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Waiblingen (Ostpr.). Zwischen 1874 und 1945 war es in den Amtsbezirk BaitkowenRolf Jehke, Amtsbezirk Baitkowen/Baitenberg () eingegliedert, der – 1938 in „Amtsbezirk Baitenberg“ umbenannt – zum Kreis Lyck im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Das Dorf bestand aus mehreren kleinen Gehöften und zählte im Jahre 1910 insgesamt 79 Einwohner, im Jahre 1933 waren es bereits 106. Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Rostken gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Rostken stimmten 60 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreußischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 86

Am 3. Juni (amtlich beglaubigt am 16. Juli) des Jahres 1938 wurde Rostken aus politisch-ideologisches Gründen der Abwehr fremdländisch klingender Ortsnamen in „Waiblingen (Ostpr.)“ offiziell umbenannt. Die Einwohnerzahl belief sich im Jahre 1939 auf 97.

In Kriegsfolge kam das Dorf 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Rostki Bajtkowskie“. Es ist heute Sitz eines eigenen SchulzenamtesGmina Ełk () und als solches eine Ortschaft im Verbund der Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck), bis 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Kirche Bis 1945 war Rostken resp. Waiblingen in die evangelische Kirche BaitkowenWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Dokumente. Göttingen 1968, S. 493 (1938 bis 1945 Baitenberg, ) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche St. Adalbert in LyckRostken (Ksp. Baitkowen) im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Rostki Bajtkowskie zu katholischen Pfarrei BajtkowoParafia Bajtkowo im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Kirchenglieder halten sich zur Kirchengemeinde in der Stadt Ełk, einer Filialgemeinde der Pfarrei Pisz () in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Rostki Bajtkowskie liegt verkehrstechnisch günstig an der Woiwodschaftsstraße 667, die die Regionen Ełk (Lyck) und Pisz (Johannisburg) sowie die Landesstraßen DK 65 und DK 58 miteinander verbindet. Außerdem endet ein vom Nachbarort Tracze (Tratzen, 1938 bis 1945 Trabenau) über Karbowskie (Karbowsken, 1938 bis 1945 Siegersfeld) kommender Landweg in Rostki Bajtkowskie.

Die nächste Bahnstation ist Bajtkowo an der Bahnstrecke Olsztyn–Ełk ().

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1483 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Ełk (Landgemeinde)