Alexander Reumont (* 26. September 1817 in Aachen; † 8. Juli 1887 ebenda) war ein deutscher Badearzt (Balneologe).
Leben Alexander Reumont studierte Medizin an den Universitäten in Bonn und Berlin und promovierte an der letzteren am 11. Dezember 1843. Nach Reisen nach Paris, London und Wien ließ er sich 1845 in Aachen als Arzt und Wundarzt nieder. Von 1848 bis 1853 war er an der Privat-Irrenheil- und Pflegeanstalt in Endenich bei Bonn tätig. Danach arbeitete er bis zu seinem Tode als Arzt und Badearzt in Aachen und war später auch Geheimer Sanitätsrat. Neben zwei größeren Abhandlungen zur Syphilis bewegen sich seine Arbeiten auf dem balneotherapeutisch Gebiet, speziell über die Aachener Thermalquellen.
Reumont war unter anderem Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt, der Niederrheinischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde zu Bonn und der Hufelandschen medizinisch-chirurgischen Gesellschaft zu Berlin. Am 23. Dezember 1876 wurde er in die Leopoldina aufgenommen. In Aachen war Reumont seit 1858 Mitglied im Club Aachener Casino.
Familie Alexander Reumonts entstammt der im 18. Jahrhundert von Belgien nach Aachen eingewanderten Familie Reumont. Seine Eltern waren der Mediziner und Badearzt Gerhard Reumont (1765–1828) und Lambertine Kraussen (1786–1850), sein Bruder der Historiker und Diplomat Alfred von Reumont (1808–1887). Am 1. März 1862 heiratete er in Köln Maria Emmeline Jacobina Claudina Fonck (1841–1915). Zusammen mit ihr hatte er sechs Kinder: Joseph Maria Reumont (* 1863), Alfred von Reumont (1863–1942), Maria Elvire Reumont (* 1864), Maria Alexandrine Reumont (* 1865), Franz Reumont (1867–1926) und Alexander Reumont (1868–1873).
Alexander Reumont fand seine letzte Ruhestätte in der Familiengruft auf dem Aachener Ostfriedhof.
Werke Als Autor:
Beiträge zu Albert Eulenburgs Real-Encyclopädie der gesammten Heilkunde. Erste Auflage. Band 11 (1882) (Digitalisat), S. 259–262: Pyrenäen Band 15 (1883) (Digitalisat), S. 290–295 (Nachträge): Winterkurorte Als Übersetzer:
Literatur
Eduard Arens, Wilhelm L. Janssen, Geschichte des Club Aachener Casino, neu hg. von Elisabeth Janssen und Felix Kuetgens, Aachen 2. Aufl. 1964, Nr. 451, S. 166
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