Paul Richard Richter (* 22. November 1877 in DresdenMatricula Online – Dresden – Hofkirche, Taufbuch, 1871–1879, Seite 869–870, Eintrag Nr. 354, 1. Zeile; † 20. Januar 1958 in Wien) war ein österreichischer Politiker der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SdP).

Ausbildung und Beruf Er war der Sohn des Tischlers Joseph Richter und stammte aus der Hauptstadt des Königreichs Sachsen. Nach dem Besuch der Volks- und Bürgerschule lernte er den Beruf des Ziseleurs. Er besuchte Fortbildungskurse und wurde 1905 Beamter der Allgemeinen Arbeiter-Kranken- und Unterstützungskasse. Von 1922 bis 1934 war er Herausgeber und Chefredakteur der Sozialdemokratischen Mitgliederzeitschrift „Der Sozialdemokrat“.

Politische Funktionen 1896: Gründung des Sozialdemokratischen Wahlvereins Rudolfsheim 1902: Mitglied der Landesparteivertretung der SdP Niederösterreich 1917: in den Parteivorstand der SdP berufen Er war auch Abgeordneter zum Provisorischen und zum Gemeinsamen Landtag von Niederösterreich und er war Zentralvorstandsmitglied des Metallarbeiterverbandes.

Politische Mandate 4. März 1919 bis 9. November 1920: Mitglied der Konstituierenden Nationalversammlung, SdP 10. November 1920 bis 1. Oktober 1930: Mitglied des Nationalrates (I., II. und III. Gesetzgebungsperiode), SdP 2. Dezember 1930 bis 17. Februar 1934: Mitglied des Nationalrates (IV. Gesetzgebungsperiode), SdP

Sonstiges Paul Richter verbüßte 1934 und 1944 politische Freiheitsstrafen.

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Einzelnachweise

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