mini|Keith Jarrett beim Festival Jazz à Juan, 2003 Diese Diskografie gibt eine Übersicht über die veröffentlichten Tonträger des US-amerikanischen Jazz- und Klassikpianisten, Bandleaders und Komponisten Keith Jarrett.

Struktur Die Diskografie ist systematisch aufgebaut entsprechend seiner Schaffensschwerpunkte und ist dabei jeweils chronologisch nach Aufnahmedatum geordnet. Wer an einem chronologischen Gesamtüberblick interessiert ist, sei neben der unten genannten Literatur auf den Keith Jarrett Catalog bei jazzdisco.org oder die Zusammenstellungen bei discogs.com verwiesen, die derzeit den detailliertesten Überblick über sein Werk liefern.

Im Abschnitt Jazz werden zunächst alle Jazz-Alben von Keith Jarrett aufgelistet, die er als Solist, Bandleader oder Co-Leader aufgenommen hat, startend mit den Soloimprovisationen als Pianist (insgesamt 25 Alben). Mit dem Album The Köln Concert erreichte er letztlich den größten Bekanntheitsgrad als Musiker; es erzielte auch den größten kommerziellen Erfolg. In der Systematik folgen seine wenigen Duo-Aufnahmen (insgesamt drei Alben), von denen besonders das Zusammenspiel mit Charlie Haden (Bass) auf den Alben Jasmine und Last Dance für Aufmerksamkeit und Chart-Platzierungen gesorgt hat. Anschließend sind seine Trio-Aufnahmen gelistet (insgesamt 27 Alben): zunächst die frühen Aufnahmen zusammen mit Charlie Haden (Bass) und Paul Motian (Schlagzeug), seinem „ersten amerikanischen Trio“ und anschließend die zahlreichen Aufnahmen zusammen mit Gary Peacock (Bass) und Jack DeJohnette (Schlagzeug), dem „zweiten amerikanischen bzw. Standard Trio“. Mit den beiden letztgenannten Musikern interpretiert Keith Jarrett seit mehr als dreißig Jahren bekannte und weniger bekannte Jazz-Standards. Es folgen seine Quartettaufnahmen (insgesamt 20 Alben, dabei sind auch Alben eingerechnet, die Aufnahmen verschiedener Interpreten sammeln): zum einen die Aufnahmen mit Dewey Redman (Saxophon), Charlie Haden (Bass) und Paul Motian (Schlagzeug) im sog. amerikanischen Quartett (das häufig um einen Perkussionisten zum Quintett erweitert war), zum anderen die Aufnahmen mit Jan Garbarek (Saxophon), Palle Danielson (Bass) und Jon Christensen (Schlagzeug) im „europäischen Quartett“. Weitere Jazzalben, die Keith Jarrett als Bandleader oder Co-Leader aufgenommen hat, sind in der Rubrik Sonstige Alben als Bandleader aufgeführt (insgesamt vier Alben, darunter auch das Album Expectations, das seinen Durchbruch in Nordamerika beförderte).Chip Stern, Liner-Notes der Neuauflage bei Columbia/Sony 1991

Es folgen alle Musikalben, bei denen Keith Jarrett als Sideman tätig war (insgesamt 43 Alben unter 14 Bandleadern). Beachtenswert sind dabei insbesondere die frühen Werke im Zusammenspiel mit Art Blakey, Charles Lloyd und Miles Davis aus Keith Jarretts „Lehrzeit“ sowie die Werke, in denen er als Sideman seinen Musikerkollegen Charlie Haden, Paul Motian und Gary Peacock zur Verfügung stand. Der Vollständigkeit halber sind im Abschnitt Jazz auch alle Singles/EPs (insgesamt 14 Singles/EPs) und Kompilationen genannt (insgesamt 31 Kompilationen).

Im Abschnitt Klassik sind zunächst alle eigenen komponierten Werke von Keith Jarrett gelistet (insgesamt sieben Alben), gefolgt von seinen Interpretationen anderer klassischer und zeitgenössischer Komponisten (insgesamt 18 Alben). Abschließend werden in der „Filmografie“ alle verfügbaren Videoaufnahmen, DVDs und Filmaufnahmen von und über Keith Jarrett dokumentiert (insgesamt 20 Aufnahmen), unterteilt nach den Sparten Musikvideos und Filmdokumentationen.

Diskografie Jazz Alben als Solist, Bandleader oder Co-Leader Solo-Alben Aufnahme Titel Anmerkungen Musiklabel Veröffentlichung 1971 Facing You Solo Piano ECM 1972 1973 Solo Concerts: Bremen/Lausanne Solo Piano; Live-Aufnahmen aus der Salle de Spectacles d’Epalinges, Lausanne am 20. März 1973 und dem Kleinen Sendesaal, Bremen am 12. Juli 1973 ECM 1973 1975 The Köln Concert Solo Piano; Live-Aufnahme aus der Oper Köln am 24. Januar 1975 ECM 1975 Live at the Skinner Hall, Vassar College, NY 13 Feb ‘75 Solo Piano; Live-Aufnahme aus der Skinner Hall, Vassar College, New York City am 13. Februar 1975 KJM 2017 1976 Staircase Solo Piano ECM 1977 Spheres Solo Orgel ECM Hymns/Spheres Solo Orgel ECM 1976 Sun Bear Concerts Solo Piano; Live-Aufnahmen aus der Kyotokaikan Hall, Kyoto am 5. November 1976, der Osaka Sankei Hall, Osaka am 8. November 1976, der Aichibunkado, Nagoya am 12. November 1976, der Nakano Sun Plaza Hall, Tokio am 14. November 1976 und der Koseinenkin Hall, Sapporo am 18. November 1976 ECM 1978 1979 Invocations/The Moth and the Flame Orgel und Sopransaxophon beim Titel „Invocations“, Piano beim Titel „The Moth and the Flame“ ECM 1981 Concerts (Bregenz) Solo Piano; Live-Aufnahme aus dem Festspielhaus, Bregenz am 28. Mai 1981 ECM Concerts (Bregenz/München) Solo Piano; Live-Aufnahmen aus dem Festspielhaus, Bregenz am 28. Mai 1981 und dem Herkulessaal, München am 2. Juni 1981 ECM 1981 1985 Spirits Solo – auf verschiedenen Instrumenten (Flöten, Blockflöten, Sopransaxophon, Klavier, Gitarre und weitere) ECM 1985 1986 Book of Ways Solo Clavichord ECM 1987 No End Solo – auf mehreren Instrumenten (Piano, E-Gitarre, E-Bass, Blockflöte, Schlagzeug, Perkussion und Gesang), die durch Overdubbing zusammen gemischt wurden ECM 2013 1987 Dark Intervals Solo Piano; Live-Aufnahme aus der Suntory Hall, Tokio am 11. April 1987 ECM 1988 1988 Paris Concert Solo Piano; Live-Aufnahme aus dem Salle Pleyel, Paris am 17. Oktober 1988 ECM 1990 1991 Vienna Concert Solo Piano; Live-Aufnahme aus der Staatsoper Wien am 13. Juli 1991 ECM 1992 1995 La Scala Solo Piano; Live-Aufnahme aus dem Teatro alla Scala, Mailand am 13. Februar 1995 ECM 1997 1996 A Multitude of Angels Solo Piano; Live-Aufnahmen von Konzerten im Teatro Comunale, Modena, im Teatro Comunale, Ferrara, im Teatro Regio, Turin und im Teatro Carlo Felice, Genua im Oktober 1996 ECM 2016 1998 The Melody at Night, with You Solo Piano ECM 1999 2002 Radiance Solo Piano; Live-Aufnahmen aus Osaka am 27. Oktober 2002 und Tokio am 30. Oktober 2002 ECM 2005 2005 The Carnegie Hall Concert Solo Piano; Live-Aufnahme aus dem Isaac Stern Auditorium, Carnegie Hall, New York am 26. September 2005 ECM 2006 2006 La Fenice Livemitschnitt aus dem Gran Teatro La Fenice, Venedig vom 19. Juli 2006 ECM 2018 2008 Paris / London – Testament Solo Piano; Live-Aufnahmen aus dem Salle Pleyel, Paris am 26. November 2008 und der Royal Festival Hall, London am 1. Dezember 2008 ECM 2009 2011 Rio Solo Piano; Live-Aufnahme aus dem Theatre Municipal, Rio de Janeiro am 9. April 2011 ECM 2011 2014 Creation Live – Solo Piano (Mitschnitte aus Konzerten des Jahres 2014 in der Bunkamura Orchard Hall, Tokio am 30. April 2014 und am 6. Mai 2014, der Kioi Hall, Tokio am 9. Mai 2014, der Roy Thomson Hall, Toronto am 25. Juni 2014, dem Salle Pleyel, Paris am 4. Juli 2014 und dem Auditorium Parco Della Musica, Rom am 11. Juli 2014) ECM 2015 2016 Munich 2016 Solo Piano; Live-Aufnahme aus der Philharmonie, München am 16. Juli 2016 ECM 2019 Budapest Concert Solo Piano (Mitschnitt aus dem Konzert am 3. Juli 2016 in der Béla Bartók National Concert Hall, Budapest); veröffentlicht 30. Oktober 2020 ECM 2020 Bordeaux Concert Solo Piano (Mitschnitt aus dem Konzert am 6. Juli 2016 in der Opéra National von Bordeaux); veröffentlicht 30. September 2022 ECM 2022 New Vienna Solo Piano, Mitschnitt des Konzerts am 9. Juli 2016 im Wiener Musikverein, veröffentlicht am 30. Mai 2025 ECM 2025

Duo-Alben Aufnahme Titel Anmerkungen Musiklabel Veröffentlichung 1971 Ruta and Daitya Keith Jarrett (Piano, E-Piano, Orgel, Flöte) mit Jack DeJohnette (Schlagzeug) ECM 1973 2007 Jasmine Keith Jarrett (Piano) mit Charlie Haden (Bass) ECM 2010 Last Dance Keith Jarrett (Piano) mit Charlie Haden (Bass) ECM 2014

Trio-Alben