Gerd Preusche (* 4. Juni 1940 in Werl; † 26. April 2001 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler.

Leben Gerd Preusche wuchs in Dresden auf und studierte Schauspiel an der Theaterhochschule Leipzig.mh: Schwerkraft des Kindskopfs, N24 vom 27. April 2001, abgerufen am 16. Dezember 2016 1974 begann er seine Theaterlaufbahn im damaligen Karl-Marx-Stadt, hier arbeitete er mit Regisseuren wie Hartwig Albiro, Siegfried Höchst und Irmgard Lange. Ebenfalls in Karl-Marx-Stadt begann für Preusche eine langjährige Zusammenarbeit mit Frank Castorf, dem er zunächst an das Deutsche Theater Berlin und später an die Volksbühne folgte. Neben Castorfs Inszenierungen spielte er in Berlin unter Leander Haußmann, Johann Kresnik oder Andreas Kriegenburg.Matthias Pees: Räuber von Deutschland, Berliner Zeitung vom 27. April 2001, abgerufen am 16. Dezember 2016

Bekannte Rollen Preusches waren Karl Moor in Friedrich Schillers Räubern, der Schmied Wittig in Die Weber von Gerhart Hauptmann oder Gunter in Die Nibelungen – Born Bad, weiter spielte er unter anderem in Woyzeck von Georg Büchner, Hauptmanns Einsame Menschen und Karl Grünbergs Golden fließt der Stahl. Wenige Wochen vor seinem Tod stand er zuletzt in dem Stück Paul + Paula. Die Legende vom Glück ohne Ende in einer Inszenierung Leander Haußmanns auf der Bühne.Gerd Preusche gestorben, Berliner Kurier vom 27. April 2001, abgerufen am 16. Dezember 2016

Seit 1967 arbeitete Preusche auch für das Fernsehen, zunächst nur sporadisch, nach 1990 war er regelmäßig auf dem Bildschirm präsent. Neben Gastauftritten in Serien wie Polizeiruf 110 oder dem Tatort, verkörperte er 1997 den SPD-Politiker Hans-Jürgen Wischnewski in Heinrich Breloers vielfach ausgezeichnetem Doku-Drama Todesspiel. Gelegentlich übernahm Preusche auch Rollen in Hörspielproduktionen.

Gerd Preusche erlag 60-jährig einem Krebsleiden. Er war der Vater des derzeitigen Schauspieldirektors des Chemnitzer Theaters Carsten Knödler., abgerufen am 16. Dezember 2016

Filmografie (Auswahl) 1967: Er ging allein 1974: Der Zylinder 1983: Zufälliger Tod eines Anarchisten (TV-Theateraufzeichnung) 1984: Kleinbürger (TV-Theateraufzeichnung) 1984: Schnauzer 1986: Ernst Thälmann 1987: Vernehmung der Zeugen 1990: Versteckte Fallen 1991: Jugend ohne Gott 1991: Polizeiruf 110 – Das Treibhaus 1991: Polizeiruf 110 – Thanners neuer Job 1992: Im Sog der Angst 1992: Karl May (Serie, 6 Folgen als Richard Plöhn) 1992: Die Brut der schönen Seele 1993: Alkestis 1993: Tatort – Verbranntes Spiel 1993: Polizeiruf 110 – Blue Dream – Tod im Regen 1994: Die Vergebung 1995: Doppelter Einsatz – Keinen Widerstand 1995: Polizeiruf 110 – Schwelbrand 1996: Die Männer vom K3 – Kurz nach Mitternacht 1996: Der Schattenmann 1996: Lautlose Schritte 1996: Polizeiruf 110 – Der Pferdemörder 1996: Fähre in den Tod 1997: Todesspiel 1997: Polizeiruf 110 – Die falsche Sonja 1998: Ein starkes Team – Auge um Auge 1998: Eine Lüge zuviel 1999: Wolffs Revier – Bangkok – Berlin 1999: Klemperer – Ein Leben in Deutschland 2000: Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen – Letzte Rettung 2000: Tatort – Tödliches Verlangen 2000: Die Männer vom K3 – Tyrannenmord 2000: Polizeiruf 110 – La Paloma 2001: Die Kumpel – Mannis Heimkehr

Hörspiele 1983: Hans im Glück – Autor: Joachim Brehmer – Regie: Achim Scholz 1992: Ganymed – Autor: Dirk Heidicke – Regie: Wolfgang Rindfleisch 1992: Bunker – Autor: Christian Martin – Regie: Wolfgang Rindfleisch 1993: Der König Richter – Regie: Karlheinz Liefers 1996: Die erste Liebe des Hodscha Nasreddin – Autor: Timur Zulfikarov – Regie: Alexander Ponomarev 1999: Bad Girl Franzi – Autorin: Mona Winter – Regie: Alexander Schuhmacher

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Einzelnachweise

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