mini|Eine der ältesten Postkarten von Purger aus Bayreuth mini|Purger-Ansichtskarte von Bad Gastein Der Verlag Purger & Co. war ein deutscher Postkarten-Verlag mit Sitz in München an der Mozartstraße 13. Gegründet wurde der Verlag 1899, vermutlich von Adolf Purger.Diese Information basiert auf dem gedruckten Logo auf der Ansichtskarte Nr. 5974, verkauft durch den österreichischen Postkartenhändler Harald Lehenbauer. Unternehmensaktivitäten sind zumindest für die Jahre 1899 bis 1920 nachgewiesen.Von der Karte Nr. 527 Burg-Ruine Alt-Teuffenbach und Ort Neu-Teuffenbach. (Obersteierm. i. Murthale) ist ein im September 1899 gelaufenes Exemplar überliefert. Für 1904 sind als Firmeninhaber Hans Purger und Wilhelm Schwind sowie der Firmensitz an der Senefelderstraße 10b vermerkt. Das Unternehmen, das sich auch als Kunst- und Verlagsanstalt bezeichnete, hat nebst Ansichtskarten weitere Produkte hergestellt respektive vertrieben, unter anderem Kunstkarten, Poster und Werbeartikel.

Der Verlag ist bekannt für seine farbigen Ansichtskarten mit Motiven aus ganz Europa und dem Mittelmeerraum, die in einem Dreifarben-Chromolithografiedruck, Photochromdruck genannt, hergestellt wurden. Die Karten tragen jeweils den Aufdruck Photochromiekarte. Das Unternehmen druckte nicht nur Karten auf eigene Rechnung, sondern auch im Auftrag von anderen Verlagen und Fotografen.Als Beispiel die Karte Nr. 123840 Albanien, Scutari – Festung. Shkodra. Fortezza di Scutari, die adressseitig neben der Druckerei Purger einen lokalen Verlag nennt. mini|Druckereivermerk Purgers auf Ansichtskarten

Purger-Karten waren zu Beginn am unteren Rand der Bildseite nummeriert, aber später – vermutlich nach 1905 – auf der Adressseite.

mini|Typische Purger-Karte von Tinos Purger & Co. wird als einer der weltweit wichtigsten Hersteller farbiger Ansichtskarten seiner Zeit und einer der einflussreichsten Postkartenverlage des Goldenen Zeitalters der Ansichtskarten in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts bezeichnet, neben Namen wie den Künzlis in Zürich, Römmler & Jonas sowie Stengel & Co. in Dresden, Paul Trabert und Dr. Trenkler & Co. in Leipzig, Knackstedt & Näther in Hamburg, E. Maass in Berlin, Brunner & Co. in Como oder den beiden spanischen Verlagen Hauser y Menet und Casa Laurent. Ein Kritiker lobte Purger & Co. im Jahr 1907 als spezialisierte Druckerei für und hob besonders die Farben hervor, welche .

Gelobt wurden die Ansichtskarten 1912 auch in der „Deutschen Alpenzeitung“, während eine Karte des Watzmannhauses schlecht beurteilt wird, da sie .

Ein Jahr zuvor hatte der Verlag mitgeteilt, dass man bereits rund 108 Bildserien, die meist aus zwölf Karten bestünden, und über 2000 verschiedene Ansichtskarten produziert habe.

Weblinks

Ein Versuch, die von Purger & Co. veröffentlichten Postkarten aufzuzeichnen (Facebook-Gruppe)

Einzelnachweise

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