Krista-Sigrid Lau (* 16. November 1917 in Ebersbach; † 27. Dezember 1969 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben Krista-Sigrid Lau (auch Krista Siegrid Lau, Krista Sigrid Lau, Krista-Siegrid Lau und Christa Lau) ist in einem Internat für Waisenkinder aufgewachsen. Auf Empfehlung ihrer Betreuer und Lehrer erlernte sie selbst den Beruf einer Kindergärtnerin und Hortnerin und machte 1936 ihr Staatsexamen. Nach mehreren Anstellungen als Erzieherin in sogenannten besseren Häusern, die nicht konfliktlos verliefen, fand sie eine Beschäftigung bei einem Onkel in Schwerin, der eine billige Gesellschafterin für seine Frau suchte, ihr aber gestattete Schauspielunterricht zu nehmen. Um ihre Unabhängigkeit zu erreichen, suchte sie sich eine Arbeit als Arztsekretärin um von den dort verdienten 70 Mark, 40 Mark für ihr Studium zu verwenden. Nach einer weiteren Anstellung als Arztsekretärin in Dresden, begann sie hier 1940 als Schauspielsoubrette ihre künstlerische Laufbahn.
Über verschiedene Stationen kam Krista-Sigrid Lau 1945 in die weitestgehend zerstörte Stadt zurück und wirkte dort im Komödienhaus. 1948/49 arbeitete sie am Meininger Landestheater, wo sie auch ihren späteren Mann Georg Leopold kennenlernte. Ihre nächsten Stationen waren das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz, die Städtischen Bühnen Erfurt und das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin. Von 1961 bis 1969 hatte sie ein Engagement am Berliner Theater der Freundschaft. Gelegentlich führte sie auch Regie, arbeitete als Dramaturgin und betätigt sich schriftstellerisch, so schrieb sie die literarischen Vorlagen für die Fernsehfilme Jenny Marx und Mir zum Gericht über die bedeutende Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Seit Ende der 50er Jahre übernahm sie zudem etliche Film- und Fernsehrollen.
Der 1942 geborene Sohn Kristof Mathias Lau arbeitet ebenfalls als Schauspieler und Synchronsprecher. Mit ihrem Ehemann Georg Leopold hat sie zwei Kinder. bei DEFA Filmsterne. in Meininger Schauspieler und der Film.Neue Zeit vom 16. Januar 1960, S. 3.
Filmografie 1959: Liebe, Lords und Lohengrin (Fernsehaufzeichnung) 1960: Licht unter der Tür (Kriminalfernsehspiel) 1961: Weiberzwist und Liebeslist (Fernsehkomödie) 1961: Und am Himmel Christbäume (Fernsehaufzeichnung) 1962: Probezeit (Fernsehspiel) 1961: Vielgeliebtes Sternchen (Fernsehfilm) 1964: Egon und das achte Weltwunder (Fernsehfilm) 1965: Entlassen auf Bewährung 1967: Ein Lord am Alexanderplatz 1970: Effi Briest (Fernsehfilm) 1968: Mein Vater Eddie (Fernsehspiel)
Synchronrollen (Auswahl) 1961: Die kleine Vorführdame – Viera Bálinthová als Schulleiterin
Theater Regie 1953: Krysztof Gruszcynski: Der Zug nach Marseille – Regie mit Georg Leopold (Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz)
Schauspieler Städtische Bühnen Erfurt 1955: Friedrich Gentz: Liebe ist nicht immer blind (Virginie) – Regie: Eugen Schaub 1955: Jean Baptist Molière: Der eingebildete Kranke (Beliné) – Regie: Horst Bonnet 1955: Friedrich Schiller: Wallenstein (Herzogin von Friedland) – Regie: Eugen Schaub 1956: Bertolt Brecht: Der Kaukasische Kreidekreis (Gouverneursfrau) – Regie: Eugen Schaub 1956: William Shakespeare: Hamlet (Gertrude, Königin von Dänemark und Hamlets Mutter) – Regie: Eugen Schaub 1956: Friedrich Schiller: Maria Stuart (Maria Stuart) – Regie: Eugen Schaub 1956: Hedda Zinner: Lützower (Wirtin) – Regie: Georg Leopold 1956: Nordahl Grieg: Die Niederlage (Elise, Frau des Präsidenten) – Regie: Georg Leopold 1957: William Shakespeare: König Lear (Goneril, Lears Tochter) – Regie: Eugen Schaub 1957: Boris S. Romaschow: Die feurige Brücke (Xenia Michailowna, Schauspielerin) – Regie: Eugen Schaub 1958: Frances Goodrich / Albert Hackett: Das Tagebuch der Anne Frank (Edith Frank) – Regie: Arno Wolf 1958: Bertolt Brecht: Schweyk im Zweiten Weltkrieg (Wirtin) – Regie: Eugen Schaub 1959: William Shakespeare: Julius Cäsar (Calpurnia, Gemahlin Cäsars) – Regie: Eugen Schaub 1959: Hedda Zinner: Auf jeden Fall verdächtig (Maria Pieper) – Regie: Eugen Schaub (Uraufführung) Theater der Freundschaft 1961: Irina Karnauchowa / Leonid Braussewitsch: Die feuerrote Blume (Amme) – Regie: Kurt Rabe 1962: Günter Görlich: Die Ehrgeizigen (Mutter Gerken) – Regie: Kurt Rabe 1962: Jewgeni Schwarz: Die Schneekönigin – Regie: Kurt Rabe 1962: Tatjana Sytina: Erste Begegnung (Hundefriseurin) – Regie: Kurt Rabe 1962: Hanuš Burger / Stefan Heym: Tom Sawyers großes Abenteuer – Regie: Hanuš Burger 1963: Jewgeni Schwarz: Rotkäppchen – Regie: Kurt Rabe 1963: Hans-Albert Pederzani: Unser kleiner Trompeter (2. Frau) – Regie: Rainer R. Lange 1964: Rainer R. Lange: Tatort Lehrerzimmer (Frau Burzloff) – Regie: Kurt Rabe 1965: Molière: Die Gaunerstreiche des Scapin – Regie: Hanuš Burger 1965: Jewgeni Schwarz: Die verzauberten Brüder – Regie: Kurt Rabe 1965: Juri Sotnik: Ein schrecklicher Tag (Wanjas Großmutter) – Regie: Kurt Rabe 1968: Claus Hammel: Morgen kommt der Schornsteinfeger – Regie: Horst Hawemann 1969: Heinz Kahlau: Musterschüler – Regie: Horst Hawemann
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Einzelnachweise
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