mini|Wappen der Adelsfamilie Ekesparre
Ekesparre ist der Familienname eines baltisch-schwedischen Adelsgeschlechts. Es stammt aus der Familie Eck oder Ecke, die im 17. Jahrhundert in Riga ansässig war. Von dort aus verbreiteten sich die Eck(e) nach Schweden, Russland und Deutschland. Zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert erwuchsen aus dem Familienstamm Ekessparre herausragende Politiker, Ingenieure und höhere Offiziere.
Geschichte mini|hochkant=0.9|Brustbild mit der Umschrift Nicolaus Ecke aet. 60Kehrseite: sein Wappen mit der Umschrift oderint dum bene faciam Ao 1601
Anhand einer erhaltenen Stammtafel aus der livländischen Geschichte wurde erstmals 1582Friedrich Konrad Gadebusch, Livländische Jahrbücher bei eben diesem Jahr, S. 246. der Bürgermeister und Burggraf von Riga Nicolaus Ecke (* 1541 in Riga; † 28. August 1623 ebenda) benannt. Dieser ist auf einer Medaille abgebildet, die er anlässlich seines 60sten Geburtstages im Jahr 1601 schlagen lassen hat. In weiteren Unterlagen finden sich auch Namensformen wie Eck, Eke oder Eichen. Ob dieser Nicolaus Ecke nun der wirkliche Stammvater aller Angehörigen der Ekesparres ist, lässt sich jedoch nicht zweifelsfrei historisch und genealogisch belegen.
Wappen Das geteilte Wappen zeigt oben in Blau einen goldenen Sparren, unten in Silber einen natürlichen entwurzelten grünen Eichbaum. Auf dem blau-gold-grün-silber bewulsteten Helm mit blau-goldenen und grün-silbernen Helmdecken zwei silbern geharnischte Arme, eine blaue Kugel haltend.
Männliche Stammfolge der Familie Eck/Ecke In der Familientradition wird Nicolaus Matthias Ecke (1620–1690), ein Nachkomme des Burggrafen, als Stammvater geführt. Sein Vater Bernhard Ecke († 1629) war Pächter von Schultzenhof,Mullat und Schultzenhof. In: Baltisches historisches Ortslexikon: Estland (einschließlich Nordlivland). S. 367 (books.google.de). Postmeister, Kommissär und LicentverwalterLicent-Verwalter. In: Neueste Grundgesetze der Staats-Verfassung in Pommern und Rügen Königl. Schwed. Antheils vom Jahr 1720 bis Ausgang 1756, Verlag Struck, 1757, Original von Österreichische Nationalbibliothek, Digitalisiert 10. Apr. 2014, aufgerufen am 11. Dezember 2016 (S. 159 books.google.de). in Arensburg auf Ösel. Ihm folgten: Nicolaus Ecke (* um 1630; † 1652 in Danzig) Nicolaus Matthias Ecke (* um 1620; † 1690), Stammvater, verheiratet mit Catharina Unonia († 1713 in Schweden) Benjamin Eck (* um 1677; † 1748 in Arensburg), Kanzleidiener, Gutsverwalter, verheiratet mit Maria Stamm Karl Johann von Ekesparre (* 25. Dezember 1683 auf Schultzenhof; † 16. April 1761 in Euküll), schwedischer Major, verheiratet mit Magdalena Charlotta von Nolcken (1695–1773). Er wurde von der schwedischen Königin Ulrika Eleonora, für seine Verdienste während des Nordischen Kriegs, am 10. Dezember 1719 unter dem Namen Eckesparre geadelt und 1720 im Ritterhaus zu Stockholm (Nr. 1705) eingeführt.
Männliche Stammfolge Ekesparre
mini|Hotel Ekesparre am Burggraben in Arensburg
Die Familie von Ekesparre hat für die Oeselsche Ritterschaft zwei Landmarschälle gestellt, sie gehörte seit 1741 der Oeselschen und seit 1727 der Livländischen (sub Nr. 229) Adelsmatrikel an. Die bedeutendsten Grundbesitze auf Ösel waren: Euküll, Zerell, Kandel, Würzen, Jerwemetz, Mento, Rangern, Pichtendahl, Leo und Stahlenberg. In Arensburg wurde das Hotel „Ekesparre Residence“ nach ihnen benannt.Welcome to the Ekesparre Boutique Hotel!
Literatur August Wilhelm Hupel: Nordische Miscellaneen. Bände 20–21, Verlag Hartknoch, 1790, S. 48 ff. (books.google.de). Gustaf Elgenstierna: Den introducerade svenska adelns ättartavlor. Stockholm 1925–1936 (Adliga ätten Ekesparre nr 1705 auf adelsvapen.com schwedisch). Astaf von Transehe-Roseneck: Genealogisches Handbuch der livländischen Ritterschaft. Band 2, Görlitz , S. 666–671 (daten.digitale-sammlungen.de). Nicolai von Essen: Genealogisches Handbuch der Oeselschen Ritterschaft, Tartu 1935 S. 107 ff. (daten.digitale-sammlungen.de).
Einzelnachweise
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