mini|Plakat der Unions- und Münchner Kindl-Brauerei mit Werbung für das Oktoberfest auf der Wiesn (1911)
Münchner Kindl ist der Name zweier Münchener Brauereien. Die erste Brauerei (1880) stand mit dem Münchner Kindl-Keller an der Rosenheimer Straße in Haidhausen, die 2020 neu gegründete Brauerei steht im Fasangarten an der Tegernseer Landstraße, auf dem Platz der ehemaligen AAFES-Tankstelle.
Erste Brauereigründung 1880 Die (alte) „Brauerei zum Münchner Kindl“ wurde 1880 gegründet und befand sich im Münchner Kindl-Keller an der Rosenheimer Straße im Stadtteil Haidhausen gegenüber dem Bürgerbräukeller. Die Brauerei wurde 1905 vom Unionsbräu übernommen. Die Unionsbrauerei ging wiederum 1921 in der Löwenbräu auf. Der im Zweiten Weltkrieg beschädigte Keller beherbergte Münchens größten Saal und wurde Ende der 1960er Jahre abgerissen.Tageszeitung: Legende lebt weiter. Neue Brauerei: Das Münchner-Kindl-Bier kommt zurück. 7. Dezember 2016. Online auf www.tz.de. Abgerufen am 2. Januar 2017.Süddeutsche Zeitung: Straßen in München. Rosenheimer Straße. 21. Mai 2010. Online auf www.sueddeutsche.de. Abgerufen am 2. Januar 2017. Auf dem Grundstück entstand das Einkaufszentrum „Motorama“.
Zweite Brauereigründung 2020 Die Namensrechte liegen seit 2015 bei dem Unternehmer Dietrich Sailer.Neue Brauerei: Das Münchner-Kindl-Bier kommt zurück, auf www.tz.de, abgerufen am 3. Dezember 2017 Dieser erwarb ein Grundstück an der Tegernseer Landstraße 337 im Stadtteil Fasangarten auf dem Areal der Siedlung am Perlacher Forst, einer ehemals amerikanischen Wohnanlage. Auf dem Grundstück befand sich eine AAFES-Tankstelle der amerikanischen Streitkräfte. Dort entsteht der Neubau der Münchner Kindl Brauerei. Das Backsteingebäude soll in der Form einer dreischiffigen Basilika mit Obergaden entstehen. Der Gebäudeplan beinhaltet ein Wirtshaus mit 199 Sitzplätzen.Im Schnellverfahren zum Bier. 14. April 2020. Online auf „www.sueddeutsche.de“, abgerufen am 11. Januar 2021 Im August 2022 wurde der Grundstein gelegt. 2025 − ein Jahr später als ursprünglich geplant – sollte dort die Bierproduktion beginnen. Dies wurde inzwischen verschoben.
Nach 115 Jahren stellt Haderner Bräu, Münchens erste Bio-Brauerei, ab 2020 einen Doppelbock im Auftrag der Münchner Kindl Brauerei her.
Literatur Heerde: Haidhausen. München, 1977. (S. 247–248) Bauer, Münz, Graf: Zu Gast im alten München. Hugendubel, München 1982/1987. (S. 187) ISBN 3-88034-183-4 U. Walter: Bierpaläste – Zur Geschichte eines Bautyps. Dissertation, München 1992. (S. 245–246) E. Heckborn, H. Wiehr: München und sein Bier. Hugendubel, München 1989. (S. 224) ISBN 3-88034-419-1 H. K. Marschall: Friedrich von Thiersch. Prestel, München 1982. (S. 330 Erweiterung und Umbau.) ISBN 3-7913-0548-4 Karl Stankiewitz: Aus is und gar is! Wirtshäuser, Theater, Cafés, Nachtclubs und andere verlorene Orte Münchner Geselligkeit. Allitera Verlag, München 2018, ISBN 978-3-96233-023-1.
Weblinks muenchnerkindlbrauerei.de Informationen der Landeshauptstadt München (Webarchiv)
Einzelnachweise
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