Simbach () ist ein Gemeindeteil der Stadt Berching im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.
Lage Das Kirchdorf Simbach liegt in der Gemarkung Altmannsberg ca. 6,8 Kilometer nordöstlich des Hauptorts Berching rd. 3,8 km östlich von Pollanten auf der südlichen Frankenalb am westlichen Talhang zur Weißen Laber. Etwa 500 südöstlich des Ortes mündet die Kreisstraße NM2 in die Kreisstraße NM 13.
Das Kirchdorf besteht aus 15 Anwesen.
Geschichte In einer Urkunde des Klosters Weihenstephan, als Adalbert von Thannbrunn dem Kloster ein Erbgut als Mitgift (seiner in das Kloster eintretenden Tochter) übereignet, wurde Simbach im Jahr 1138 erstmals erwähnt. In dieser Urkunde treten "Erchinpreht de Sinnebach et frater eius Marhwart" (Erembert von Simbach und sein Bruder Markward) als Zeugen auf. In einer Urkunde des Klosters Prüfening, die auf den Zeitrahmen zwischen dem Jahre 1130 und dem Jahre 1140 datierr ist, wird "Marcwarth de Sinnenbach" in der Zeugeliste aufgeführt, als Reginhart von Tettenagger dem Kloster bei seinem Eintritt Besitz in Tettenagger überträgt.
Mit Urkunde vom 8. Juni 1142 schenkte vorgenannter Erembert von Simbach dem Kloster Plankstetten einen Hof im "Berngauer Wald gelegen.....genannt Brunhof.....zum Nachlass seiner Sünden". Entgegengenommmen hat diese Schenkung Abt Heinrich in Vertretung des Eichstätter Bischofs Gebharddem späteren Papst Viktor II.
1157 wird "Erchinprecht de Sinnebach" wiederum in einer Urkunde des Burggrafen von Nürnberg erwähnt, in der dieser im Auftrag von Kaiser Friedrich Barbarossa Güter an das Kloster Plankstetten übergibt. Es werden dabei ein "Hartwich" und sein Bruder "Marquard de Sinnebach" als Zeugen aufgeführt.
1259 wird ein Hartwicus de Sinnebach als Zeuge in einer Urkunde genannt.
Ein "Hertwich von Sinnebach" vergleicht sich im Jahre 1312 mit Bischof Philipp von Eichstätt über die Lehen des „Ülrich von Eysenbrehtzdorf“.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort schwer verwüstet, nur zwei Anwesen blieben verschont.
Die Kirche St. Maria wurde im Jahr 1765 von Martin Plänkl nach Plänen des Eichstätter Hofbildhauers und Stuckateurs Johann Jakob Berg erbaut. Dem barocken Zentralbau ist ein nach Osten gerichteter Chor angefügt. Es handelt sich dabei um einen Saalbau mit segmentbogig ausgreifenden Längsseiten, eingezogener, stichbogig schließender Apsis, Pilasterportal und einem Flankenturm mit Glockenhaube und Zwiebel. Die Innendekoration der Kirche ist im Stil des Rokoko ausgeführt. Die Schnitzereien an der Kommunionbank und an den Stuhlwangen der Kirchenstühle stammen aus dem Jahr 1774. Den Altar mit vier Säulen und sechs Engelsfiguren schuf 1797 der Schreiner und Bildhauer Andreas Wexler aus Berching.
Mit dem Königlichen Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818 entstand die Ruralgemeinde Altmannsberg, der auch der Ortsteil Simbach angehörte. Diese wurde im Jahr 1972 im Zuge der Gebietsreform nach Holnstein eingemeindet. 1978 erfolgte die Eingemeindung von Holnstein in die Stadt Berching.
Ortsname Gemäß den Forschungen der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften setzt sich der Ortsname wohl aus dem althochdeutschen Personennamen "Sinno" (im Gen.: "Sinnin, Sinnen", vgl. auch ahd. Kurzname "Sino") und dem bairisch-althochdeutschen Grundwort "pah" (Bach) zusammen, so dass sich die Namensbedeutung "(Siedlung am) Bach des Sinno" ergibt.
Einwohnerzahl
1871: 32 Einwohner 1925: 50 Einwohner 1950: 51 Einwohner 1970: 51 Einwohner 1987: 54 Einwohner 2026: 31 Einwohner
Quellen: 1871–1987 / 2026
Sehenswürdigkeit mini|Katholische Filialkirche Maria Himmelfahrt in Simbach In der Liste der Baudenkmäler in Berching ist für Simbach ein Baudenkmal aufgeführt. Dabei handelt es sich um die
Katholische Filialkirche St. Maria, ein zentralisierender Saalbau mit Flankenturm und Glockenhaube und Zwiebel aus dem Jahre 1765.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Berching) Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1138 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)