Mihai Viteazu ist eine Gemeinde im Kreis Cluj in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage miniatur|links|Lage von Mihai Viteazu im Kreis Cluj Die Gemeinde Mihai Viteazu liegt im Westen vom Siebenbürgischen Becken nordöstlich des Trascău-Gebirges (Munții Trascăului) im historischen Komitat Torda-Aranyos. Der Ort liegt am Fluss Arieș und an der Nationalstraße DN 75 dreieinhalb Kilometer südwestlich von Turda (Thorenburg), die Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) befindet sich etwa 35 Kilometer nördlich.

Die rumänische Autobahn A3 oder auch Autostrada Transilvania genannt, verläuft hier am Ostrand des Gemeindezentrums.

Geschichte Der ursprünglich aus zwei Ortschaften – dem östlichen Sânmihaiu de Jos (Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2. oder A: Sz: Mihályfalva.Angaben im Landkartenprojekt der Josephinischen Landesaufnahme) und dem westlichen Sânmihaiu de Sus (Felsőszentmihályfalva oder F: Sz: Mihályfalva) – bestehende Ort Mihai Viteazu wurde erstmals 1291 urkundlich erwähnt. Archäologische Funde – bei von den Einheimischen Bodocul de Mijloc (Középbodok) genannten Areal – deuten auf eine Besiedlung der Region bis in die Jungsteinzeit zurück. Auf dem Areal des heutigen Kulturzentrums in Mihai Viteazu (ehemals Anwesen Wolff) wurden nach Angaben von B. Orbán, I. Téglás und Ion I. Russu u. a. zahlreiche Funde gemacht, welche auf Behausungen der Römerzeit deuten.Repertoriul Arheologic al României – Mihai Viteazu, abgerufen am 6. Dezember 2016 (rumänisch).

Zahlreiche archäologische Funde wurden am linken Ufer des Arieș auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Cheia (Méskő)Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB) und auch am linken Ufer des Baches Hășdate auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Cornești (Sinfalva) gemacht. Letztere sind in zahlreichen Museen Rumäniens und auch in Ungarn zu sehen.Repertoriul Arheologic al României – Cornești, abgerufen am 6. Dezember 2016 (rumänisch).

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Torda im Komitat Torda-Aranyos, anschließend dem historischen Kreis Turda und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj.

Bevölkerung 1850 lebten auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde 3229 Menschen. 1489 waren Rumänen, 1587 waren Magyaren, 149 waren Roma und zwei waren Deutsche. Die größte Bevölkerungszahl (6043) wurde 1977 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen (4094) wurde 2002, die der Magyaren (2434) und die der Roma (219) wurde 1930, die der Rumäniendeutschen (9) 1941 und 1966 registriert. Des Weiteren wurden auf dem Gebiet der Gemeinde auch Ukrainer, Serben und Slowaken registriert.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch). Die Volkszählung 2011 ergab in der Gemeinde eine Bevölkerungszahl von 5423 Einwohnern. Davon waren 3864 Rumänen, 1314 Ungarn, 81 Roma, drei Deutsche, drei Italiener, die übrigen wurden ohne ethnische Angaben registriert.Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB).

Sehenswürdigkeiten In Mihai Viteazu die reformierte Kirche 1674 bis 1684, die unitarische Kirche im 18. Jahrhundert und die römisch-katholische Kirche im 19. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz. In den eingemeindeten Dörfern Cheia die unitarische Kirche im 18. Jahrhundert errichtet,Angaben zur Kirche in Cheia bei biserici.org abgerufen am 9. Dezember 2016 (rumänisch) und in Cornești die römisch-katholische Kirche Sf. Emilia 1774 errichtet,Angaben zur Kirche in Cornești bei biserici.org abgerufen am 9. Dezember 2016 (rumänisch) stehen unter Denkmalschutz.

Persönlichkeiten

Oliviu Gherman (* 1930), Physiker und Politiker abgerufen am 3. Dezember 2016 (englisch)Angaben zu Oliviu Gherman auf der Website des Rumänischen Parlaments, abgerufen am 3. Dezember 2016 (mehrsprachig).

Weblinks

Mihai Viteazu bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1291