Lega () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, das zur Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck) gehört.

Geographische Lage Lega liegt am gleichnamigen Flüsschen Lega im Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, acht Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Ełk (Lyck).

Geschichte Nach einer vorherigen Zerstörung wurde das damalige und bis vor 1871 Adlig Leegen genannte kleine DorfDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Leegen 1516 mit einer Handfeste neu gegründetLeegen (Landkreis Lyck). Es bestand aus eine Domäne und drei Höfen.

Im Jahr 1874 kam Leegen zum neu errichteten Amtsbezirk SelmentRolf Jehke, Amtsbezirk Selment/Schönhorst (Ostpr.) mit Sitz in Klein Mrosen () im Kreis Lyck im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen. Aufgeteilt in den Ort Leegen und das Gut Leegen zählte das Dorf 1910 insgesamt 176 Einwohner, von denen 110 im Gutsbezirk lebten.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Leegen gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Leegen stimmten 120 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreußischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 85

Am 1. Januar 1929 schlossen sich die Landgemeinden Leegen und Sentken () sowie die Gutsbezirke Leegen, Lycker Forst mit der Landgemeinde Ropehlen (aus dem Amtsbezirk PisanitzenRolf Jehke, Amtsbezirk Pisanitzen/Ebenfelde (polnisch Pisanica)) zur neuen Landgemeinde Sentken zusammen.

Im Jahr 1945 kam Leegen in Kriegsfolge mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und führt seitdem die polnische Namensform „Lega“. Heute ist das Dorf Sitz eines SchulzenamtesGmina Ełk () und somit eine Ortschaft im Verbund der Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck), bis 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religionen Bis 1945 war Leegen in die evangelische Pfarrkirche LyckWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen, 1968, S. 493–494 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche St. Adalbert Lyck im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Lega zu katholischen Pfarrei Chełchy () mit Filialkirche in Sędki (Sentken) im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Kirchenglieder halten sich zur Kirchengemeinde in der Stadt Ełk, einer Filialgemeinde der Pfarrei Pisz () in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Lega ist von der polnischen Landesstraße 16 aus von Sędki (Sentken) aus in Richtung Kijewo (Kiöwen) zu erreichen.

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1516 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Ełk (Landgemeinde)