Oberlindhart ist ein Gemeindeteil des Marktes Mallersdorf-Pfaffenberg im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen. Bis 1971 bildete es eine selbstständige Gemeinde.
Lage Das Kirchdorf Oberlindhart liegt an der Kleinen Laber etwa einen Kilometer südlich von Pfaffenberg an der Bahnstrecke Neufahrn–Radldorf.
Geschichte Im Mai 740 soll der hl. Bonifatius seinen Vetter, den hl. Willibald, in „Linthart“ getroffen haben. Zu jener Zeit dürfte die Kirche in Oberlindhart, die Johannes den Täufer als Kirchenpatron geweiht war, bereits als Taufkirche bestanden haben.
1758 bestand Oberlindhart aus 51 Anwesen. Zur 1818 durch das Bayerische Gemeindeedikt gegründeten Gemeinde Oberlindhart im Landkreis Mallersdorf gehörten noch Weiler und Einöden wie Holzen, Neuburg, Schöfbach, Steinrain, Waldhof und Winklmühle. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Oberlindhart am 1. April 1971 in die Gemeinde Pfaffenberg eingegliedert, die am 1. Juli 1972 im Markt Mallersdorf-Pfaffenberg aufging. Heute leben 420 Einwohner in Oberlindhart.
Sehenswürdigkeiten Filialkirche mit dem Patrozinium Johannes der Täufer. Der spätgotische Bau von 1495 mit neugotischer Ausstattung. In das Antependium des Hochaltares wurde eine „Johannesschüssel“ mit der Darstellung des Hauptes Johannes des Täufers eingelassen. An die Opfer der Todesmärsche 1945 in Niederbayern des KZ Flossenbürg in der Endphase des Zweiten Weltkrieges erinnert auf dem Friedhof von Oberlindhart ein Gedenkstein.
Vereine Freiwillige Feuerwehr Oberlindhart Hundskreppngruamgromtaler Katholische Landjugendbewegung Oberlindhart Krieger- und Soldatenkameradschaft Oberlindharter Theaterbrettl Querulantenstammtisch Oberlindhart Sportverein Oberlindhart 1932 e. V.
Persönlichkeiten Kathi Littich (1870–1945), Metzgermeisterin
Weblinks
Geschichte von Oberlindhart
Kategorie:Ort im Landkreis Straubing-Bogen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Straubing-Bogen) Kategorie:Geographie (Mallersdorf-Pfaffenberg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)