Dieser Artikel behandelt die Schweizer Fussballnationalmannschaft der Frauen bei der Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2017 in den Niederlanden. Die Schweiz nahm zum ersten Mal an der Endrunde teil und schied mit je einem Sieg, einer Niederlage und einem Remis nach der Gruppenphase aus.
Qualifikation mini|Ana Maria Crnogorčević, beste Schweizer Torschützin der Qualifikation Die Schweiz wurde für die Qualifikation in Gruppe 6 gelost und traf dabei auf Italien, Tschechien, Nordirland und erstmals Georgien. Die Schweizerinnen starteten mit einem 3:0-Sieg in Italien, womit sie erstmals in Italien und in einem Pflichtspiel gegen Italien gewannen. Auch die folgenden sieben Spiele wurden gewonnen, so dass sich die Schweizerinnen bereits am 4. Juni 2016 als mindestens einer der besten Gruppenzweiten und am 7. Juni 2016 als Sieger der Gruppe 6 erstmals für die EM-Endrunde qualifizierten. Beste Schweizer Torschützin in der Qualifikation war Ana Maria Crnogorčević mit sieben Toren.
Tabelle
24.10.2015 Cesena Italien – Schweiz 0:3 (0:0)27.10.2015 Biel/Bienne Schweiz – Georgien 4:0 (2:0) 27.11.2015 Lurgan Nordirland – Schweiz 1:8 (1:5) 01.12.2015 Neuenburg Schweiz – Tschechien 5:1 (4:0) 09.04.2016 Biel/Bienne Schweiz – Italien 2:1 (2:0) 04.06.2016 Jablonec nad Nisou Tschechien – Schweiz 0:5 (0:3) 15.09.2016 Gori Georgien – Schweiz 0:3 (0:2) 20.09.2016 Biel/Bienne Schweiz – Nordirland 4:0 (2:0)
Kader Am 3. Juli wurde das Kader benannt.Nationalteam / Equipe nationale féminine - Aufgebot FNT für die UEFA Women’s EURO 2017, Niederlande, 16.07.2017 – 06.08.2017 Mit "*" markierte Spielerinnen wurden für das Qualifikationsturnier für die Olympischen Sommerspiele 2016 nominiert.Nationalteam / Equipe nationale féminine
NummerNummern bei der Endrunde (Kader Schweiz). Positionen gemäss Angaben des Schweizer Verbandes, die UEFA nennt teilweise andere.NameGeburtsdatumEinsätzeStand: Nach dem Spiel gegen England am 10. Juni.ToreVereinStand: 3. Juli 2017DebütLetzter EinsatzEM 2017 Sp. Tor 21 Seraina Friedli* 20. März 1993 2 0 FC Zürich Frauen 6. März 2017 10. April 2017 12 Stenia Michel* 23. Oktober 1987 18 0 FC Basel 5. März 2014 1. März 2017 1 Gaëlle Thalmann* 18. Januar 1986 53 0 17. Juni 200710. Juni 2017 Abwehr15 Caroline Abbé* 13. Januar 1988 126 10 FC Zürich Frauen 25. Februar 2006 10. Juni 2017 1 17 Sandra Betschart* 30. März 1989 67 2 23. Februar 2007 9. April 2016 2Jana Brunner20. Januar 199740FC Basel3. März 2017 10. Juni 2017 9Ana Maria Crnogorčević* 3. Oktober 1990 89 47 13. August 2009 10. Juni 2017 1 14 Rahel Kiwic* 5. Januar 1991 508 4. März 2012 10. Juni 2017 1 5 Noëlle Maritz* 23. Dezember 1995 48 1 9. März 2016 10. Juni 2017 4 Rachel Rinast* 2. Juni 1991 20 1 FC Basel 4. März 2015 10. Juni 2017 Mittelfeld 22 Vanessa Bernauer* 23. März 1988 655 25. Februar 2006 10. Juni 2017 1 23Vanessa Bürki 1. April 1986 78 10 FC Bayern München 22. April 2004 10. Juni 2017 18 Viola Calligaris* 17. März 1996 6 0 YB Frauen 9. März 2016 8. März 2017 1 11 Lara Dickenmann* 27. November 1985 119 45 VfL Wolfsburg 14. August 200210. April 2017 1 2 20 Sandrine Mauron* 19. Dezember 1996 7 1 FC Zürich Frauen 9. März 2016 10. Juni 2017 7Martina Moser* 9. April 1986 126 20 FC Zürich Frauen 20. August 2005 10. Juni 2017 3 Meriame Terchoun* 27. Oktober 1995 9 2 FC Zürich Frauen 22. September 2015 10. Juni 2016 13Lia Wälti* 19. April 1993 62 4 1. FFC Turbine Potsdam 21. August 2011 10. Juni 2017 8 Cinzia Zehnder* 4. August 1997 18 0 FC Zürich Frauen 19. Juni 2014 8. März 2017 Angriff 19 Eseosa Aigbogun* 23. Mai 1993 38 3 1. FFC Turbine Potsdam 21. September 2013 10. Juni 2017 10 Ramona Bachmann* 25. Dezember 1990 80 42 Chelsea Ladies 15. Juni 200710. April 2017 1 16 Fabienne Humm* 20. Dezember 1986 5621 FC Zürich Frauen 26. Mai 2012 10. Juni 2017 6Géraldine Reuteler 21. April 1999 4 2 FC Luzern 3. März 2017 10. Juni 2017 TrainerstabCheftrainerin22. Dezember 1967 126Als Spielerin für Deutschland27 5. Februar 2012 Co-TrainerSimon Steiner5. November 1955 21. August 2010
Vorbereitung Nach der erfolgreichen Qualifikation spielten die Schweizerinnen zweimal im Oktober in den USA gegen den Weltmeister und verloren mit 0:4 und 1:5. In das EM-Jahr starteten die Schweizerinnen mit einem Trainingslager in Spanien vom 16. bis 21. Januar mit einem inoffiziellen Spiel gegen Spanien am 22. Januar, das mit 1:8 verloren wurde, aber nicht als offizielles Länderspiel zählt. Im März 2017 nahm die Mannschaft wieder am Zypern-Cup teil, wo sie u. a. auf die EM-Teilnehmer Belgien (2:2) und Italien (6:0, eine der höchsten Niederlagen der Italienerinnen) sowie Nord- (1:0) und im Finale Südkorea (1:0) trafen und das Turnier erstmals gewannen. Am 10. April verloren sie in Skien gegen Vize-Europameister Norwegen mit 1:2. Ferner fand ein Zusammenzug vom 5. bis 13. Juni mit Länderspiel gegen England am 10. Juni statt, dass mit 0:4 verloren wurde. Die unmittelbare EM-Vorbereitung beginnt dann am 3. Juli in Magglingen.Nationalteams A-Team - Frauen - Kalender
Quartier in den Niederlanden war das Hotel Fletcher Doorwerth in Doorwerth.
EM-Endrunde
Bei der Auslosung am 8. November 2016 war die Schweiz als bester Neuling Topf 2 zugeordnet.uefa.com: „Frauen-EURO: Setzliste für Endrunden-Auslosung“ Die Schweiz trifft in der Vorrundengruppe C im ersten Spiel auf den Nachbarn Österreich, der sich ebenfalls erstmals qualifizierte, dann auf Island und Frankreich. Gegen Frankreich ist die Bilanz negativ: von den bisherigen 20 Spielen gegen die Französinnen wurden nur vier gewonnen und viermal die Punkte geteilt, aber zwölf verloren. Den letzten Sieg gegen die Französinnen, erster offizieller Gegner der Schweiz, gab es am 14. August 2002. Gegen die Isländerinnen gab es in sieben Spielen vier Siege und ein Remis bei zwei Niederlagen, wobei eine Niederlage nur vom isländischen Verband gezählt wird. Gegen Österreich gab es in 13 Spielen elf Siege, ein Remis und nur eine Niederlage, wobei fünf Siege vom Schweizer Verband aber nicht gezählt werden. Die einzige Niederlage gegen Österreich gab es am 19. Mai 1996 in der Qualifikation für die EM 1997 bzw. 2001.
Das erste Endrundenspiel in der Gruppe C ging gegen Österreich durch ein Tor von Nina Burger mit 0:1 verloren. Auch im zweiten Spiel gegen Island gerieten die Schweizerinnen in Rückstand, konnten diesen aber zehn Minuten später ausgleichen und in der zweiten Halbzeit komplett drehen. Damit gewannen sie erstmals ein EM-Endrundenspiel und hatten mit einem Sieg im letzten Spiel noch die Chance das Viertelfinale zu erreichen. Nach einer Notbremse der Französin Ève Périsset, die dafür die Rote Karte erhielt, gelang Ana Maria Crnogorčević auf Vorlage von Martina Moser der Führungstreffer. Diesen konnten die Eidgenossinnen bis zur 76. Minute gegen zehn Französinnen verteidigen, als Torhüterin Gaëlle Thalmann einen von Abily getretenen Freistoss nur ins eigene Tor lenken konnte. Die anschließenden Bemühungen, das Siegtor zu erzielen, blieben erfolglos, so dass die Schweizerinnen als Gruppendritte ausschieden. Nach dem EM-Aus beendeten Rekordnationalspielerin Martina Moser, Caroline Abbé, Vanessa Bürki und Ersatztorhüterin Stenia Michel ihre internationale Karriere.srf.ch: 4 Rücktritte in der Frauen-Nati
Dienstag, 18. Juli 2017, 18:00 Uhr in Deventer Österreich – Schweiz 1:0 (0:0) BurgerSamstag, 22. Juli 2017, 18:00 Uhr in Doetinchem Island – Schweiz 1:2 (1:1) Friðriksdóttir, Dickenmann, BachmannMittwoch, 26. Juli 2017, 20:45 Uhr in Breda Schweiz – Frankreich 1:1 (1:0) Crnogorčević, Abily
Einzelnachweise
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