Gerrit Michalis Bekker (* 23. Oktober 1943 in Hamburg; † 21. Februar 2025Traueranzeigen von Gerrit Bekker. In: trauer-anzeigen.de. Abgerufen am 4. März 2025.) war ein deutscher Maler und Schriftsteller.

Leben Gerrit Bekker war Sohn einer griechischen Mutter und eines deutschen Vaters. Er verbrachte seine Jugend teilweise mit seiner Mutter in Griechenland. 1960 kehrte er allein nach Hamburg zurück und trat eine kaufmännische Lehre an. 1962 siedelte er nach Rendsburg über. Von 1965 bis 1968 studierte er an der Muthesius-Fachhochschule in Kiel bei Gottfried Brockmann und Martin Domke. Er heiratete 1966. Im gleichen Jahr wurde seine Tochter geboren. 1970 ging er auf Wanderschaft. Von 1971 bis 1975 machte er ausgedehnte Segelreisen in schleswig-holsteinischen und skandinavischen Gewässern.Jörgen Bracker (Herausgeber für das Museum für Hamburgische Geschichte): Gerrit M. Bekker, Gemälde. Katalog zu einer Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte vom 29. April bis zum 2. August 1987. Hamburg 1987, S. 57. Seine Arbeit als Schriftsteller begann 1982 mit dem Gedichtband „Wachsflügels Furcht“. Das in diesem Band enthaltene Gedicht „dichter“ wurde in das 25. Jahrbuch der Lyrik mit den schönsten Gedichten aus 25 JahrenChristoph Buchwald (Hrsg.): 25. Jahrbuch der Lyrik: Die schönsten Gedichte aus 25 Jahren. – Frankfurt a. M.: S. Fischer-Verlag 2007 aufgenommen.

mini|hochkant=0.5|Grabstätte Noch im gleichen Jahr erhielt Gerrit Bekker den Hebbel-Preis der Friedrich-Hebbel-Stiftung.https://www.hebbel-museum.de/stiftung/preistraeger/index.html 1984 wurde er mit dem Förderpreis des Kunstpreises des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Anerkennung für sein künstlerisches Schaffen erfuhr er in den 1980er und 1990er Jahren auch durch Arbeitsstipendien des Deutschen Literaturfonds sowie der Länder Berlin und Schleswig-Holstein.Bracker: Gerrit M. Bekker, S. 57; Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein: Gerrit M. Bekker. Ars Borealis, Edition zur zeitgenössischen Kunst im Norden, Heft 4, 2004, S. 34 Von 1985 bis 1986 war Gerrit Bekker writer in residence in New York. 1994 erhielt er für seinen Roman „Farbe der Schatten“ den Mara-Cassens-Preis, den höchstdotierten Literaturpreis für einen deutschen Romanerstling.https://literaturhaus-hamburg.de/content/mara-cassens-preis Ab 1995 hatte er ein Atelier in Berlin. 1996 siedelte er von Rendsburg nach Lindewitt um. Er lebte abwechselnd in Lindewitt und Berlin.Bracker: Gerrit M. Bekker, S. 57; Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein: Gerrit M. Bekker, S. 34 2014 gründeten Freunde und Sammler Gerrit Bekkers die Gerrit-Bekker-Gesellschaft, um sein Werk dauerhaft der Öffentlichkeit und Forschung zugänglich zu machen.https://gerrit-bekker-gesellschaft.de

Gerrit Bekker wurde auf dem Friedhof Schöneberg III beigesetzt.

Publikationen Wachsflügels Furcht. Gedichte. – Düsseldorf: claassen Verlag 1982. Petersens Meerfahrt. Erzählung. – Düsseldorf: claasen Verlag 1982, Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 1985 und Hamburg: Die Hanse, 2002. Die Nacht nach Betti Hagen. Erzählungen. – Frankfurt a. M.: S. Fischer Verlag 1985. Farbe der Schatten. Roman. – Frankfurt a. M.: S. Fischer Verlag 1992. Leichte Beichte. Gedichte und Bilder. – Hamburg: Christians Verlag 1992. Edition 22 Galerie Lüth. Gedichte und Bilder. Schriften des Nordfriesischen Museums Ludwig-Nissen-Haus Nr. 58. – Hallebül-Schobul: Pictus-Verlag 2001. Κατάλογοσ, hrsg. v. Gerrit M. Bekker, Kunst- und Kulturkreis Rastede e. V., Gerd W. Ahrens. 2004. Mein Glück ist nicht von dieser Welt und auch von keiner andern. Die Gedichte – Kiel/Hamburg: Wachholtz Verlag 2023. Diverse Essays, Erzählungen und Gedichte in Zeitschriften und Anthologien

Tonaufnahmen und TV-Arbeiten Tulismore Jeden, Lyrik-LP, Marleypress. Textbeiträge für die „Kanaloper“, Fernsehspiel, NDR 3, 1996. Textbeiträge für „Fünfzig Jahre Schleswig-Holstein“ NDR 3, 1997.

Ausstellungen (Auswahl) 1962–1984 Galerie Despina Marnini, Athen 1982–1994 Kunsthandel Friedrich Könning 1983/99 Landesmuseum Schleswig-Holstein (Ankäufe) 1985 New York University, New York 1986 von Leesten Gallery, Long Island 1987 Museum für Hamburgische Geschichte 1988 Universität Mbabane, Mbabane Swaziland 1993 Soljanka Galerie Moskau 1996 Mizner-Park-Galerie, Berlin 1997 Galerie Frebel, Westerland, Sylt 1998 Galerie Schwarzbrot, Hamburg 1999 Zentralbibliothek Apenrade, Dänemark 1999 Galerie Kyra Maralt, Berlin 2001 Galerie Lüth, Husum 2004 Schloß Reinbek 2004 Palais Rastede 2009 KiC Remise, Rendsburg 2009 Galerie Elbchaussee, Hamburg 2012 Museum Fluxus+, Potsdam 2013 KiC, Rendsburg 2016 Galerie Hartwig, Berlin

Kunst am Bau 1965–99 Diverse Projekte in Landschaftsgestaltung, Wand- und Deckenmalerei, Skulptur, Mosaiken und Glasfenster, u.a: Meereskundliches Institut, Kiel: Technologiezentrum, Flensburg; Gesamtschule, Melsdorf; Gesamtschule Hanerau-Hademarschen; Jugendzentrum, Rensburg; Hallenbad Rensburg; Badeanstalt, Elsdorf; Schule, Kirchbarkau; Bovenauer Gemeindezentrum; Osdorfer Kirche-Jugendzentrum, Hamburg; Krankenhaus Rendsburg; Krankenhaus Niebüll; Gesamtschule Hamburg-Norderstedt.Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein: Gerrit M. Bekker, S. 34

Ausstellungskataloge Christian Rathke: Kat. Gerrit M. Bekker, hrsg. vom Rendsburger Kultur-Kreis e. V., Rendsburg 1980. Bundesverband bildender Künstler, Landesverband Schleswig-Holstein (Hrsg.): Kat. 29. Landesschau 7. November 1982 – 2. Januar 1983, Nr. 19–21. Christian Rathke: Kat. Gerrit M. Bekker, Gemälde und Zeichnungen, hrsg. von der Deutschen Zentralbücherei Apenrade, 1986. Jörgen Bracker (Herausgeber für das Museum für Hamburgische Geschichte): Gerrit M. Bekker, Gemälde. Katalog zu einer Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte vom 29. April bis zum 2. August 1987. Hamburg 1987. Gerrit M. Bekker und Galerie Kyra Maralt (Hrsg.): Gerrit M. Bekker. Malen und Schreiben in Berlin. – Berlin 1999.

Literatur über Gerrit Bekker Klaus Bernhard, Christian Rathke, Paul Zubek: Schleswig-Holsteinische Künstlerportraits aus dem Bestand des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums. In: Kunst in Schleswig-Holstein, hrsg. von Gerhard Wietek, Band 22 (1981), Nr. 12, S. 6. Swantje Petersen: Korrespondenzen zwischen Literatur und bildender Kunst im 20. Jahrhundert: Studien am Beispiel von S. Lenz -A. Andersch – E. Barlach – P. Klee, H. Janssen – E. Jünger und G. Bekker. Europäische Hochschulschriften: Reihe 28, Kunstgeschichte, Bd. 227. – Frankfurt am Main: Lang 1995. Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein: Gerrit M. Bekker. Ars Borealis, Edition zur zeitgenössischen Kunst im Norden, Heft 4, 2004.

Weblinks Homepage von Gerrit Bekker Homepage der Gerrit-Bekker-Gesellschaft

Einzelnachweise

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