Csávoly ( Tschawal, Čavolj) ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Baja im Komitat Bács-Kiskun.

Geografische Lage Csávoly liegt 90 Kilometer südwestlich des Komitatssitzes Kecskemét und grenzt im Westen an die Kreisstadt Baja. Die höchste Erhebung auf dem Gemeindegebiet ist der 173 Meter hohe Berg Ólom-hegy. Nachbargemeinden sind Érsekcsanád, Sükösd, Rém und Felsőszentiván.

Geschichte Die Geschichte von Csávoly lässt sich bis ins Jahr 1198 zurückverfolgen. Das Dorf hatte seit 1374 zahlreiche Besitzer. Laut türkischen Steuerlisten bestand Csávoly im Jahr 1580 aus 22 Häusern. In der Folgezeit wurde das Dorf mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Die erste Kirche wurde 1740 erbaut. Zwischen 1782 und 1784 ließen sich auf Anregung des Bischofs von Kalocsa 424 Deutsche aus Soroksár und Hajós im Dorf nieder. Das Jahr 1947 war ein wichtiger Wendepunkt in der Geschichte des Dorfes. Gemäß dem Potsdamer Abkommen wurden 553 Deutsche nach Deutschland deportiert und durch Ungarn aus der Slowakei ersetzt. Im Jahr 1913 gab es in der damaligen Großgemeinde 619 Häuser und 3007 Einwohner auf einer Fläche von 8243 Katastraljochen. Sie gehörte zu dieser Zeit zum Bezirk Baja im Komitat Bács-Bodrog.

Gemeindepartnerschaften Čačinci, Kroatien

Sehenswürdigkeiten Heimatmuseum (Falumúzeum) Marienstatue Reliefkeramik Szüret, erschaffen von Margit Kovács Römisch-katholische Kirche Urunk Színeváltozása, erbaut 1783 im barocken Stil, erweitert 1883 Römisch-katholische Friedhofskapelle Szent Mihály Römisch-katholische Kapelle Vodicai Segítő Szűz, nordwestlich außerhalb des Ortes See (Bara-tó) Szentháromság-Säule aus dem Jahr 1858 Weltkriegsdenkmäler zum Gedenken der Opfer beider Weltkriege

Verkehr Durch Csávoly verläuft die Hauptstraße Nr. 55. Auf diese treffen in der Gemeinde die Landstraßen Nr. 5412 und Nr. 5505. Es bestehen Busverbindungen nach Baja, Bácsalmás, Kiskunhalas und Szeged. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich fünf Kilometer südlich in Bácsbokod.

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Ort im Komitat Bács-Kiskun