mini|hochkant|Natalie Schwager (beim Österreichischen Filmpreis 2017) mini|Natalie Schwager (Mitte) mit Flavio Marchetti und Katharina Mückstein bei der Wien-Premiere von Talea, 2013 Natalie Schwager (* 1984 in Wien) ist eine österreichische Filmeditorin und Filmproduzentin.
Leben und Werk Natalie Schwager studierte ab 2004 Schnitt im Bachelor an der Filmakademie Wien. Im Anschluss folgte ab 2008 das Masterstudium Schnitt an der Filmakademie, u. a. bei Michael Hudecek. Während des Studiums arbeitete sie nebenbei auch als Schnittassistentin, Regieassistentin, und Script/Continuity.
Seit 2007 ist Schwager als freie Editorin tätig. Im Jahr 2010 gründete sie zusammen mit Katharina Mückstein, Flavio Marchetti und Michael Schindegger das Arbeitskollektiv und Produktionsunternehmen „La Banda Film“. Das Quartett produziert sowohl Kino-Spielfilme, z. B. Talea (2013) und L’Animale (2018), als auch Kino-Dokumentarfilme, z. B. Tiere und andere Menschen (2017) und Feminism WTF (2023). Bei fast allen Produktionen von La Banda Film ist Schwager als Editorin tätig; an einigen Projekten ist sie außerdem als Filmproduzentin beteiligt.
2013 nahm Natalie Schwager an dem Mentoring Programm der Organisation FC Gloria teil; ihre Mentorin war die Filmeditorin Karina Ressler.
Mit den Spielfilm Soldate Jeannette (Regie: Daniel Hoesl) war Schwager 2014 für den Schnitt-Preis des Kölner Festivals Edimotion (damals noch „Filmplus“ genannt) nominiert.
2017 wurde Natalie Schwager für die Produktion von Holz Erde Fleisch mit dem Österreichischen Filmpreis für den Besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Es ist der bisher einzige Langfilm in ihrer Filmografie, wo sie nicht auch selbst die Editorin war. 2019 war sie für L’Animale den Österreichischen Filmpreis in der Kategorie Beste Montage nominiert, und als einer der Produzentinnen des Films auch in der Kategorie Bester Spielfilm. Für den Dokumentarfilm Wise Women – Fünf Hebammen, fünf Kulturen folgte beim Österreichischen Filmpreis 2026 eine weitere Nominierung in der Kategorie „Beste Montage“.
Natalie Schwager wohnt und arbeitet in Wien. Sie war Mitglied im Filmbeirat der Kulturabteilung der Stadt Wien und ist Mitglied des Österreichischen Verbandes Filmschnitt (aea).
Filmografie (Auswahl)
In allen Filmen als Editorin – wo auch Produktion hinzukommt, ist dies ausgewiesen. 2011: Farben einer langen Nacht (Dokumentarfilm) – Regie: Judith Zdesar 2012: Die Wand (Kino-Spielfilm) – weitere Editoren: Thomas Kohler, Bettina Mazakarini / Regie: Julian Pölsler 2013: Talea (Kino-Spielfilm) – auch Produktion; Regie: Katharina Mückstein 2013: Soldate Jeannette (Kino-Spielfilm) – Regie: Daniel Hoesl 2014: Das Kind in der Schachtel (Dokumentarfilm) – Regie: Gloria Dürnberger 2016: WiNWiN (Dokumentarfilm) – Regie: Daniel Hoesl 2016: Future Baby (Dokumentarfilm) – Regie: Maria Arlamovsky 2017: Tiere und andere Menschen (Kino-Dokumentarfilm) – auch Produktion; Regie: Flavio Marchetti 2018: L’Animale (Kino-Spielfilm) – auch Produktion; Regie: Katharina Mückstein 2021: Taxi, Taxi – 24 Stunden unterwegs (TV-Dokumentarfilm) – Regie: Krisztina Kerekes 2023: Feminism WTF – Regie: Katharina Mückstein 2026: Tatort: Gegen die Zeit (Fernsehreihe) – Regie: Katharina Mückstein
Nur als Produzentin 2016: Holz Erde Fleisch (Kino-Dokumentarfilm) – Schnitt & Regie: Sigmund Steiner
Auszeichnungen und Nominierungen 2014: Nominiert für den Schnitt-Preis Spielfilm des Filmfestivals Filmplus mit Soldate Jeannette 2017: Preisträgerin des Österreichischen Filmpreis in der Kategorie Bester Dokumentarfilm für Holz Erde Fleisch 2019: Nominiert für den Österreichischen Filmpreis in den Kategorien Bester Spielfilm und Beste Montage mit L’Animale 2026: Nominiert für den Österreichischen Filmpreis in der Kategorie Beste Montage mit Wise Women – Fünf Hebammen, fünf Kulturen
Weblinks
Einzelnachweise
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