Barany () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, das zur Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck) gehört.

Geographische Lage Barany liegt am Flüsschen Lyck () am Südwestufer des Lyck-Sees () im südlichen Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, vier Kilometer südwestlich der Kreisstadt Ełk (Lyck).

Geschichte Seine Gründung erhielt das nach 1785 Barrannen und bis 1938 Barannen genannte Dorf im Jahre 1503.Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Keipern Von 1874 bis 1945 gehörte es zum Amtsbezirk Lyck-LandRolf Jehke: Amtsbezirk Lyck-Land mit Sitz in Neuendorf () im Kreis Lyck im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905 Regierungsbezirk Allenstein) der preußischen Provinz Ostpreußen. Im Jahre 1910 zählte Barannen 304 Einwohner.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Barannen gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Barannen stimmten 240 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreußischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 82

Am 30. September 1928 wurde der Nachbargutsbezirk Malleczewen (1938–1945 Maletten, polnisch Maleczewo) nach Barannen eingegliedert. Die Einwohnerzahl vergrößerte sich entsprechend und betrug 1933 insgesamt 353 und 1939 bereits 387. Am 3. Juni (offiziell bestätigt am 16. Juli) des Jahres 1938 erhielt Barannen die Umbenennung in Keipern.

Im Jahre 1945 kam das Dorf in Kriegsfolge mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und bekam die polnische Namensform Barany. Heute ist es Sitz eines Schulzenamtes () und somit einer Ortschaft im Verbund der Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck), vor 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religionen Bis 1945 war Barannen in die evangelische Gemeinde LyckWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente. Göttingen 1968, S. 493–494. in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Gemeinde St. Adalbert in LyckBarannen (Landkreis Lyck) im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Barany zur katholischen Pfarrei in Nowa Wieś Ełcka (Neuendorf) im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Einwohner halten sich zur Kirchengemeinde in Ełk, einer Filialgemeinde der Pfarrei Pisz (Johannisburg) der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Barany liegt ein wenig abseits und ist – zum Teil auf Landwegen – von Ełk und der polnischen Landesstraße 65 (einstige deutsche Reichsstraße 132) sowie vom Nachbarort Maleczewo aus erreichbar.

Bis 1945 war Barannen bzw. Keipern an die Bahnstrecke Olsztyn–Ełk () über die Bahnstation „Hertasee“ – die auch heute noch unter dem Namen „Barany“ existiert, aber nicht mehr in Betrieb ist – angeschlossen. Heute sind Nowa Wieś Ełcka (Neuendorf) bzw. der heutige Stadtteilbahnhof Ełk Szyba Zachód ( die nächstgelegenen Bahnstationen.

Einzelnachweise

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