mini|St. Maria Schmerzhafte Mutter in Hahn mini|hochkant|Innenraum St. Maria Schmerzhafte Mutter ist eine römisch-katholische Nebenpfarrkirche im Stadtteil Hahn im Bezirk Kornelimünster/Walheim der Stadt Aachen in Nordrhein-Westfalen. Zur Pfarre gehört die Filialgemeinde Friesenrath mit der Kapelle St. Bernhard.

Das Bauwerk ist in die Liste der Baudenkmäler in Aachen eingetragen und gehört zur Pfarre St. Kornelius (Kornelimünster).

Lage Die Kirche befindet sich inmitten des Ortes Hahn. Das Gotteshaus liegt an der Einmündung der Dorfstraße in die Hahner Straße. Direkt hinter dem Chor befindet sich das alte Pfarrhaus.

Geschichte Eine Kapelle in Hahn wurde erstmals 1261 erwähnt. Diese Kapelle war schon damals der zu Ehren der Gottesmutter Maria geweiht. 1280 stifteten Johann von Frankenberg und seine Ehefrau der Kapelle ihren Land-, Wiesen- und Waldzehnten. Zugleich übertrug der Abt der Reichsabtei Kornelimünster einen Hof der Kapelle, damit ein Mönch des Klosters vor Ort wohnen und dort seelsorgerisch wirken konnte. Bis zur Auflösung der Reichsabtei 1795 betreuten Mönche aus Kornelimünster die Kapellengemeinde Hahn.

Im Jahr 1804 wurde Hahn zur eigenständigen Pfarrei erhoben. Seitdem war Friesenrath auch eine Filiale der Pfarre.

1880 wurde das alte mittelalterliche Gotteshaus, welches 1804 zur Pfarrkirche erhoben wurde, abgerissen. Bis 1881 wurde schließlich die heutige Pfarrkirche nach Plänen des Kölner Diözesanbaumeister Vincenz Statz errichtet. In den Jahren 1989 und 1990 wurde das Äußere des Kirchengebäudes grundlegend saniert.

Die Pfarre St. Maria Schmerzhafte Mutter wurde zum 1. März 2026 aufgehoben und mit weiteren aufgehobenen Pfarreien in die Pfarre St. Kornelius/Kornelimünster eingegliedert. Seitdem ist St. Maria Schmerzhafte Mutter keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Nebenpfarrkirche.

Baubeschreibung St. Maria Schmerzhafte Mutter ist eine dreischiffige und dreijochige Hallenkirche im Baustil der Neugotik. Der geostete Chor ist dreiseitig geschlossen und einjochig. Ihn überspannt ein Sterngewölbe. Daran schließt sich im Westen das Kirchenschiff an. Sowohl Mittel- als auch Seitenschiffe werden von Kreuzrippengewölben überspannt. Im Westen befindet sich der eingezogene viergeschossige Glockenturm, der von einer achtseitigen Turmhaube bekrönt wird.

Ausstattung Im Innenraum hat sich nahezu die komplette Ausstattung aus der Erbauungszeit erhalten. Davon zu erwähnen sind der neugotische hölzerne Hochaltar, die ebenfalls hölzerne Kanzel mit Darstellungen der vier Evangelisten, die Kirchenbänke und die steinernen Kreuzwegstationen. Die Buntglasfenster sind Werke von Johannes Richstätter aus dem Jahr 1957. Die drei Fenster im Chor zeigen die Sieben Schmerzen Mariens.

Glocken Im Glockenstuhl befinden sich drei Bronzeglocken aus dem 19. und 20. Jahrhundert.Norbert Jachtmann: Glocken in der Region Aachen-Stadt, S. 119. Nr.  Name  Durchmesser(mm) Masse(kg, ca.) Schlagton(HT-1/16) Gießer  Gussjahr  1 – 1.150 810 fis′ Ernst Karl Otto, Fa. F. Otto, Hemelingen 19292 – 890 360 a′ Joseph Beduwe, Aachen 1862 3 – 837 300 h′ Gaulard Fils, Aachen 1857 Motiv: Te Deum

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Einzelnachweise

Kategorie:Mater-Dolorosa-Kirche Kategorie:Nebenpfarrkirche des Bistums Aachen Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Maria Schmerzhafte Mutter Maria Schmerzhafte Mutter Kategorie:Hallenkirche in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Geläut Kategorie:Bauwerk von Vinzenz Statz Kategorie:Pastoraler Raum Aachen-Kornelimünster/Roetgen Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Aachen Hahn Kategorie:Ehemalige Pfarrkirche Kategorie:Walheim (Aachen)