Eichenstruth (oberfränkisch: AachaschtroutJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 12. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „āchɒštrout“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Betzenstein im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Eichenstruth liegt in der Gemarkung Spies.

Geografie Das Haufendorf ist eingebettet in ein Trockental der Fränkischen Alb. Ringsum steigt das Gelände auf Höhen von 530 bis an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße BT 28 (1,3 km nördlich) bzw. zur Kreisstraße LAU 11 (3,2 km südlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Viehhofen (2,2 km östlich) und zur BT 28 bei Riegelstein (1,7 km westlich).

Die Bayerische Uraufnahme zeigt in den 1810er Jahren in Eichenstruth 17 Höfe. Weiterhin sind drei Dorfweiher zu erkennen, die wohl ausschließlich durch Niederschläge gespeist wurden, da es in Ortsnähe keinerlei Fließgewässer gibt.

Geschichte Der Ort wurde 1362 als „Eycheinestrut“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Grundwort des Ortsnamens ist , das Bestimmungswort ist die Eiche.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 12.

Eichenstruth lag im Fraischbezirk des brandenburg-kulmbachischen Verwalteramtes Plech, was vom nürnbergischen Pflegamt Velden strittig gemacht wurde.Eichenstruth auf betzenstein.de Die Grundherrschaft lag beim bambergischen Amt Neuhaus. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Eichenstruth aus 16 Häusern und 16 Scheunen. Dazu gehörten 251 Tagewerk Acker, 26 Tagewerk Wiesen, 3 Tagewerk Gärten und 2 Tagewerk Weideflächen und 66 Tagewerk Wald.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 707f. Von 1797 bis 1810 gehörte Eichenstruth zum preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Eichenstruth dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Spies und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Spies zugewiesen. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Eichenstruth am 1. Januar 1972 in die Stadt Betzenstein eingegliedert.

Baudenkmäler Haus Nr. 3, 4: Doppelwohnhaus, zweigeschossiger Satteldachbau aus der Zeit um 1800

Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 109 111 146 151 142 157 138 162 144 119 90HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 16 24 24 23 26 26 22Quelle

Religion Eichenstruth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ab 1637 nach St. Maria (Velden) gepfarrt, seit 1837 ist die Pfarrei St. Susannae (Plech) zuständig.

Vereine Seit 1894 gibt es die Freiwillige Feuerwehr Eichenstruth.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Betzenstein) Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Haufendorf Kategorie:Ersterwähnung 1362