miniatur|St. Elisabeth, Hamburg-Harvestehude St. Elisabeth in Hamburg ist eine Kirche im Stadtteil Harvestehude, gelegen nahe der Hochallee auf Höhe des Innocentiaparks. Sie ist die Hauptkirche der römisch-katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth Hamburg. Das Kirchgebäude wurde 1926 nach Plänen von Heinrich Renard und Jos. van Geisten errichtet, und steht unter Denkmalschutz.
Geschichte 1927 wurde die zur Gemeinde St. Elisabeth gehörende katholische Grundschule mit Sitz in einer Villa gegründet, 1958 entstand der Neubau in der Hochallee 9.Andrea Tapper: Katholische Schule Hochallee: 75 Jahre Werte-Erziehung. In: Hamburger Abendblatt vom 13. Juni 2002. Die Katholische Schule Hochallee besteht weiterhin, heute als staatlich anerkannte Privatschule in Trägerschaft des Katholischen Schulverbands Hamburg.Katholische Schule Hochallee auf der Website des Katholischen Schulverbands Hamburg
2001 stellte das Denkmalschutzamt Hamburg die St. Elisabethkirche in der Oberstraße 67 zusammen mit dem angrenzenden Gemeindehaus in der Hochallee 61 als Ensemble unter Denkmalschutz.Kulturbehörde Hamburg: mit Stand vom 1. September 2016, Denkmal-Nr. 20014, S. 367.
Zur Umsetzung von Umstrukturierungs- und Sparmaßnahmen im Erzbistum Hamburg verkaufte die Gemeinde das benachbarte Pfarrhaus an der Ecke Hochallee / Oberstraße. Die darin befindlichen Gemeinderäume einschließlich des Kindergartens wurden in einem eingeschossigen Neubau zusammengefasst, der 2006 im Vorgarten des Pfarrhauses errichtet wurde.Gemeindehaus St. Elisabeth auf der Website der Architekten Roloff • Ruffing
Architektur und Ausstattung miniatur|Innenraum mit Blick auf den Altar Die Kirche ist auf zwei schmalen Stadthaus-Parzellen errichtet und schließt links und rechts an die benachbarten Häuser an. Auch die Traufhöhe fügt sich in die Bebauung ein. Abgesehen vom asymmetrischen Turm und der Verkleidung mit Werksteinen ist das Kirchgebäude somit äußerlich wenig auffällig. Die Fassade ist mit „zurückhaltend expressionistischem“ Dekor geschmückt, dargestellt wird unter anderem die Legende des Rosenwunders der Elisabeth von Thüringen.Ralf Lange: Architekturführer Hamburg. Edition Axel Menges, Stuttgart 1995, ISBN 3-930698-58-7, S. 136.
Über dem Altar zeigt ein an der Wand befestigtes Triptychon Szenen der Kreuzigung, ausgeführt monochrom und halbplastisch.
Gebhard Fugel schuf drei Gemälde in der Kirche: das Bild über dem ehemaligen Hochaltar befindet sich jetzt links. Zwei weitere Gemälde Fugels zeigen Maria nach der Offenbarung und den hl. Joseph als Schutzpatron der Kirche.Klaus K. Alefelder: . In: Bei uns, Pfarrbrief der kath. Gemeinde St. Elisabeth Hamburg-Harvestehude, Jahrgang 52, Mai-Aug. 2013.
Orgel Rudolf von Beckerath baute 1951 als Opus 1 eine zweimanualige Orgel mit mechanischer Traktur, die zunächst über elf Register verfügte. 1965 wurden sieben Register ergänzt und das Werk vervollständigt. Beckerath elektrifizierte 1976 die Registertraktur und baute eine Setzeranlage ein. Im Jahr 2020 folgte eine Generalüberholung, eine Reorganisation und eine Erweiterung auf vier Manualwerke und 52 klingende Register. Der doppelte Spieltisch hat eine traditionelle Seite mit zwei und eine moderne Seite mit vier Manualklaviaturen. Die Disposition lautet wie folgt:Orgel in Hamburg, St. Elisabeth. Abgerufen am 8. April 2021. I Hauptwerk C–g3 Prinzipal 16′ Quintadena 16′ Principal 8′ (u) Gemshorn 8′ (s) Rohrflöte 8′ Oktave 4′ (u) Spitzflöte 4′ (s) Nasat ′ Waldflöte 2′ (u) Mixtur IV–V 2′ tw. (u) Trompete 8′ (s) Tremulant Elisabeth Rose II Brustwerk C–g3 Quintadena 16′ Salicional 8′ Lieblich Gedackt 8′ (u) Principal 4′ Rohrflöte 4′ (u) Principal 2′ (u) Spitzflöte 2′ Sesquialtera II Scharff III ′ (s) Krummhorn 8′ (s) Tremulant III Récit C–g3 Flûte Allemande 16′ Flûte Harmonique 8′ Viola da Gamba 8′ Bourdon 8′ Voix Célèstis 8′ Prestant 4′ Fugara 4′ Flûte Traversière 4′ Nasard ′ Quarte de Nasard 2′ Tierce ′ Cornet V Plein Jeu III–IV 2′ Trompette Harmonique 8′ Hautbois 8′ Tremblant IV Fernwerk C–g3 Clarabella 8′ Aeoline 8′ Unda Maris 8′ Nachthorn 4′ Zimbelflöte II 2′ Dulcian 8′ Tremulant Pedal C–f1 Akustikbass 32′ Principal 16′ Subbass 16′ (u) Octavbass 8′ Gedacktbass 8′ (u) Choralbass 4′ (u) Nachthorn 2′ Rauschpfeife III ′ (s) Posaune 16′ (s) Fagott 16′ Posaune 8′ Koppeln: II/I, I/P, II/P Spielhilfen: 4 Setzer-Kombinationen, Tutti Anmerkungen (u) = Register des ursprünglichen Instruments von 1951 (s) = Register der späteren Erweiterung von 1965 unbezeichnete Register sind 2020 neu gefertigt worden
Glocken Im Jahr 1935 goss die renommierte Glockengießerei Otto aus Hemelingen/Bremen drei Bronzeglocken für St. Elisabeth in Harvestehude. Die Glocken sind gestimmt auf: fis′ – a′ – h′. Sie haben folgende Durchmesser: 1150 mm, 933 mm, 831 mm. Die drei Glocken haben die Glockenvernichtung der Nazis überstanden.Gerhard Reinhold: Otto-Glocken. Familien- und Firmengeschichte der Glockengießerdynastie Otto, Selbstverlag, Essen 2019, 588 Seiten, ISBN 978-3-00-063109-2, hier insbes. S. 539.Gerhard Reinhold: Kirchenglocken – christliches Weltkulturerbe, dargestellt am Beispiel der Glockengießer Otto, Hemelingen/Bremen. Nijmegen 2019, 556 Seiten, Diss. Radboud Universiteit Nijmegen, nbn:nl:ui:22-2066/204770, hier insbes. S. 498.
Literatur Holger Wilken: Die katholische Gemeinde in Hamburg vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1963. Phil. Diss., Universität Hamburg 1998. Festschrift Kirchengemeinde St. Elisabeth, Harvestehude, Hamburg 1976.
Weblinks
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Einzelnachweise
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