Die Liste historischer Rechenanlagen Europas ermöglicht einen Vergleich der frühen Entwicklungen europäischer Forschungseinrichtungen und Unternehmen auf dem Feld der elektronischen Rechentechnik.
Technologie Als Schaltelemente kamen in der ersten Generation Relais, in der zweiten Generation Vakuumröhren und in der dritten Generation Transistoren zum Einsatz. Für eine kurze Übergangszeit wurde auch mit Magnetverstärkern experimentiert, die sich aber aufgrund geringerer Verarbeitungsgeschwindigkeit nicht durchsetzen konnten.
Die Speicherung von Eingangsdaten und Rechenergebnissen wurde mit einer Vielfalt von Neuentwicklungen realisiert: anfangs verwendete man mechanische Relaisspeicherwerke, Williamsröhren sowie Quecksilber- und Nickel-Verzögerungsstrecken. Später wurden Magnettrommeln unterschiedlichster Bauarten und schließlich schnelle Ferritkernspeicher eingebaut.
Entwicklungstendenzen Bereits die Anfangsphase ist durch stark wachsende Verarbeitungsleistung bei fallendem Raum- und Energiebedarf gekennzeichnet. In den 1960er Jahren zeichnete sich im Bereich der Großrechenanlagen bald das Primat amerikanischer Konzerne ab, während europäische Unternehmen wie Nixdorf, die Olympia-Werke, Olivetti und Triumph-Adler in Nachfolge klassischer Buchungsmaschinen Nischen für geschäftliche Anwendungen erschließen konnten und das Segment (Mittlere Datentechnik) etablierten.
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