__NOTOC__ mini|Monument in Niederkorn Die Galerie Hondsbësch bei Niederkorn in der Gemeinde Differdingen war ein stillgelegter Bergwerksteil, der während der Zeit der deutschen Besetzung Luxemburgs jungen Männern, die sich der völkerrechtswidrigen Zwangsrekrutierung zur deutschen Wehrmacht entziehen wollten, als Versteck diente.

Geschichte Wegen der hohen Menschenverluste der Wehrmacht an der Ostfront wurde die Wehrpflicht im CdZ-Gebiet Luxemburg am 30. August 1942 durch den Chef der Zivilverwaltung Gustav Simon angekündigt. Viele Zwangsrekrutierte versuchten, sich dem Wehrdienst zu entziehen, indem sie sich bei Verwandten, Freunden, Bekannten sowie bei anderen Luxemburger Patrioten versteckten. Der größte Unterschlupf in Luxemburg befand sich in der teilweise stillgelegten Grube Hondsbësch bei Niederkorn, wo zeitweilig 122 Flüchtige untertauchten.André Hohengarten: Die Zwangsrekrutierung der Luxemburger zur Wehrmacht und das SS-Sonderlager/KZ Hinzert, pdf, Hinzert 2006

Erinnerung mini|Inschrift am Monument in Niederkorn Nach dem Krieg erhielten die Unterstützer der untergetauchten Wehrpflichtigen die „Médaille de la Reconnaissance Nationale“.

In Lasauvage wurde das Espace Muséologique gegründet, in dem das Leben der Untergetauchten in der Galerie Hondsbësch beschrieben wird.

Weblinks

Film Galerie Hondsbësch, (02:38) Espace muséologique, auf newcom.lu

Literatur Vic. Klincker u. Jos. Graas: 120 refractairen ënnert dem buedem an der minière „Hondsbësch“ zu Nidderkuer. Verlag Unio'n, 1945 (nicht eingesehen) André Hohengarten: Die Zwangsrekrutierung der Luxemburger zur Wehrmacht und das SS-Sonderlager/KZ Hinzert. pdf, Hinzert 2006

Einzelnachweise

Kategorie:Denkmal in Luxemburg Kategorie:Luxemburgischer Widerstand 1940–1945 Kategorie:Gedenkstätte für den Widerstand im Zweiten Weltkrieg Kategorie:Differdingen Kategorie:Monument national (Luxemburg)