Das Hochhaus. 102 Etagen Leben ist ein Webcomic der Berliner Zeichnerin und Autorin Katharina Greve. Der Comicstrip zeigt ein Hochhaus, dem Greve jede Woche am Dienstag eine Episode als neue Etage hinzugefügt hat. Das Hochhaus befasst sich humorvoll mit dem alltäglichen Leben und kommentiert aktuelle Ereignisse. Greve begann den Webcomic am 29. September 2015 mit dem Keller, abgeschlossen hat sie ihn am 5. September 2017 mit der 102. Etage. Das Werk wurde 2016 auf dem Comic-Salon Erlangen mit dem Max-und-Moritz-Preis als Bester Comic-Strip ausgezeichnet, im Jahr 2018 erhielt es den Rudolph-Dirks-Award in der Kategorie Experimentell / Alternativ.

Der Webcomic war und ist in mehreren internationalen Ausstellungen zu sehen, unter anderem in einer Werkschau in der Galerie Caricatura in Kassel, im Goethe-Institut in Neapel,Goethe-Institut Neapel – Ausstellung – Katharina Greve: Komische Kunst auf dem 19. Internationalen Comicsalon Napoli COMICON, im Karikaturmuseum Krems,Das Hochhaus in Krems im Erika-Fuchs-Haus, im Literaturcafé des Stifterhauses in Linz, im Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW und auf dem Erlanger Poetenfest 2017.

Das Online-Projekt wurde von der Stiftung Kulturwerk der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst gefördert.

Inhalt, Stil und Form Die Themen des Webcomics reichen vom Ehekrach über Flüchtlinge, Terror, Emanzipation bis zum Literatur-Nobelpreis für Bob Dylan oder zur US-Präsidentschaftswahl. Das Hauptbild zeigt dabei jeweils eine halb aufgeschnittene Wohnungsetage, die Handlungen im Fenster der Nebenwohnung spielen oft auf aktuelle Ereignisse an. Manche Episoden sind inhaltlich über die Stockwerke miteinander verwoben. In der Jury-Begründung für den Max-und-Moritz-Preis heißt es, Autorin Greve verbinde die Direktheit des Einbildwitzes auf „erfrischende Weise mit dem Potenzial der längeren Bilderzählung“, um komplexe Geschichten zu erzählen. Die vielfältig miteinander verbundenen Episoden würden am Schluss etwas ergeben, das die Grenzen der Kunstform formal erweitere. Im Berliner Tagesspiegel beschreibt Comic-Experte Lars von Törne die Bildsprache Greves als klar und reduziert, ihr „fast technisch anmutender Zeichenstil“ passe gut zum Thema. In einem Interview mit dem Schweizer Radio SRF2 Kultur sagte Autorin und Zeichnerin Greve zu den besonderen Möglichkeiten eines Comics im Internet, dass sie sich immer gewundert habe,

Kritiken Der Webcomic sowie das im September 2017 erschienene Buch und Rollbuch Das Hochhaus – 102 Etagen Leben sind mehrfach rezensiert worden. In der Süddeutschen Zeitung schreibt Thomas von Steinaecker, dass es sich um „eines der originellsten Werke der Neunten Kunst der jüngeren Vergangenheit“ handele. Buch und Comic seien voll von „ebenso schlauen wie gemeinen Bonmots“, Etage um Etage ergebe sich das „Bild der deutschen Wohlstands-Gesellschaft“. Durch „unsichtbare Querverbindungen“ entstehe „aus gesellschaftspolitischen Einzel-Cartoons eine allgemeingültige Erzählung“. Das Buch im Querformat lade zum genaueren Hinschauen ein. Für Christian Gasser ist Das Hochhaus einer „der originellsten Comics des Jahres“, wie er in der Neuen Zürcher Zeitung schreibt. Die Idee des Hochhauses sei einfach, klar und bestechend. Das Portal stern.de sieht in dem Comic „102 Stockwerke feinsten Humors“. Im Tagesspiegel hebt Ute Friederich das Lesen der sieben Meter langen und 20 Zentimeter breiten Buchrolle hervor: Katharina Greve habe mit dem Werk Ralph Trommer bezeichnete das Werk in der taz als einen „originellen Internetcomic“ mit „skurrilen Menschen, die es bevölkern“ und „Raum für viele amüsante Geschichten“. Für Matthias Penkert-Hennig ist die „physikalische Umsetzung“ in ein gedrucktes Buch durch „geschickte Designüberlegungen“ gelungen, wie er im Comic-Portal Comic.de schreibt. Es sei ein „extrem innovatives und immersives Lesevergnügen“ dadurch entstanden, das die Stockwerke des Hochhauses ähnlich wie bei einem Kalender quer präsentiert würden, was sei. Das Schweizer Radio SRF2 Kultur nannte das Hochhaus originell und „ein stetig wachsendes Panoptikum der Gesellschaft in Comicform“.Das durchsichtige Hochhaus im Netz, Rezension und Interview ab Minute 16:40. Der Tagesspiegel urteilte zu Beginn des Webcomics Außerdem erinnere die „Grundidee“ an die Graphic Novels Dropsie Avenue von Will Eisner bzw. Building Stories von Chris Ware.Katharina Greves „Das Hochhaus“ – 102 Etagen Leben, Der Tagesspiegel, 2. Februar 2016 Das Design- und Kommunikationsmagazin Page schrieb, Greve vermöge es, den Einbildwitz mit einer ausgedehnten Bildererzählung zu verbinden: Mira Nagar vom Flensburger Tageblatt schrieb: und bezeichnete das Hochhaus als eine Mischung aus .

Weblinks Website des Webcomics

Einzelnachweise

Kategorie:Webcomic Kategorie:Deutscher Comic (Werk) Kategorie:Comicstrip