Omer Dzemali (albanisch: Xhemali; * in Tetovo, Nordmazedonien) ist ein albanischer Herzchirurg. Er ist seit 2018 Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie am Stadtspital Zürich, seit Dezember 2022 Direktor der Klinik für Herzchirurgie am Universitätsspital Zürich und seit Januar 2025 zusätzlich Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie bei HOCH Health Ostschweiz (Kantonsspital St. Gallen). Er leitet die Allianz Herzchirurgie Zürich (AHZ), die die Kliniken für Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich (USZ), des Stadtspitals Zürich und – seit 2025 – von HOCH (Kantonsspital St. Gallen) umfasst.

Leben Dzemali begann 1990 ein Medizinstudium an der Universität Sarajevo. Aufgrund des Bosnienkriegs floh er 1992 nach Deutschland und immatrikulierte sich 1993 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo er 2000 sein Studium abschloss und am Institut für Anatomie mit magna cum laude promovierte. Von 2000 bis 2006 war er an der Goethe-Universität Frankfurt am Main (Abteilung für Thorax-, Herz- und thorakale Gefäßchirurgie) tätig – zunächst als Arzt im Praktikum und Assistenzarzt, später als Facharzt und Oberarzt; 2009 habilitierte er dort zum Privatdozenten.

Im selben Jahr wechselte er in die Schweiz als Leitender Arzt und stellvertretender Chefarzt am Stadtspital Zürich Triemli. 2016 übernahm er zusätzlich eine Leitungsfunktion am Universitätsspital Zürich im Rahmen der AHZ. Seit September 2018 ist er Chefarzt der Herzchirurgie am Stadtspital Zürich. Zum 1. Dezember 2022 wurde Dzemali zum Direktor der Klinik für Herzchirurgie am USZ ernannt. Seit 2025 ist er zudem Chefarzt der Herzchirurgie bei HOCH Health Ostschweiz (Kantonsspital St. Gallen).

Akademische Tätigkeit und Ehrungen Seit 2014 ist Dzemali an der medizinischen Ausbildung in Skopje und Tetovo beteiligt (außerordentliche Professur). 2016 verlieh ihm die Staatliche Universität Tetovo die Ehrendoktorwürde (Doctor honoris causa).

Forschungsschwerpunkte Minimalinvasive Herzchirurgie (u. a. komplexe Mitralklappenrekonstruktionen, wurzelerhaltende Aortenklappenchirurgie) Herzchirurgie ohne Herz-Lungen-Maschine (OPCAB) Aufbau und Weiterentwicklung herzchirurgischer Netzwerkstrukturen über die Allianz Herzchirurgie Zürich Translationale Kooperation mit der ETH Zürich zum Herzpflaster (A patch for the heart): 3D-gedrucktes, biointegrierendes Gewebepatch zur myokardialen Regeneration PsyCor – psychokardiologisches Forschungsprogramm (u. a. prädiktive Modellierung depressiver Symptome nach Bypass-Chirurgie), gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) Zusammenarbeit mit dem CTEC-Labor (Center for Translational and Experimental Cardiology) am USZ (Forschungsgruppe Herzchirurgie)

Weblinks Allianz Herzchirurgie Zürich (USZ) Herzchirurgie bei HOCH Health Ostschweiz (Kantonsspital St. Gallen)

Einzelnachweise

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