Julius Friedrich Wilhelm Schierenbeck (* 11. Februar 1888 in Essen; † 3. März 1967 in HeidelbergStandesamt Heidelberg: Sterberegister. Nr. 476/1967.) war ein deutscher Chemieingenieur.

Leben

Schierenbeck studierte bei Friedrich Bergius. Als technischer Direktor war Schierenbeck ab 1927 für die I.G. Farben tätig.Befragung im Rahmen eines Spruchkammerverfahrens (?) Dort entwickelte er Verfahren zur Hochdruck-Synthese. Schierenbeck erfand das Wickelverfahren, bei dem ein formsteifes Futterrohr von mehreren Lagen eines heißen Metallbandes umwickelt wird. Er konnte hierdurch einen entscheidenden Beitrag zum Bau größerer und dabei sicherer Hochdruckreaktoren leisten. Durch die wirksamere Überwachung bei der Herstellung der Bänder und des Gesamtapparats konnten die vorher notwendigen Sicherheitsfaktoren bei der Bemessung der Wandstärken stark reduziert werden.Chemie-Technik.de: Die Synthese im Wandel der Zeit, 12. November 2013. Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnte Schierenbeck in Heidelberg und wurde am 22. März 1948 betreffend seiner Tätigkeit bei IG Farben, Entwicklung von Hochdruck-Synthesen vernommen, da er laut eigener Aussage seit 1927 NSDAP-Parteimitglied war. Er war Mitglied (Mitgliedsnummer 50410) des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).

Auszeichnungen und Preise (Auswahl) 1954: Rudolf-Diesel-Medaille 1955: Dechema-Preis, Schierenbeck-Wickelverfahren der BASF zur Herstellung von Hochdruck-Hohlkörpern

Einzelnachweise

Kategorie:Chemieingenieur Kategorie:Person (I.G. Farben) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1888 Kategorie:Gestorben 1967 Kategorie:Mann