Rękusy () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck). mini|Ortseingangsschild von Rękusy an der DK 16

Geographische Lage Rękusy liegt im südlichen Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, sieben Kilometer westlich der Kreisstadt Ełk (Lyck).

Geschichte Renkussen wurde im Jahre 1494 gegründet und bestand aus ein paar kleinen HöfenDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Renkussen. Zwischen 1874 und 1945 war das Dorf in den Amtsbezirk Lyck-Land mit Sitz in Neuendorf () eingegliedertRolf Jehke, Amtsbezirk Lyck-Land, der zum Kreis Lyck im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1910 verzeichnete Renkussen 94 Einwohner. Ihre Zahl stieg bis 1933 auf 114 und belief sich 1939 noch auf 93.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Renkussen gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Renkussen stimmten 60 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreußischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 86

In Kriegsfolge kam Renkussen mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Rękusy“. Heute ist der Ort Sitz eines Schulzenamtes () und somit Teil der Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck), vor 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Kirche Bis 1945 war Renkussen in die evangelische Pfarrkirche LyckWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen, 1968, S. 493–494 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union und in die katholische St.-Adalbert-Kirche LyckRenkussen im Bistum Ermland eingepfarrt. Die kirchliche Beziehung zur Kreisstadt besteht sowohl evangelischer- als auch katholischerseits auch heute noch.

Verkehr Rękusy liegt an der bedeutenden polnischen Landesstraße 16 (frühere deutsche Reichsstraße 127), die die drei Woiwodschaften Kujawien-Pommern, Ermland-Masuren und Podlachien miteinander verbindet. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1494 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Ełk (Landgemeinde)