Sophia Pompéry (* 1984 in Berlin) ist eine deutsche bildende Künstlerin und Konzeptkünstlerin. Sie arbeitet mit Fotografien, Objekten und raumbezogenen Installationen, in denen sie physikalische Phänomene, Wahrnehmung und gesellschaftliche Fragestellungen untersucht.
Leben Pompéry wuchs in Berlin auf und studierte Freie Kunst und Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee unter anderem bei Karin Sander und Antje Majewski. Von 2009 bis 2010 war sie Teilnehmerin am Institut für Raumexperimente von Olafur Eliasson an der Universität der Künste Berlin.
Residenzstipendien führten sie nach Istanbul (DAAD), an das Kunstdepot Göschenen in der Schweiz, an das Museum Kunst der Westküste auf Föhr sowie als Villa-Serpentara-Stipendiatin der Akademie der Künste (Berlin) nach Olevano Romano bei Rom.
Pompéry wurde unter anderem mit dem Mart-Stam-Preis, dem Jaqueline-Diffring-Preis und einem Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds ausgezeichnet.
Ihre Arbeiten waren im National Museum of Women in the Arts Washington, im Arter Istanbul, im Stedelijk Museum’s-Hertogenbosch, in der Kunsthalle Nürnberg, im Haus der Kunst in München, an der Neuen Nationalgalerie, am Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart und in der Akademie der Künste Berlin zu sehen.
Zwischen 2017 und 2024 leitete sie das seeup-Programm für Kunst und Entrepreneurship an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 2024/25 hatte sie eine Vertretungsprofessur für „Raum, Körper, Objekt“ an der HSBI Bielefeld inne. Zudem hielt sie Vorlesungen an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Werk Pompéry arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Physik und Philosophie. Ausgangspunkt vieler ihrer Arbeiten sind Alltagsgegenstände und Messinstrumente, die sie in installative Versuchsanordnungen, fotografische Serien und Objekte überführt, um Prozesse des Wahrnehmens und Messens sichtbar zu machen.
In neueren Arbeiten thematisiert sie insbesondere menschengemachte klimatische Veränderungen und deren Einschreibung in materielle Spuren und Messkurven.
Ihre Arbeiten wurden in internationalen Häusern wie Arter in Istanbul, dem Stedelijk Museum ’s-Hertogenbosch, der Kunsthalle Nürnberg, dem Haus der Kunst in München, der Neuen Nationalgalerie und dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin sowie der Akademie der Künste (Berlin) gezeigt.
Zu ihren Einzelausstellungen zählen unter anderem ATÖLYE im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden (2013), Der Schein der Dinge im 45cbm der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden (2017) und Lapsus in der Galeria Sztuki Wozownia in Toruń (2022).
2024 vertrat sie Deutschland in der Ausstellung „New Worlds: Women to Watch 2024“ im National Museum of Women in the Arts in Washington, D.C.
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen
2010: Nothing but a Transient Light, Galeria Sztuki Wozownia, Toruń (Polen) 2013: ATÖLYE, Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden 2013: No-Things, ou la vie silencieuse des choses, Galerie Dix9, Paris 2017: Der Schein der Dinge, 45cbm, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden 2019: Ground Control, Kanalidarte Gallery, Brescia 2022: Lapsus, Galeria Sztuki Wozownia, Toruń (Polen)
Gruppen- und Beteiligungsausstellungen (Auswahl)
2015: Der Raum der Worte ist nicht der Raum der Bilder (mit Tim Plamper), Galerie Wagner + Partner, Berlin 2016: Line and Dot (mit Tobias Roth), Manière Noire, Berlin 2019: Luv und Lee, Rauminstallation mit Lena von Goedeke, hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst, Osnabrück 2019: Videoinstallation Sheherazade (mit Sebastian Riemer) im Kreuzgang und in der Nikolauskapelle des Doms, in Kooperation mit dem Diözesanmuseum Osnabrück 2021: Große Beiläufigkeit – Ein Experiment für Flanerie, Textinstallation mit Tobias Roth im Stadtraum rund um das Literaturhaus Berlin 2021: There and Back, Präsentation der Villa-Serpentara-Stipendiat:innen, Villa Serpentara / Casa Baldi, Olevano Romano (Italien) 2022: What Matters – Werkpräsentation JUNGE AKADEMIE, Akademie der Künste, Berlin 2023: resetNOW! – 6. Biennale der Künstlerinnen im Haus der Kunst, Haus der Kunst, München 2023: I Can See a Real Future For Us (mit Iva Ćurić), Galerija VN, Zagreb 2024: New Worlds: Women to Watch 2024, National Museum of Women in the Arts, Washington, D.C.
Literatur
Museum Kunst der Westküste (Hrsg.): Sophia Pompéry – Artist in Residence. Museum Kunst der Westküste, Alkersum/Föhr, 2021. (Begleitmaterial zum Artist-in-Residence-Programm)
Weblinks Website von Sophia Pompéry
Sophia Pompéry in der Künstlerdatenbank des bbk kulturwerk Berlin Sophia Pompéry bei der JUNGEN AKADEMIE der Akademie der Künste Sophia Pompéry bei der Galerie Dix9, Paris
Einzelnachweise
Kategorie:Bildender Künstler (Deutschland) Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Person (Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1984 Kategorie:Frau