Die NIAI LK-1 oder auch NIAI-1 Fanera-2 () war ein sowjetisches Verkehrsflugzeug. Entwickelt und gebaut wurde sie im wissenschaftlichen Luftfahrt-Institut (Nautschno-Issledowatelski Aero-Institut) Leningrad von Alexei Iwanowitsch Lissitschkin und Wladimir Fjodorowitsch Rentel.
Entwicklung Das besondere an diesem in Holzbauweise gefertigten Typ (Fanera bedeutet Sperrholz) war die Unterbringung von Pilot und Passagieren in zwei auf dem Flügel befindlichen Kabinen rechts und links am Rumpf. Der Pilot saß dabei links neben dem Triebwerk, hatte also nach rechts eine sehr eingeschränkte Sicht.
Da das Modell nur einen leistungsschwachen M-11-Sternmotor erhalten sollte, waren die Konstrukteure gezwungen, das Gewicht so gering wie möglich zu halten. Der Rumpf erhielt eine breite und flache Form und trug so zum Auftrieb bei.
Die Flugerprobung erfolgte durch A. I. Iwanow im Mai 1933 in Leningrad und später in Moskau. Es wurde der Bau von 20 Flugzeugen beschlossen, deren Bau das Instandsetzungswerk Leningrad übernahm. Diese hatten im Gegensatz zum Prototyp ein verändertes Seitenleitwerk, stromlinienförmige Hauptfahrwerksverkleidungen und um den Motor einen Townend-Ring. Eingesetzt wurde die LK-1 von der Aeroflot vor allem auf ihren Arktis-Routen sowie im Fernen Osten. Eine LK-1 fand 1936 in dem Spielfilm „Die sieben Kühnen“ von Sergei Gerassimow Verwendung.
Es existierte auch eine als NIAI-1P bezeichnete Schwimmerversion.
Technische Daten Kenngröße Daten Besatzung 1 Passagiere 4–5 Spannweite 12,47 m Länge 8,87 m Flügelfläche 27,60 m² Flügelstreckung 5,6 Leermasse 652 kg Startmasse 1160 kg Antrieb ein luftgekühlter Fünfzylinder-Sternmotor Schwezow M-11 Startleistung Höchstgeschwindigkeit 155 km/h Reisegeschwindigkeit 138 km/h Gipfelhöhe 2850 m Reichweite 680 km Startrollstrecke 140 m Landerollstrecke 150 m
Siehe auch Liste von Flugzeugtypen
Literatur
Weblinks
Kategorie:Ziviler Flugzeugtyp Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor Kategorie:Erstflug 1933