Lepaki Małe () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, der zur Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck) gehört.

Geographische Lage Lepaki Małe liegt am Ostufer des Klein Lepacker Sees (1938 bis 1945 Kleinramecksfelder See, ) im südlichen Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, acht Kilometer westlich der Kreisstadt Ełk (Lyck).

Geschichte Klein Lepacken wurde im 16. Jahrhundert gegründet und bestand aus ein paar kleinen GehöftenDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Kleinramecksfelde.

Im Jahr 1874 wurde es in den neu errichteten Amtsbezirk Grabnick () eingegliedertRolf Jehke, Amtsbezirk Grabnick, der zum Kreis Lyck im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Etwa 1893 wurde Klein Lepacken nach Groß Lepacken () eingemeindet, das sich dann „Lepacken“ (ohne Zusatz) nannte, bis es 1938 in „Ramecksfelde“ – entsprechend auch Klein Lepacken in „Kleinramecksfelde“ – umbenannt wurde. Im Jahr 1910 zählte Klein Lepacken 39 EinwohnerKlein Lepacken.

In Kriegsfolge kam Klein Lepacken (Kleinramecksfelde) 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen. Mit der polnischen Namensform „Lepaki Małe“ wurde der Ort wieder verselbständigt.

Heute ist er in das Schulzenamt () Lepaki mit Sitz in Lepaki Wielkie einbezogen und bildet eine Ortschaft im Verbund der Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck), vor 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religionen Bis 1945 war Klein Lepacken resp. Kleinramecksfelde in die evangelische Kirche GrabnickWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen, 1968, S. 493 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union und in die katholische Kirche St. Adalbert in Lyck im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Lepaki Małe zur katholischen Pfarrei Grabnik (mit der Filialkirche in Woszczele) im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Evangelische Kirchenglieder halten sich zur Kirchengemeinde in der Kreisstadt Ełk, einer Filialgemeinde der Pfarrei in Pisz () in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Persönlichkeiten mini|hochkant|Gedenkstein für Michael Pogorzelski in Lepaki Małe In Lepacken (Groß~, Klein~?) wurde am 4. September 1737 der volkstümliche Prediger und Dichter Michael Pogorzelski geboren. Von 1772 bis 1780 war er Rektor in Kutten () und danach bis zu seinem Tode im Jahre 1798 Pfarrer in Kallinowen (Kalinowo). Ihm widmete Paul Fechter das Buch Der Zauberer Gottes.

In Lepaki Małe erinnert ein Gedenkstein an diesen bedeutenden Sohn des Ortes.

Verkehr Lepaki Małe liegt an einer Nebenstraße, die bei Chrzanowo (Chrzanowen, 1933 bis 1945 Kalkofen) von der Woiwodschaftsstraße 656 abzweigt und über Bienie (Bienien, 1938 bis 1945 Binien) nach Mołdzie (Moldzien, 1938 bis 1945 Mulden) führt.

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet im 16. Jahrhundert Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Ełk (Landgemeinde)