Peter Pollatschek (* 29. März 1944 in Basel; † 12. September 1968 in Büßleben) war ein deutscher Schauspieler.

Leben Peter Pollatschek wurde in der Schweiz geboren, wo seine Eltern im Exil lebten. Er studierte an der Filmhochschule Babelsberg und hatte sein erstes Engagement an den Städtischen Bühnen Erfurt. bei DEFA-Sternstunden, abgerufen am 10. November 2016. Hier spielte er unter anderem den Puck im Sommernachtstraum von William Shakespeare, den Eilif in Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder und die Titelfigur in Carlo Goldonis Komödie Diener zweier Herren. Neben der Schauspielerei schrieb er lyrische Gedichte.Pacht's Blog: Ein nicht erlebter 70. Geburtstag, abgerufen am 10. November 2016 Kurz vor einer weiteren Verpflichtung an das Deutsche Theater in Berlin verstarb Pollatschek 24-jährig bei einem Verkehrsunfall mit seinem Wagen, den er erst wenige Tage zuvor gekauft hatte.Henryk Goldberg: In: Thüringer Allgemeine, 31. Januar 2014, abgerufen am 10. November 2016.

In den 1960er-Jahren wirkte Pollatschek in einigen Produktionen der DEFA mit, so in dem Kriminalfilm Die Glatzkopfbande und dem Kinderfilm Turlis Abenteuer, basierend auf Carlo Collodis Erzählung Pinocchios Abenteuer, in dem er die Rolle des Katers Eusebius übernahm.

Filmografie 1963: Die Glatzkopfbande 1963: Es geht nicht ohne Liebe 1963: Lehrtage (Kurzfilm) 1967: Turlis Abenteuer 1969: Käuzchenkuhle 1969: Im Himmel ist doch Jahrmarkt

Synchronrollen (Auswahl) 1965: Dusan Skokan als Duro Munk in Wer ist ohne Schuld?

Theater (Auswahl) Städtische Bühnen Erfurt 1963: Calderon de la Barca: Der Richter von Zalamea (Bauer) – Regie: Klaus Martin Boestel 1963: Axel Ivers: Parkstraße 13 (Paul Mieke) – Regie: Klaus Martin Boestel 1963: Gebrüder Grimm: Das tapfere Schneiderlein (das Schneiderlein) – Regie: Wolf-Dietrich Köllner 1963: William Shakespeare: Macbeth (Fleance) – Regie: Walter Niklaus 1964: Jules Verne: Die Reise um die Erde in 80 Tagen (Jean Passepartout) – Regie: Horst Ludwig 1964: Ewan MacColl: Unternehmen Ölzweig (Milo, athenischer Soldat) – Regie: Walter Niklaus 1964: William Shakespeare: Romeo und Julia (Page des Paris) – Regie: Horst Ludwig 1964: Klaus Eidam: Die Schatzinsel („Schwarzer Hund“, ehemals Maat) – Regie: Wolf-Dietrich Köllner 1964: Friedrich Schiller: Die Räuber (Schufterle) – Regie: Klaus-Martin Boestel 1965: Enni Meinig: Der gestohlene Roboter (Peter, Sohn von Frau Kluge) – Regie: Wolf-Dietrich Köllner 1965: Viktor Rosow: Unterwegs (Wolodja) – Regie: Klaus Martin Boestel 1965: Bertolt Brecht: Mutter Courage und ihre Kinder (Eilif, Sohn von Mutter Courage) – Regie: Walter Beck 1966: Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame (der vierte Bürger) – Regie: Klaus Martin Boestel 1966: William Shakespeare: Ein Sommernachtstraum (Puck) – Regie: Albert R. Pasch 1966: Carlo Goldoni: Der Diener zweier Herren (Arlecchino, Diener von Beatrice und Florindo) – Regie: Manfred Heine 1967: Claus Hammel: Ein Yankee an König Artus’ Hof (ein Mann) – Regie: Dieter Wardetzky (Uraufführung) 1967: Werner Heiduczek: Jule findet Freunde (Kalle) – Regie: Andreas Scheinert 1967: Friedrich Schiller: Die Verschwörung des Fiesko zu Genua (Deutsche Leibwache) – Regie: Klaus Martin Boestel 1967: Rainer Kirsch: Der Soldat und das Feuerzeug (Soldat) – Dieter Wardetzky (Uraufführung) 1967: Claus Hammel: Morgen kommt der Schornsteinfeger (ein Lyriker) – Regie: Dieter Wardetzky 1968: Roger Planchon / Claude Lauchy: Die drei Musketiere (Aramis) – Regie: Dieter Wardetzky 1968: Ferdinand Bruckner: Simon Bolivar (Giradot) – Regie: Andreas Scheinert (DDR-Erstaufführung)

Hörspiele 1968: Im Gespensterwald – Autor: Pjotr Petrowitsch Werschigora – Regie: Walter Niklaus

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Einzelnachweise

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