mini|hochkant=1.3|Schleusentreppe des Ludwig-Donau-Main-Kanals Die Liste der Schleusen im Ludwig-Donau-Main-Kanal führt alle noch vorhandenen und aufgelassenen Schleusen entlang des Ludwig-Donau-Main-Kanals auf.
Aufbau der Schleusenliste Die Reihenfolge der Schleusen in der Liste richtet sich nach dem Kilometerstand vom Anfang bei Kelheim bis zum Ende in Bamberg. Grundlage der Liste ist der BayernAtlas und dessen historische Karten. Ursprünglich gab es 100 Schleusen entlang des Ludwig-Donau-Main-Kanals. Zwischen dem Anfang bei Kelheim bis zur Scheitelhaltung waren es 32 und zwischen Scheitelhaltung und Bamberg 68 Schleusen. Die Spalte 1 dient der fortlaufenden Nummerierung. In der Spalte 2 werden, wenn vorhanden, historische Bilder bzw. aktuelle Fotografien gezeigt. Die Spalte 3 gibt Hinweise auf die aktuelle Situation des Schleusengrundstückes. Die Spalte 4 beinhaltet die laufende Kilometrierung und die Spalte 5 die Entfernung zwischen den jeweils beschriebenen Schleusen, auch als „Haltung“ bezeichnet. In der Spalte 6 wird, falls feststellbar, die Fallhöhe genannt, das heißt, der ursprüngliche mittlere Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterwasser des Kanals. In der Spalte 7 ist die Höhe über Normalhöhennull angegeben, in 8 befinden sich Angaben zum Baudenkmal, in der Nummer 9 zu den Koordinaten der Schleuse und die Nummern 10 und 11 enthalten Links zu den Orten.
Die Schleusen und die heutige Situation Heute (Stand November 2016) sind nur noch, zum Teil in Bauwerksresten, 68 Schleusen vorhanden. Einige wurden vollständig zugeschüttet oder durch den Straßenbau nachhaltig gestört. Die meisten der noch vorhandenen Schleusen sind vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmale ausgewiesen. Die Schleusenkammern waren meist etwa 34 Meter lang, 5 Meter breit und hatten eine FallhöheDIN 4047-5 Landwirtschaftlicher Wasser, Begriffe, Ausbau und Unterhaltung von Gewässern, März 1989 von etwa zwei Meter. Einige Schleusen hatten ein Zwischentor, mit dem die Kammer zur Wasserersparnis auf etwa 26 Meter verkürzt werden konnte. Ein Füllen oder Leeren der bis zu 500.000 Liter fassenden Kammer dauerte zwischen 10 und 15 Minuten. Die Tore mussten dabei mit Stangen auf- und zugezogen werden. Heute befinden sich nur noch die Schleusen 1, 12, 24, 25, 26, 30, 32, 33, 58, 68 und 100 in betriebsfähigem Zustand. Am Unterhaupt wurden ursprünglich Steinstufen angebracht. Im Bereich des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg wurden diese Treppen im Rahmen des Unfallschutzes in den 2000ern zugeschüttet. Im Bereich des Wasserwirtschaftsamtes Regensburg sind diese noch frei zugänglich. Die ursprünglichen Eichenholztore sind jedoch nirgends mehr erhalten. Die Oberhäupter sind zumeist durch Mauern ersetzt worden. Auf der Südflanke findet in den Sommermonaten vereinzelt ein Museumsbetrieb mit den beiden noch erhaltenen Treidelschiffen Alma Viktoria und Elfriede statt. Eine Schleusung mit der Alma Viktoria ist an der Schleuse 25 (Berching, Ortsteil Pollanden) an manchen Sommerwochenenden auch noch heute möglich. Die Schleuse 31 wurde 2015 archäologisch prosperiert und wird derzeit revitalisiert.Pressebericht Nordbayern.de zur Schleuse 31
Die Schleuse 94 bei Eggolsheim wurde von einem FördervereinFörderverein Schleuse 94 e. V. denkmalgerecht saniert und am 8. Juli 2017 feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Zusammen mit der Schleuse 22 bei Beilngries sind sie die einzig begehbaren Schleusen des Ludwigskanals.
Für die Schleusenwärter wurden entlang des Kanals 69 Wärterhäuschen gebaut. Die umgebenden Grundstücke konnten zur Tierhaltung und als Garten der Schleusenwärter genutzt werden. Zwei (Nummer 30 bei Mühlhausen und Nummer 35 bei Burgthann) dieser Schleusenwärterhäuschen werden heute als Gastronomiebetriebe genutzt. Die dazwischen liegenden Treidel- und Betriebswege waren ehemals von Obstbäumen gesäumt, die heute größtenteils vergangen sind. Hinzugekommen sind jedoch neu eingeschleppte Wasserpflanzen, die regelmäßig abgemäht werden müssen.Pressebericht Nordbayern.de, Mähaktion RMD