Zinkdiphosphat ist eine anorganische chemische Verbindung des Zinks aus der Gruppe der Diphosphate.

Gewinnung und Darstellung Zinkdiphosphat kann durch thermische Zersetzung von Ammoniumzinkphosphat gewonnen werden.Crispin Calvo: THE CRYSTAL STRUCTURE AND PHASE TRANSITIONS OF β-Zn2P2O7. In: Canadian Journal of Chemistry. 43, 1965, S. 1147, doi:10.1139/v65-152.

Es kann auch durch Reaktion von Natriumcarbonat, Zinkoxid und Ammoniumdihydrogenphosphat gewonnen werden.A. Jarboui, A. Ben Rhaeim, F. Hlel, K. Guidara, M. Gargouri: NMR study and electrical properties investigation of Zn2P2O7. In: Ionics. 16, 2010, S. 67, doi:10.1007/s11581-009-0333-5.

Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Erhitzen einer stark essigsauren Lösung von Zinksulfat mit Natriumpyrophosphat.

Eigenschaften Zinkdiphosphat ist ein kristalliner farbloser Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Beim Erhitzen in Wasser zersetzt er sich in Zn3(PO4)2 und ZnHPO4. Er besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der mit einer Thortveitit ähnlichen Struktur. Bei höheren Temperaturen (T > 408 K) geht er zuerst in eine inkommensurabel modulierte Zwischenphase α2 mit Superraumgruppe C2/m(α0γ) und ab 500 K in den β-Aristotyp mit der über. Von der Verbindung sind auch Hydrate mit 2, 3, 4 und 5 Teilen Kristallwasser bekannt. Das Pentahydrat setzt sich ab 358 K zum Trihydrat und dieses wiederum ab 410 K zum Anhydrat um. Das Pentahydrat hat eine orthorhombische Kristallstruktur mit der .

Verwendung Zinkdiphosphat wird als Pigment verwendet. Es kann auch zur gravimetrischen Bestimmung von Zink verwendet werden.

Einzelnachweise

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